Vom stolzen Buch bleibt nur Papiersalat

Heißes Eisen „Makulatur“

Hans-Olaf Henkel wird geschreddert

Abladen, vernichten, pressen, lagern: Ein Riesenschredder macht aus Büchern tonnenweise Toilettenpapier. Wie kommt es dazu? Das Thema „Makulatur“ wird tabuisiert, die Branche hüllt sich in Schweigen. Von Thomas David

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Oktober 2009 09:53

Der Kreislauf der Natur  

Calpo Salmrohr (calpo_salmrohr)

Da sieht man mal, wie Überproduktion und Verschwendermentalität einen ganzen Industriezweig ernähren. Hier werden neue Bücher geschreddert und zu Klopapier verarbeitet, woanders werden fahrtüchtige Autos zu Würfeln gepresst. Alles im Sinne der Konjunktur. Erfreulich übrigens, dass nun auch Herr Henkel mal wirklich was für unsere Wirtschaft geleistet hat. Plötzlich stehen überflüssige Faselbücher von redseligen Honoratioren in einem ganz anderen Lichte da.

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18. Oktober 2009 03:13

Wo man Bücher einstampft...  

Tatiana Schmidt (tatiane)

...stampft man am Ende auch - ich weiß es nicht, aber ich könnte kaum über ein Buch schreiben, es hätte den Schredder verdient. Die vielen Bücher könnten noch verramscht, verschenkt und vor allem gelesen werden, und zwar von Menschen, die sie vielleicht nie bezahlen könnten.

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18. Oktober 2009 00:47

Aufgepasst, ein Reiskorn (@ Herrn Wollheim)  

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

Ähm..... Ja?
2 von über 100 Millionen sind nun wahrlich nicht sooo viel. Die Kosten sind, wie im Artikel bereits erwähnt, zu vernachlässigen, Lagerkosten werden gespart und es wird in Form von Altpapier auch noch ein wenig wieder herausgeschlagen.
Würden sie das falsch herum gebundene Buch kaufen? Und denken Sie, dass sich dazu 50.000 Leute fänden?
Aufgepasst, Ihnen ist da ein Reiskorn von der Gabel gefallen! Nicht dass das verloren geht, Sie müssten glatt eine neue Packung Reis kaufen um das Körnchen zu ersetzen! Welche Verschwendung

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18. Oktober 2009 00:01

Die Überschrift ...  

Stephan Zeller (Stephan.Zeller)

finde ich ehrlich gesagt ziemlich sinnlos. Herr Henkel wurde im ganzen Artikel gerade ein einziges mal erwähnt. Muss man mit dieser Überschrift mehr Leser auf den Artikel locken ?

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17. Oktober 2009 23:58

also da muss ich mich schon wundern..  

Stephan Zeller (Stephan.Zeller)

@Dietrich Wollheim: Glauben Sie dass Verlage außerhalb unserer Marktwirtschaft stehen? Darf es dort nicht genauso unternehmerische Fehlentscheidungen geben, wie andernorts auch ? Und ehrlich gesagt finde ich eine Überproduktion von Büchern relativ unbedeutend gegenüber einer Überproduktionen im Bereich Lebensmittel zum Beispiel. Oder Überproduktion im Automarkt, den wir alle als Steuerzahler irgendwie zu bezahlen haben (und nicht nur die Autofahrenden).
Sollte das ganze Überhand nehmen, wird sich ein Verlag nicht mehr allzulange halten können und das Problem beseitigt sich von alleine.. ob dadurch aber Bücherpreise billiger werden, wage ich zu bezweifeln.
Nun noch zu Ihrem letzten Absatz: Schön, dass Ihnen e-Books soviel Freude bereiten, ich möchte allerdings nicht darauf verzichten, zu meinem Buchhändler zu gehen und gemütlich in dem einen oder anderen Buch - was selbiger mir empfohlen hat - zu schmökern, bevor ich es kaufe. Auch auf den Geruch und die Haptik eines Buches will ich nicht verzichten. Gottseidank denken mehrere Konsumenten noch so und zahlen gerne Geld für ein gutes Buch.

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17. Oktober 2009 23:37

Zerschreddern oder Verramschen?  

Christoph Schulz (Christoph_Schulz)

Die "bücherschonendere" Variante, sich von unverkäuflichen Büchern oder "Restauflagen" zu trennen und Lagerkosten zu vermeiden, besteht für Verlage darin, Titel zu verramschen, d. h. extrem billig an sog. Moderne Antiquariate bzw. Restpostenbuchhändler wie Jokers, Rhenania Buchversand, Kaisers etc. zu verkaufen, welche sie wiederum von der Buchpreisbindung befreit und stark preisreduziert an den Endverbraucher veräußern.
Der Nachteil: oft im Angebot der "Ramschbuchhandlungen" oder auf den Grabbeltischen der Kaufhäuser vertreten zu sein, bringt den Verlagen ein Imageproblem. Außerdem denkt sich der Kunde: Bevor ich wieder ein Buch dieses Verlages zum Neupreis kaufe, warte ich lieber ab, bis er auch diesen Titel am Ende billig verramscht.
Insofern vernichten die Verlage ihre Überschussware lieber.

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17. Oktober 2009 23:36

Zum Glück würden Herrn Wollheims Bücher nie geschreddert,  

Malchus Giersch (der_rote_Hugo)

da sie aufgrund mangelnder Orthographiekenntnisse nie gedruckt würden.

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17. Oktober 2009 23:26

Ich dachte zuerst an Soylent Green  

Susi Sandig (superguppi)

Schade, geht ja nur um Büchr. Da passt eher "Fahrenheit 451".

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17. Oktober 2009 23:22

Hans-Olaf Henkel  

Juri Garkov (JuriGarkov)

warum so exponiert im Titel? Weil er Sarrazin unterstützt?

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17. Oktober 2009 22:09

@ till Troll  

Michael Meier (never1)

....machen Sie es doch einfach besser. Gründen Sie einen Verlag statt in Ihrer Freizeit so etwas sinnfreies zu schreiben.

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17. Oktober 2009 21:50

Buchpreisbindung - ein Skandal für den Schredder  

Hans-Ulrich Müller (humueller)

mit der sehr deutschen Buchpreisbindung werden vor allem Schutzzäune für oligopole Buchhandelskonzerne errichtet, die keineswegs die Lesekultur (nur Bestseller werden geführt!) fördern!
Bücher sind in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern erheblich zu teuer. Damit die hohen Preise bleiben, ist man bereit, Überkapazitäten zu schreddern!!
Es ist eine Schande! Die Buchpreisbindung sollte dringend abgeschafft werden.

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17. Oktober 2009 04:24

Unverschämtheit ... wir bezahlen es!  

Dietrich Wollheim (tillwollheimgmx.de)

Es ist ein Skandal, wenn Bücher geschreddert werden müssen. Wenn man überlegt, wieviel billiger die verkauften exemplare sein könnten, wenn dieser ganze Aufwand der Herstellung und wieder Vernichtung weggefallen wäre. Es gibt doch schon längst Books on Demand. Das muß zur Regel werden. Und E-Books müssen sich endlich mal richtig durchsetzen - aber nicht in dem die Herren Verleger sie mit künstlichen Schutzgeldern uninteressant teuer machen!
Skandalös war ja die Sache mit den Harry Potter Büchern: ein Kinderbuch für 60 DM!! Das ist einfach ein assozialer Skandal - und obwohl diese Bücher keinesfalls besser waren als andere Jugendbücher wurden sie mit einem rafinierten Marketing als "must" in die konsumverseuchten Köpfe der Kinder gepresst. Pfui!! Wozu muß eine Autorin Milliardärin werden! Charakterlos!
Till

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