Telekommunikation

Telekom-Mitarbeiter müssen sich neu bewerben

Die Telekom baut ihre Festnetzsparte um

Die Telekom baut ihre Festnetzsparte um

02. Oktober 2006 Bei der Deutschen Telekom läuft im Zuge des Umbaus der Festnetz-Sparte T-Com eine interne Neuausschreibung der Stellen. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher am Montag. Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi gesagt, daß es bei der Telekom im Zuge eines weit reichenden Umbaus des Festnetzbereichs eine Abbewertung von Stellen gebe, womit dann den Beschäftigten weniger Gehalt gezahlt werden müsse.

Derzeit würden die Aufgabenbereiche und Stellenprofile neu zugeschnitten, um die Arbeitsabläufe zu optimieren, sagte der Telekom-Sprecher. „Das ist nichts Neues. Es geht zurück auf die Umbaumaßnahmen, die derzeit bei T-Com laufen.“ Die Maßnahmen stünden aber nicht in Zusammenhang mit dem angekündigten Stellenabbau im Konzern. „Ziel ist eine schlagkräftige Organisation. Das ist kein Konzept zum Abbau von Personal.“

Fast ausschließlich Verschiebungen innerhalb der T-Com

Die Zahl von 70.000 betroffenen Mitarbeitern, also etwa zwei Drittel der Beschäftigten, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Es handele sich aber fast ausschließlich um Verschiebungen innerhalb der T-Com. Nur im Ausnahmefall dürften Mitarbeiter in andere Konzernsparten wechseln.

Die Telekom will bis 2008 brutto rund 27.000 Arbeitsplätze abbauen, davon 20.000 bei der T-Com und 1.500 in der Zentrale. Dort sollen außerdem Einheiten zusammengezogen werden, was für 5.300 Mitarbeiter mit Versetzungen verbunden ist. T-Com hat in den ersten sechs Monaten in Deutschland mehr Telefonanschlüsse an Konkurrenten verloren als erwartet. Mit Bündelprodukten und Preisnachlässen versucht die Sparte, das Ruder herumzureißen.

Entgegen anderslautender Spekulationen will die Telekom nach Gewerkschaftsangaben an ihrer Spartenaufteilung festhalten. Der Konzernvorstand habe versichert, daß die drei Säulen Festnetz, Mobilfunk und Geschäftskunden nicht aufgegeben werden sollten, sagte Ado Wilhelm, Bereichsleiter Mobilfunk der Gewerkschaft Verdi.

Text: DPA
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

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