Fand nicht die perfekte Welle: “Juli“-Sängerin Eva Briegel

Die Band „Juli“ in Köln

Ach, Eva, nicht so keck bitte!

Die Band „Juli“ ist Belieferer für das Frühstücksradio, Preisabräumer und Top-Ten-Garant in einem. Doch mehr als behaglichen Poesiealbum-Rock bietet sie nicht. Zum Tourstart zeigt sich das Quintett auf ziemlich flachem Niveau.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Januar 2007 13:28

Aber Hr. Heimes

Holger Brandes (morini)

Ob Ihre Wirklichkeit gut oder schlecht ist müssen Sie
wohl oder übel selbst beurteilen.
Was allerdings hat die Band JULI damit zu tun?

Die Band JULI macht Musik. Nicht mehr und nicht weniger.
Manchen (hier besser: Vielen) gefällt diese Musik.
Manchen auch nicht. Genauso ist das bei Musik,
Literatur, Kunst etc. und das gehört auch so.
Mir stellt sich die Frage warum einer der Tocotronic gut findet
und JULI offenbar nicht, sich berufen fühlt zu einem JULI-Konzert zu gehen und eine Konzertkritik zu schreiben.
Eine Band macht Konzerte für Menschen die bereits sind Eintritt für diese Konzerte zu bezahlen. Üblicherweise mögen
diese Menschen die Musik dieser Band. Das Menschen
die eine Band nicht mögen deren Konzerte nicht gut finden,
verändert meine Wirklichkeit jedenfalls nicht!

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25. Januar 2007 11:52

Aber wenn's trotzdem flach ist, Frau Neumann?

gisbert heimes (gisbert4)

Juli trifft den Nerv der heutigen Jugend, ok, und die Limbostange des Autors hängt falsch... aber ist die Wirklichkeit damit schon gut? Hm.

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25. Januar 2007 10:26

Nonkonformistenkonformismus

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Weshalb muß eine Band schwermütige Pessimistenklischees bestätigen? Weswegen muß eine Band mit ihrer Musik die Welt verbessern wollen? Warum muß eine Band leugnen, daß sie aus wohlgeordneten Verhältnissen kommt und eben nicht aus ausgemergelten Straßenratten mit Drogen- und Strichvergangenheit besteht?
Welche Gruppen hält der Autor denn für nicht langweilig? Juli macht Popmusik. Das ist keine Rebellion, keine Sozialarbeit, kein Entwicklungshilfeprogramm in Schwarzafrika. Das ist Unterhaltung. Wer tadelt eigentlich Norah Jones für ihr todlangweiliges, völlig belangloses Gedudel?
Eine ehrliche "Uns geht's gut!"-Haltung ist mir allemal lieber als BAPsche Schema-F-Betroffenheit oder die "Wir sind gegen alles!"-Attitüde möchte-gern-alternativer Studentencombos.
Die Limbostange, die der Autor auflegt, hängt wohl nicht in der heutigen Zeit und damit schief. Eine Kapelle wie Ton Steine Scherben ist ohne die Nach-68-Zeit unvorstellbar und hätte heute keinen Erfolg. Eine Band wie Juli trifft den Nerv der zeitgenössischen Jugend. Wenn das nicht der Nerv des Autors ist, kann er die Oberflächlichkeit der Postmoderne beklagen, Tocotronic überinterpretieren und bei Bob Dylan von alten Zeiten schwärmen.

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25. Januar 2007 09:31

Vielen Dank

F. Becker (flobec)

Vielen Dank für die Worte "teestubig" und "Pusteblumen-Melancholie". Schön.

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25. Januar 2007 00:37

Trivial oder einfach Emotional?

Nils Müller (Weltenkreuzer)

Ich selber habe beide Alben der Band und bin hin und her gerissen. Es stimmt, die Texte klingen ein wenig nach Poesiealbum und auch musikalisch zeichnen sich Juli nicht gerade durch hohe Komplexität aus und trotzdem gelingt es einigen Liedern immer wieder, mich zu packen. Vielleicht, weil sie einen Nerv treffen. Nicht nur bei mir, sondern auch bei all ihren Fans.

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24. Januar 2007 20:16

ich persönlich finde diese band besch*****, ABER...

Sebastian Arndt (BillTuer2)

...das kann doch jeder mit sich selbst ausmachen. niemand MUSS diese band hören (niemand MUSS radio hören).
und wer erwartet von juli niveau, und im bezug auf was?
es ist schmalzige urlaubsmusik, nicht mehr und nicht weniger! wem's gefällt...

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