Lo-Fi ist eine in den neunziger Jahren populär gewordenen Spielart, die das große Studio durch einfache Produktionsmittel ersetzt: Der Amerikaner Karl Blau ist als Songschreiber und Produzent einer der wenigen, die das auch live beherrschen. Von Eric Pfeil
Jack White schien seiner Rolle als Lordsiegelbewahrer ein wenig überdrüssig. Das Livealbum seiner Hauptband White Stripe erinnert uns daran, wie gut er sie zu spielen vermag. Niemand scheppert so famos wie diese Band. Von Eric Pfeil
Konsequent erfolglos: Die kanadische Hardrock-Band Anvil ist der Inbegriff einer tragisch gescheiterten Band. Nun erzählt ein Dokumentarfilm die Geschichte von Steve Lips Kudlow und Robb Reiner, zeigt, wie weit Freundschaft tragen kann. Ein Film nicht nur Musikfans. Von Eric Pfeil
Frankreich geht mit einem neuen Gesetz hart gegen Internet-Piraterie vor: Es drohen hohe Geldbußen, Gefängnis und die Sperrung des Internetzugangs.Der Betreiber einer Internettauschbörse für Musiktitel wurde gerade zu 20.000 Euro Strafe verurteilt. Verschiedene Netzbürgerinitiativen wehren sich gegen das neue Gesetz.
Englands Jüngste sind trotz ihres jugendlichen Überschwangs schon ziemlich altklug: Der Bombay Bicycle Club rockt Köln nieder - und erweist sich als beste Newcomer-Band seit Jahren. Von Eric Pfeil
Der Popmusiker Mark Linkous, besser bekannt unter dem Namen Sparklehorse, hat im Alter von 47 Jahren Selbstmord begangen. Im vergangenen Jahr sorgte seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur David Lynch und Danger Mouse von Gnarls Barkley für Aufsehen. Von Richard Kämmerlings
Und das nennt sich nun eine virtuelle Band: Britpop-Held Damon Albarn hat für den dritten Streich seines Gorillaz-Projekts scheinbar vergessene Musiker wie Bobby Womack und Lou Reed gewonnen. Das Ergebnis führt uns vor Ohren, wie kurz das Pop-Gedächtnis ist. Von Sven Beckstette
Bild für Bild Jan Delay und Silbermond sind die großen Gewinner der Echo-Verleihung 2010. Ausgezeichnet wurden auch Peter Fox, Robbie Williams und Xavier Naidoo. Die Tickets für die Preisverleihung waren in nur sieben Minuten ausverkauft gewesen.
Hat der Produzent Rick Rubin sich damit endgültig der Leichenfledderei schuldig gemacht? Johnny Cashs American Recordings, Teil VI, sollen wieder mal die finalen sein und handeln nur noch von Kreuz, Tod und Gruft. Die CD der Woche. Von Edo Reents
Weshalb auch sollte Perfektionismus in der Popmusik ein Makel sein? Zumal in diesem Fall, schließlich ist Entschleunigung das Charakteristikum der offenen Bristoler Band um Robert Del Naja und Grant Marshall, die für ihre Stücke jeweils die idealen Sänger verpflichtet. Von Oliver Jungen
Angenommen, man hätte Helene Hegemann in den Berliner Club Berghain hineingelassen: Was hätte sie dort zu hören bekommen? Techno vom Feinsten, wie etwa das neue Album von Pantha Du Prince alias Hendrik Weber, der dort Stammgast ist. Von Alard von Kittlitz
Er gab der Hip-Hop-Generation die Blaupause: Soulveteran Gil Scott-Heron, der wichtigste afroamerikanische Pop-Poet der vergangenen Jahrzehnte, meldet sich mit dem phänomenalen Album I'm New Here zurück. Von Jonathan Fischer
Sie wollen die Vorherrschaft über die Tanzclubs, und mit ihrem zweiten Album wird es der New Yorker Band Yeasayer wohl auch gelingen: Odd Blood ist ein cleverer, tolldreister Streich. Von Alexander Müller
Anlässlich des Black History Month Februar trafen sich Bob Dylan, Joan Baez und andere Bürgerrechtsveteranen im Weißen Haus. Sie sangen, Morgan Freeman rezitierte Texte. Man suchte gemeinsam die Bewegung und war der Ansicht, Präsident Obama könne mehr dafür tun. Von Jordan Mejias, New York