Internet

Pixel für Pixel zum Millionär

Pixel-Werbung, millionenschwer

Pixel-Werbung, millionenschwer

11. Januar 2006 Mit einer cleveren Idee hat es der britische Student Alex Tew (21) im Internet ohne großen Aufwand zum Dollar-Millionär gebracht. Alle eine Million Bildpunkte, sogenannte Pixel, auf seiner eigens dafür eingerichteten Homepage waren am Mittwoch für Mikro-Werbeflächen zum Preis von einem Dollar pro Pixel verkauft. „Ich bin völlig überwältigt“, sagte Tew dem Sender BBC. „Das muß ich erst noch verarbeiten.“

Die Pixel waren in Einheiten von mindestens 100 wie warme Semmel weggegangen, kaum daß Tew sie im August auf seiner damals noch leeren „Million Dollar Homepage“ feilbot. Als 999.000 Bildpunkte für jeweils einen Dollar verkauft waren, besann sich der Student aus der südenglischen Grafschaft Wiltshire auf Ebay. Die letzten 1000 Pixel lobte er vor knapp zwei Wochen bei dem Internet-Auktionshaus zur Versteigerung aus.

Kleinste Banner stecknadelkopfgroß

Gebote können noch bis Mittwoch abend 19.42 Uhr Mitteleuropäischer Zeit online abgegeben werden. Nachdem das höchste von weit mehr als 100 Geboten schon am Dienstag bei mehr als 140.000 Dollar lag, rechneten Auktionsexperten für die letzten Stunden mit einem weiteren Anstieg in Richtung der 200.000-Dollar-Marke.

Damit kam Tew schon lange vor dem offiziellen Auktionsabschluß weit über die Million-Dollar-Grenze. Die insgesamt eine Million Pixel seiner Website verkaufte Tew in Einheiten von mindestens 10 mal 10, also 100 Pixel für 100 Dollar. Die kleinsten Banner sind damit nur etwas größer als ein Stecknadelkopf. Per Mouseklick führen sie zu den jeweiligen Homepages von Heiratsvermittlern, Reisebüros, Museen Ausstellungen, Spielcasinos oder halbseidenen Kreditvermittlern.

Insgesamt kauften sich mehr als 2000 werbetreibende Kunden auf der Millionen-Seite von Tew ein. Aufmerksamkeit ist ihnen gewiß. Allein in den letzten sieben Tagen vor dem Auktionsschluß besuchten 1,5 Millionen Onliner die Pixel-Show. Die Idee dazu kam Tew, als er im vergangenen Sommer grübelte, wie er ein teures Wirtschaftsstudium an der Universität Nottingham finanzieren „und dabei noch irgendwie angenehm leben kann“.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: www.milliondollarhomepage.com

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07.12.2009 | 15:59
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