
Die Polarisierung in dieser Diskussion nervt. Es geht nicht darum, prinzipiell Betriebsräte abzuschaffen. Es geht darum, dass die IGM dabei ist, ein äusserst erfolgreiches Unternehmensmodell zu sabotieren. Vielen entgeht dabei, dass es bei SAP bereits Mitbestimmung gibt. Und zwar Mitbestimmung, die über die Rolle der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hinausgeht.
Es gehört auch zur Unternehmenskultur der SAP, dass ein offener, konsensorientierter Dialog zwischen allen Mitarbeitern (unabhängig der Hierarchiestufe) über alle Dinge geführt wird, welche die Mitarbeiter direkt betreffen (nein, Sozialismus haben wir nicht bei SAP; unternehmerische Entscheidungen obliegen auch hier dem Management).
Und jetzt kommt die IGM und will mit allen Mitteln über das Konstrukt Betriebsrat in dieses Unternehmen hinein kommen.
Ich denke, die Gewerkschafts-seitigen Ausführungen sprechen für sich und zeigen deutlich, dass Welten zwischen SAP und IGM liegen..
Es geht hier nicht um uns, die Mitarbeiter von SAP, es geht um einen politischen Kampf, der auf unserem Rücken ausgetragen werden soll. Und das ist für weit mehr als 90% der SAP-Mitarbeiter nicht akzeptabel.
Ein SAP-Mitarbeiter

Aktion Bürgerzorn
Zwei Berichte in der FAZ vom 4. März 2006 machen einen wütend. Die Gewerkschaft ver.di treibt den Konflikt um eine geringfügige Erhöhung der Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst auf die Spitze. Im Endeffekt geht es um das Geld des Bürgers und Steuerzahlers. Wenn man die Berge von Müll in den Städten sieht, fragt man sich, warum sich der Bürger das gefallen läßt. Die gesundheitlichen Risiken der Gewerkschaftsstrategie sind für jeden offensichtlich. In der Stuttgarter Stadtverwaltung mußte ein Betriebshof gewaltsam geöffnet werden, damit man überhaupt etwas gegen Schnee und Eis auf den Straßen tun konnte. In diesem Falle setzen die Gewerkschaften die Verkehrsteilnehmer erheblichen Risiken aus. Bei SAP erwägen Gewerkschaften allen Ernstes, gegen die eindeutige Entscheidung (90 %) der Belegschaft, keinen Betriebsrat zu schaffen, mit gerichtlichen Mitteln vorzugehen. Den Beschäftigten des DGB werden keine Mitbestimmungsrechte eingeräumt.
Allmählich wird es Zeit, daß der Bürger aufwacht und sich gegen diese Zumutungen der Gewerkschaften entschieden und wirkungsvoll zur Wehr setzt. Jetzt ist dafür ein besonders günstiger Zeitpunkt. Den Abfall auf den Straßen in den bestreikten Städten kann man einfach vor den prächtigen Gebäuden der Gewerkschaften abladen. Man könnte auch versuchen, die pompösen Eingangshallen der gleichen Gebäude als „temporäre Kitas“ nutzen.

denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Die Gewerkschaften hasben ausgediehnt. Sie sind nicht in der Lage auf die Bedürfnisse der noch beschäftigten und vor allem auf die der nicht mehr in Lohn und Brot stehenden Menschen einzugehen. Der Arbeitskampf findet nur noch ihrer selbst Willen statt.
Das viele Unternehmen auf Grund der verherenden Forderungen der Gewerkschaften in die Pleite getrieben wurden, will natürlich nienam glauben. Aber es ist Fakt!

Wann lernen die Gewerkschaften endlich dass auch Sie mit der Zeit gehen müssen, d.h. sich verändern müssen?
Wenn Gewerkschaften heute wie vor 50 Jahren auch schon auf Konflikte mit den Arbeitgebern nur mit Streiks antworten, und nicht fähig sind Dialoge zu führen, über Themen vernünftig zu diskutieren und dabei die eigenen Annahmen in Frage zu stellen, dann hat Ihr Untergang schon begonnen!

Herzlichen Glückwunsch an die SAP Mitarbeiter, daß sie sich nicht von firmenfremden Funktionären fremdbestimmen lassen.
Dr. Karl-Heinz Schöter

Kein wunder wenn Mitarbeiter die sehr gut bezahlt und ordentlich verhätschlt werden keinen Betriebsrat möchten. Es gibt Betriebe bei denen eine Gewerkschaftsinitiative mehr Sinn machen würde. Dort aber regiert die Angst vor der Entlassung.

Mich überrascht immer wieder, wie weit die Wahrnehmung der Gewerkschaften sich von der gefühlten Realität in den Betrieben entfernt hat.
Bei einer Abstimmung mit dem Ausgang von einer respektablen Minderheit zu sprechen anstatt sich mal selbstkritisch zu fragen, warum eigentlich 9 von 10 sich gegen eine gewerkschaftliche Einmischung in innerbetriebliche Belange aussprechen zeugt nur zu klar davon, wes Geistes Kind die Gewerkschaften sind.