
Da ich nie wieder Kunde der Telekom oder ihrer Tochterfirmen sein möchte, war das -wie schon erwähnt- hochüberschätzte iPhone für mich sowieso außer Reichweite. Wer sich allerdings nun dieses sündhaft teure Gerät gekauft hat, beweist für mich eindeutig, dass die deutschen Verbraucher noch weit davon entfernt sind, die Anbieter zu verbraucherfreundlichem Handeln zu zwingen.
Dass Vodafone nun beleidigt ist und ein wenig nachtritt, ist doch wirklich uninteressant und war zu erwarten. Jeder andere deutsche Anbieter hätte auch gerne diese Goldesel als Kunden bzw so ein Statussymbol im Angebot.
Wozu brauchen wir bei solchen Nebensächlichkeiten Einstweilige Verfügungen oder am Ende gar Gesetze, wenn die Bewohner eines 80 Millionen-Landes kurz ihren Verstand anschalten könnten und auch endlich einmal beweisen würden, dass sie wirklich klüger als die angeblich dummen Amerikaner sind? Eine solche Wirtschaftskraft zwingt jeden Konzern zum Umdenken und das gilt für fast alle Branchen.

Sich als schlechter Verlierer zu präsentieren und auf die Rechte der Kunden zu pochen ist wirklich unnötig. Das iPhone wir in Deutschland niemals einen solchen Status bekommen wie in den USA. Dazu sind die Deutschen zu kritisch und zu intelligent. T-Mobile wird auch nicht die von Apple geforderten Stückzahlen verkaufen können. Das heißt Apple wird das iPhone und dann auch die Version 2 über seine Apple Stores verkaufen, freigeschaltet für unterschiedliche Mobilfunkanbieter. Und dann wollen wir mal sehen, wer sein Angebot im Sinne des Kunden macht.

Das Gerangel und die Verkaufspolitik des hochgelobten (und höchstüberschätzten) iPhones ist ein Rückschritt in dem nach langer Zeit endlich in Bewegung geratenen deutschen Mobilfunkmarkt!
Der Trend, sich alle 2 Jahre ein (in der Gesamtsumme gesehen) überteuertes Neugerät anzuschaffen, ist im auslaufenden Jahr durch die Mobilfunk Discount-Angebote durchbrochen worden.
Leider verkörpert die Verkaufspolitik des iPhones durch T-Mobile einen Bruch mit letztgenanntem Trend.
Wenn man den Kaufpreis des Gerätes (399 EUR) und die damit verkoppelten Tarife (mind.49 EUR/Monat für lediglich 100 Minuten Telefonie zzgl.39 Cent für jede weitere Minute) vor Augen hält, dann kommt man bei dem hochgelobten Trendtelefon im Endeffekt auf einen Anschaffungspreis von mind.1575 Euro und konnte für diesen Preis innerhalb der 2 Jahre gerade mal 2400 Min.(das sind 40 Min./Tag) damit telefonieren. Für einen Geschäfts-, aber inzwischen auch Privatkunden, ist das äußerst mager.
Die Geschäftspolitik von Vodafone zeigt widerum, dass sie das Potential des iPhones als Melkkuh des Kundens anscheinend unterschätzt hatten und nun unter "sozialen" Vorwänden versuchen, das Steuer herumzureißen. Sehr durchsichtig, das Ganze!

Thanks!

Komisch, dass Einstweilige Verfügungen immer nur dann eingereicht werden, wenn es schon »zu spät« ist, denn Vodafone hatte ja mehr als genug Zeit, vorher etwas zu tun. Jetzt geht’s wohl eher ums Prinzip und Prestige (so bekommt man schließlich ja auch kostenlose Werbung).

Erst verhandelt Vodafone selbst mit Apple und dann wird unter Vorwänden gegen das Geschäft gewettert?!
Bescheidener Stil, das.
Das signalisiert aber auch, dass das iPhone offenbar gut ankommt und das Konkurrenzprodukt von Vodafone nicht. Samsung wird über die Aktion nicht begeistert sein.