05. August 2005 Europas größter Zeitungsverlag feiert nächstes Jahr seinen 60. Geburtstag. Axel Springer hatte den gleichnamigen Verlag 1946 gegründet und zu einer Erfolgsgeschichte gemacht.
Heute gehören mehr als 150 Zeitungen und Zeitschriften in 27 Ländern zu dem Konzern, darunter bekannte Titel wie Bild, Die Welt, Hamburger Abendblatt, Hörzu oder Bild der Frau. Auch in Frankreich, Spanien, Polen und Russland ist der Konzern präsent, sein China-Geschäft befindet sich im Aufbau. Mehrheitsaktionärin ist die Witwe des Gründers, Friede Springer. Daneben hält auch der Finanzinvestor Hellman & Friedman ein großes Paket.
2,4 Milliarden Euro Umsatz
Der Verlag, der rund 10.700 Mitarbeiter beschäftigt, erreichte 2004 das beste Ergebnis seiner Geschichte. Bei 2,4 Milliarden Euro Umsatz stieg der Gewinn von 215 auf 336 Millionen Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Allerdings machen Gratiszeitungen, stagnierende Anzeigenerlöse und Leserschwund auch Springer zu schaffen.
Springers Kerngeschäft sind die Druckmedien. Daneben ist er auch bei privaten Radiosendern und im Fernsehgeschäft aktiv. Bei der Gründung des ersten privaten Fernsehsenders 1984 gehörte Springer zu den Juniorpartnern. Nach der Pleite von Leo Kirchs Medienimperium 2002 hatte Springer gemeinsam mit dem Heinrich-Bauer-Verlag Pro Sieben Sat.1 kaufen wollen, war aber von dem amerikanischen Investor Haim Saban übertrumpft worden und behielt nur seine Zwölf-Prozent-Beteiligung an der Sendergruppe.
Text: FAZ.NET mit Material von AP
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