Stichwort

Pro Sieben Sat.1

05. August 2005 Mit der Übernahme durch den Axel-Springer-Verlag bekommt die Privatsenderkette Pro Sieben Sat.1 nach nur zwei Jahren erneut einen neuen Mehrheitsaktionär. Erst im August 2003 war die börsennotierte Pro Sieben Sat.1 Media AG nach der Insolvenz des Kirch-Konzerns mehrheitlich in den Besitz des amerikanischen Medienunternehmers Haim Saban und einiger Finanzfonds übergegangen.

Leo Kirch hatte die Sendergruppe ab 1984 aufgebaut, zusammen mit Axel Springer, Heinrich Bauer und anderen Verlegern als Juniorpartner. Zu der Gruppe gehören neben Pro Sieben, Sat.1, Kabel.1, und dem Nachrichtensender N24 inzwischen auch die Sender Sonnenklar TV und der Quizsender 9Live.

2.700 Mitarbeiter

Durch Umstrukturierungen und einen harten Sparkurs konnte der Fernsehkonzern im vergangenen Jahr mit 1,8 Milliarden Euro Umsatz und 133 Millionen Euro Gewinn das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielen. Davon profitierten neben Saban und der Investorengruppe der bisherige Minderheitsaktionär Springer sowie Kleinaktionäre, die rund 38 Prozent des Kapitals halten.

Bei den Zuschauern liefern sich die Pro-Sieben-Gruppe und die RTL-Gruppe des Bertelsmann-Konzerns seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Münchner in der letzten Zeit für sich entscheiden konnten.
Die Senderfamilie beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter. Die Konzernzentrale sitzt im Münchner Vorort Unterföhring, in direkter Nachbarschaft zu Bayerischem Rundfunk, ZDF und Premiere.

Text: F.A.Z.NET mit Material von AP

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