20. Juli 2007 Der amerikanische Internetkonzern Google hat seinen Gewinn im zweiten Quartal zwar um 28 Prozent gesteigert, die Markterwartungen aber dennoch verfehlt. Vor allem gestiegene Kosten auf Grund massiver Neueinstellungen zwischen März und Juni begrenzten das Gewinnwachstum. Google-Aktien gaben im nachbörslichen Handel rund sieben Prozent nach (siehe dazu auch: Aktie von Google - Rückschlag ist noch keine Trendwende)
Für das abgelaufene Vierteljahr wies der Yahoo-Rivale am Donnerstag einen Netto-Gewinn von 925 Millionen Dollar aus nach 721,1 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne Sonderfaktoren betrug der Gewinn 1,12 Milliarden Dollar oder 3,56 Dollar pro Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit drei Cent pro Aktie mehr gerechnet. Es war erst das zweite Mal, dass Google die Markterwartungen nicht erfüllen konnte. Der Umsatz kletterte um 58 Prozent auf 3,87 Milliarden Dollar und traf damit die Expertenprognosen.
Google hat sich im vergangenen Jahr auf zahlreiche neue Märkte ausgedehnt, unter diesen das Online-Videogeschäft, Fernsehen und Unternehmenssoftware. Google-Aktien notierten nachbörslich bei 508,50 Dollar. Zu Börsenschluss hatte das Papier bei 548,59 Dollar und damit in der Nähe seines jüngst erreichten Allzeithochs gelegen. Seit Mitte Mai hatte die Aktie 15 Prozent zugelegt.
Milliardenschwere Rückstellung
Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat trotz einer milliardenschweren Rückstellung für defekte Spielkonsolen seinen Gewinn im Rahmen der Erwartungen gesteigert. Anleger reagierten enttäuscht. Für das vierte Geschäftsquartal gab das amerikanische Unternehmen am Donnerstag nach dem Börsenschluss in den Vereinigten Staaten einen Nettogewinn von 3,04 Milliarden Dollar nach 2,83 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum bekannt. Der Gewinn je Aktie betrug damit 31 Cent. Der Umsatz legte 13 Prozent zu auf 13,4 Milliarden Dollar, was leicht über den Erwartungen lag.
Im nachbörslichen Handel gaben Microsoft-Aktien ein Prozent nach auf 31,20 Dollar. Für das laufende erste Quartal rechnet Microsoft mit einem Gewinn je Aktie zwischen 38 und 40 Cent. Analysten hatten hier bisher 38 Cent pro Aktie erwartet. Microsoft hatte wegen Reparaturen für seine Spielkonsolen Xbox 360 eine Abschreibung in Höhe von einer Milliarden Dollar gemacht.
AMD im Preiskampf mit Intel
Der weltweit zweitgrößte Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat angesichts eines massiven Preiskampfes mit Intel das dritte Quartal in Folge rote Zahlen geschrieben. Für das zweite Quartal gab das amerikanische Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss einen Nettoverlust von 600 Millionen Dollar bekannt nach einem Gewinn von 88,9 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Verlust je Aktie betrug dabei ohne Sonderposten 92 Cent. Der Umsatz legte 13 Prozent zu auf 1,38 Milliarden Dollar, was über den Erwartungen lag.
Text: FAZ.Net mit Material von Reuters
Bildmaterial: AP, FAZ.NET
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