Der Erfolg von „Tokio Hotel“

Das Ende der Kindheit

Bildergalerie Kinder- und Jugendbands bescheren der kriselnden Musikbranche einen sensationellen Boom. Allen voran die Schülerband „Tokio Hotel“. In ihrem Fahrwasser tummeln sich aber schon neue, noch jüngere Bands.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. September 2006 12:25

Kann man auch anders sehen

Hans Andres (Rocky41)

Na ja, junge Bands gab es schon immer. Erinnertr sich noch wer an die "Teens"? Das war 1978, die Jungs machten Status Quo nach, waren die helden der Bravo, die schon immer Musik und Sex verbunden hatte und waren zwsichen 13 und 15, also recihclich viel jünger als "Tokio Hotel".

Es ist doch nur so, daß Kinder und Jugendliche ganz leicht beeinflussbar sind, Hauptsache, sie müssen nicht machen, was ihre Eltern sagen. Und wenn die Musik härter wird und die texte aggressiver - meien Güte erinnert man sich noch an Punk? Der kam auch als die Pop-Musik so weichgespült wear wie nie.

Hier ein Auszug aus "Bodies" von den "Sex Pistols":

She was a girl from Birmingham
She just had an abortion
She was a case of insanity
Her name was Pauline she lived in a tree
She was a no one who killed her baby
She sent her letters from the country
She was an animal
She was a bloody disgrace !

Also, was ist eigentlich neu?

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02. September 2006 13:27

war das nicht immer schon so?

frank müller (BigWhoop)

kinderstars hat es ja wohl schon immer gegeben, nur das sich der musikalische stil verändert hat. es ist zwar fraglich ob es sinnvoll ist jugendliche als eine art sexsymbol aufzubereiten und zu vermarkten, letztendlich gibt es aber sex an jeder straßenecke. plakatwerbung, jugendmagazine, etc und alle spielen sie mit dem bedürfniss jung und sexy zu sein. das die kids sich ventile für ihre tanzenden hormone suchen ist nachvollziebar und aus meiner sicht nicht so schlimm. es ist herrscht doppelmoral, zwischen dem was 14jährige ausüben und dem was sie visuell konsumieren dürfen. ich halte diesen artikel für stimmungsmache über ein thema, welches keinen belang hat. wo ist die brisanz? die jugend ist aufgeklärter den je, nur den eltern macht das angst. war da die eigene jugend vielleicht noch um einiges puritanischer als heute? oder war die sexuelle komponente nur nicht so offenkundig? schreck lass nach... meine 13jahrige tochter interessiert sich für sex... und jetzt?

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02. September 2006 04:54

Trifft den Punkt

Hans Soest (Mallon)

Tut gut. Ein Artikel, der nicht moralisert sondern die Sache beim Namen nennt.
Ich bezweifele zwar, dass die Entwicklung auf Deutschland beschränkt ist (in Japan gibt es Teile davon schon seit Jahren). Aber die Kernaussage bleibt richtig, die Erwachsenen verpassen da eine für unsere Gesellschaft möglicherweise ganz wichtige Entwicklung.

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01. September 2006 20:16

Es war ein mal...

Daniel Wiebke (Izzoo)

Abgrenzung ist schön und gut. Aber dass sich junge Erwachsene, wie es so schön euphemisiert heißt, zu denen ich (leider) auch gehöre, gegen ihre Eltern mithilf von Bands abgrenzen, ist doch eindeutig. Für mich sieht es wie folgt aus: die heutigen Jugendlichen werden nicht schneller erwachsen. Sie übernehmen nur auf peinliche Weise manche Dinge. Allein dass sie sich auf diese Art und Weise abgrenzen wollen, zeigt, dass sie noch in der Pubertät stecken.

Früher wie heute gab es Abgrenzung. Mir gefallen ehrliche Bands wie die Böhsen Onkelz, die sich abgrenzen, sehr viel besser. Immerhin ist es authentisch und nicht so ein hirnloser Schrott wie Tokio Hotel.

Daniel (17)

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