Lieber Herr Reents,
es freut mich, dass Sie nach Herrn Daths Weggang den Vorsitz des FAZ-Madonna-Fanclubs übernommen haben. Allerdings bedaure ich zutiefst, dass er anlässlich des neuen Albums keinen Gastauftritt mehr haben durfte, da seine letzten Madonna-Artikel (auch zus. mit A. Platthaus) tatsächlich mit das origenellste waren, was ich bislang in Zeitungen über die "Chefin" (Dath) lesen durfte. Leider fehlt mir in Ihrem Artikel Daths überaus eloquente Glaubwürdigkeit, auch frage ich mich, was genau in ihrer anekdotischen Rezension mit sanfter Ironie geschrieben ist (etwa die "breitbeinige" Erstrezeption der Platte?) und was nicht. Dann wundere ich mich auch, dass einem renommierten FAZ-Redakteur das nicht möglich war, was abertausende Ottonormalhörer vorab schon konnten, nämlich das Album bereits vor der offiziellen Veröffentlichung in den halblegalen Untiefen des Webs zu hören. Gleichwohl teile ich Ihre Meinung über den musikalischen Gehalt des Albums, gestehe, dass der szenische Rahmen meines gestrigen Kaufs ähnlich war wie der Ihre - allerdings würde ich das niemals zum Thema eines offiziellen Presseartikels machen, da so etwas - vorsicht Autoreferentialität! - eher in einen solchen Blog passt...
wie kann man da noch wiederstehen?
