CD der Woche: Robbie Williams

Allein hinter Schallmauern

Eine Fußballer-Weisheit sagt: „Never change a winning team“. Robbie Williams sollte sich ihrer erinnern, und seinen alten Produzenten und Komponisten Guy Chambers wieder ins Boot holen - sonst droht der Abstieg aus der Champions League. Die CD der Woche. Von Edo Reents

MTV Europe Music Awards

Berlin feiert Beyoncé

Beyoncé ist die große Gewinnerin der MTV Europe Music Awards, sie konnte gleich drei Preise abräumen. Und auch Tokio Hotel freuten sich über eine Auszeichnung. Einen besonderen Auftritt hatte David Hasselhoff, der nicht ganz nüchtern wirkte.

Geschmackvoll ölig: Julian Casablancas

CD-Kritik

Julian Casablancas: Die elfte Dimension

Mit seiner Band The Strokes rettete er einst den gammeligen New Yorker Rock'n'Roll, jetzt treibt es Julian Casablancas erheblich bunter. Sein bemerkenswertes Solodebüt erinnert mit seinen hinterhältigen Melodien und dem pathetischen Gesang an einen böse schillernden Schmetterling. Von Edo Reents

Beinhart: Slayer-Gitarrist Kerry King im November 2008 in Offenbach

Ein neues Album von Slayer

Ich hab' meinen Hass, der hält mich warm

Manchmal schlägt ein alter Mensch ja mit seinem Krückstock die ahnungslose Arroganz eines Enkelkindes in Stücke. So wirken, seit ihr Wüten nicht mehr Jugendkoller, sondern Alterstobsucht ist, auch Slayer: das neue Album „World Painted Blood“. Von Dietmar Dath

CD der Woche: Old Canes

Der schlagende Beweis

Auf glatte Produktion verzichten kann jeder; man muss es aber richtig machen: Chris Crisci spielt mit seinem Projekt Old Canes einen leisen, aber dringlichen Folkrock in der Tradition Will Oldhams. Die CD der Woche. Von Eric Pfeil

Jefferson Airplane 1968 in San Francisco, Grace Slick sticht als zweite von links heraus

Grace Slick zum Siebzigsten

Die verhängnisvolle Schönheit der Provokation

Sie wurde als „selbstbewusste Hurengöttin der Rockmusik“ bezeichnet, und niemand, der ihren Auftritt in Woodstock gesehen hat, wird ihre Aura je vergessen. Grace Slick von Jefferson Airplane predigte Chaos und behielt mit ihrem Alt doch immer die Kontrolle. Von Edo Reents

Mit ein wenig Hilfe von den Freunden: Ian Felice, tonangebend

Frankfurter Folkfestival

Hennen rennen, der Joint springt über

Gelungene Weltflucht ohne Haken und Netz: Die Felice Brothers und A. A. Bondy geben in Frankfurt ein Konzert, bei dem sich keiner um die Pannen schert und alle die gleiche Gitarre benutzen. Selbst der Waschbrettmann darf sie anschlagen. Von Jan Wiele

Einer der größten Popstars unserer Tage?

Robbie-Williams-Konzert

Rampensau mit Hang zum Balladesken

Robbie Williams rief zu einem Gratiskonzert und die Berliner strömten in Scharen. Nach zweijähriger musikalischer Pause meldete sich der Brite zurück auf der Bühne, um sein Album „Reality Killed The Video Star“ zu promoten. Von Sven Beckstette, Berlin

CD der Woche: Westernhagen

Ein Mann mit Risikoversicherung

Nach fast fünf Jahren hat Westernhagen wieder eine Platte gemacht - ohne seine alte Firma, aber dafür mit amerikanischen Vollprofis. Das Ergebnis kann sich hören lassen, und auf die Texte muss man ja nicht so genau achten. Von Edo Reents

Inbrünstige Songs von Hoffnung und Verzweiflung: Mumford & Sons

Pop: Mumford & Sons

Das Liebes-Investment

Auch in den tiefsten Kerker der Seele dringt noch ein Lichtstrahl: Die Londoner Folkrockband Mumford & Sons ist gekommen, um uns von unserer Verzweiflung zu erlösen. Selten hat Musik zuletzt zu solchen Hoffnungen Anlass gegeben. Von Richard Kämmerlings

Schluss mit dem Totenkopf-Image: Sido ist dabei, sich neu zu erfinden

Sido im Interview

„Ich möchte in den Himmel“

Rapper Sido polarisiert - nicht nur in Musikerkreisen. Im Interview spricht er über das Märkische Viertel in Berlin, sein neues Album „Aggro Berlin“ - und den wachsenden Wunsch nach Gediegenheit, der mit dem Alter kommt.

CD der Woche: Flaming Lips

Das Universum, das Leben und der ganze verdammte Rest

Die Flaming Lips orientieren sich jetzt an dröhnenden Meilensteinen wie dem Weißen Album der Beatles und „Physical Graffiti“ von Led Zeppelin - tönender, dröhnender Pop für die Erwachsenen von heute. Von Alexander Müller

Al Martino, 1927 - 2009

Zum Tod von Al Martino

Das Gift der süßen Stimme

Mit „Spanish Eyes“ schnappte er Freddy Quinn die Weltkarriere vor der Nase weg, im „Paten“ spielte er dann den schmierig-charmanten Italo-Amerikaner: Nun ist Al Martino mit zweiundachtzig Jahren gestorben. Von Edo Reents

Der Funk ist seine Ware: Jan Delay

Jan Delay in Köln

Es ist Funk – na und?

Keiner feiert so stilvoll und hysterisch wie er: In Köln treibt der Rapper Jan Delay den offenen ideologischen Widerspruch und den Funk auf gleichermaßen hohes Niveau. Von Eric Pfeil

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