Die Flickr-Fotohändler Stewart Butterfield und Caterina Fake

Web 2.0

Flickrs Deutschlanddebüt wird zum Flop

Eigentlich wollte Yahoo den rund 640.000 deutschen Nutzern seiner Foto-Gemeinschaft Flickr mit einer deutschen Seite etwas Gutes tun. Nun können die deutschen Nutzer einen Teil der Fotos nicht mehr sehen und rufen: Zensur. Yahoo wehrt sich.

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20. Juni 2007 04:23

Flickr zensiert

Adrian Koss (curtisnewton)

Auf Flickr.com gibt es eine Möglichkeit Fotos mit etwas mehr nackter Haut als "moderate" oder bei viel nackter Haut als "restrickted" zu markieren. Flickr droht an, Mitglieder zu sperren, die dieser Regelung nicht folgen - so weit so gut.

In den USA, Frankreich und anderen ländern können erwachsene Nutzer selber entscheiden ob sie diese Bilder sehen wollen oder nicht.

Nur in Singapore, Deutschland, Hong Kong or Korea können die Nutzer diese "moderate" und "restrickted" Fotos nicht mehr sehen.

Und wir reden hier von Fotos, die wesentl. harmloser sind als die Fotos die jedes Kind morgends beim Bäcker auf der Titelseite der Bild sehen kann. Auf die Fotoseiten mancher Künstler mit harmlosen Aktaufnahmen hat man als deutscher Nutzer keinen Zugriff - diese Bilder werden gefiltert.

Das nennt man in China Zensur und das nennt man in Deutschland Zensur.

Dumm nur, daß viele Flickr-Nutzer jetzt das Konkurenzportal kennen lernen: ipernity.com - sieht genauso aus wie Flickr und kann sogar Videos speichern. Und gruppen zum Austausch gibt es dort auch bald.

Ich hoffe allerdings weiterhin, daß Yahoo die Zensur aufgibt und einsieht, daß die deutschen Gesetze falsch interpretiert wurden.

http://www.flickr.com/groups/agains

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