10. November 2006 Deutschlands zweitgrößter Internetanbieter United Internet hat im dritten Quartal dank des starken Kundenwachstums und Zukäufen Umsatz und Gewinn auf Rekordmarken gesteigert und die bereits erhöhte Prognose für 2006 bekräftigt.
Von Juli bis September habe sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 52 Prozent auf 316,9 Millionen Euro erhöht, teilte das Unternehmen aus Montabaur am Freitag mit. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte der Gewinn auf 69,4 Millionen von 32,1 Millionen Euro zu. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten 319 Millionen Euro Umsatz und ein Ebitda von fast 63 Millionen Euro erwartet.
Steigerungen in allen Geschäftsfeldern
Zu den Steigerungen hätten alle Geschäftsfelder beigetragen, sagte Vorstandschef Ralph Dommermuth. Das Internetzugangs-, Portal- und Webhosting-Geschäft, der mit Abstand größte Umsatzträger, erhöhte die Erlöse um 76 Prozent auf 714 Millionen Euro. Darin spiegelt sich das Kundenwachstum wider: Die Marken GMX, Web.de, 1&1 sowie Schlund + Partner steigerten die Zahl der Kundenverträge Ende September auf 6,13 Millionen von 4,21 Millionen vor Jahresfrist. Das Webhosting-Geschäft - das Verwalten von Internetseiten - entwickelte sich vor allem im Ausland stark, wozu auch die Übernahme der britischen Fasthost im Mai beitrug.
Dommermuth sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dank des neuen Angebots aus Internet, Telefonie und Video auf Abruf habe United Internet im dritten Quartal 130.000 DSL-Kunden gewonnen und werde den geplanten Zuwachs von einer halben Million DSL-Kunden in diesem Jahr sichtbar übertreffen. Um dieses Ziel zu erreichen, müßte United Internet im Schlußquartal noch 200.000 Kunden gewinnen. Ende September zählte das Unternehmen 2,09 Millionen DSL-Kunden.
United Internet hat kein eigenes Netz und vermarktet DSL-Anschlüsse der Deutschen Telekom unter eigenem Namen weiter. Mit den Quartalszahlen hält das Unternehmen Kurs auf ein Rekordergebnis im Gesamtjahr. Nach den bereits erhöhten Prognosen erwartet United Internet ein Umsatzplus von fast 60 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Das Ebitda soll um 80 Prozent auf 230 Millionen Euro steigen. Im selben Umfang soll auch das Vorsteuerergebnis zulegen und am Jahresende bei 180 Millionen Euro liegen.
Text: Reuters
Bildmaterial: dpa, FAZ.NET
Kabinett beschließt Steuersenkungen in ![]()
Kommentar: Über die zweite Mauer
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