Das wäre diese Gesellschaft wohl gerne inkl. Herr Pfeil.
„Leben und leben lassen“ – wie wäre es damit?
Blunt ist Geschmackssache. Man geht hin, hört hin - oder lässt es.
Die, die etwas dazwischen tun, sich also nicht entscheiden können,
die meckern. Genau solche Menschen braucht die Welt nicht.
Auch nicht die FAZ in Form eines Musikkritikers, oder?
Man kann James Blunt schlecht finden (was ich nicht tue), aber man muss nicht so reintreten. Dieser Beitrag ist in seiner Schärfe der Darstellung für die FAZ unangemessen.
Super-Konzert-Kritik. Selten so gelacht. Ich verstehe -ehrlich gesagt- nicht, warum sich z.B. mein Haus-Sender NDR2 so sehr um diesen Schnarcher bemüht und andauernd seine Platten dudelt. Nicht zum Aushalten! Das Konzert muss ja grottig gewesen sein!
Ich möchte einem meiner Vorschreiber hier für die Idee danken: diese Rezession sollte auch beim NDR gelesen werden, damit die Lobhudelei über Blunt endlich aufhört. Danke! Gruß an alle Musikliebhaber...
Dank an den Rezensenten. Arroganterweise darf ich bekannt geben, dass sich ein sehr ähnliches Urteil in mir schon bildete, als ich den ach so authentischen Künstler das erste Mal irgendwo im Fernsehen vorgeführt bekam. Gott, so trostlos...
Die vielen witzigen Formulierungen wirken da allerdings beinahe vergeudet an einen ziemlich unwürdigen Gegenstand.
Nun Sie, lieber Leser Bräuß:
Robbie Williams ist ein genialer Entertainer, Punkt
Natürlich hat der höchstwahrscheinlich einen ziemlichen Knall. Wie sollte er auch sonst ein genialer Entertainer sein?
Und bitte: Von "Echter Unterhaltung" zu schwadronieren und das auch noch als Ausweis des (eigenen?) "Erwachsenseins" zu verkaufen, das finde ich nun wieder recht jugendlich, vielleicht sogar neurotisch - jedenfalls aber ganz trostlos todlangweilig.
Merke: Dünkelhafte Überheblichkeit ist NICHT Trumpf.
Und das sagt jemand, wohl verstanden, der sich z.B. an einem Streichquartett von Beethoven oder Bartok oder Shostakovich - uiuiui - erfreuen kann.
Aber manchmal muss es eben trotzdem Robbie Williams sein, oder - wenn wir schon in diese Richtung schauen: - Frank Sinatra.
Ja, da müssen Sie jetzt durch, das Leben kann hart sein. (Womit wir wieder bei James Blunt wären...)
James Blunt muss wohl als solche bezeichnet werden, wenn einschlägige Lexika Pop heutzutage gängig als „populäre Musik“ bezeichnen und gleich die Definition "beliebte und kommerziell erfolgreiche Unterhaltungsmusik mit einfachen Melodien" hinterherschieben. All das trifft auf James Blunt zu, wie die Faust aufs Auge, weswegen der Verriss zwar sprachlich ganz hübsch zu lesen sein mag, dennoch nichts anderes darstellt als wütend Eulen nach Athen zu tragen. Popmusik ist halt ein zu einfaches Ziel und wird von solcher Dresche auch nicht intelligenter, raffinierter oder aussagender. Aber das Will sie ja offenbar auch gar nicht. Und schließlich sind die Menschen verschieden und nicht alle können oder wollen sich tagein, tagaus mit Anspruchsvollerem beschallen lassen...
und bitte schickt Eure Rezession an alle Radiostationen die uns armen Hörern diesen Schwachsinn als Star und die mit ihren (also vornehmlich unseren Gebühren) Geldern gesponserten Konzerten als Megahype verkaufen wollen. Vorschlag um es auf die Spitze zu treiben Mr. Blunt und Hr Cicero in einem gemeinsamen Konzert, da hat man's dann endgültig hinter sich.
Treffer ins Schwarze, Herr Pfeil! Vielen Dank. Aber: ich unterstelle Ihnen, dass die Zeit für den wunderbaren Artikel mehr dazu diente, vereinzelte, vor Unverständnis kopfschüttelnde Menschen zusammzubringen als musikalische Abgründe aufzutun, denn das schaffen die Ohren samt nachfolgender Verarbeitung der Hörer allein. Dennoch: Das ist mehr, als man von einem sehr guten Artikel über schlechte Musik erwarten darf. Danke. Eine Anmerkung sei mir noch gestattet: Ich bin 28 Jahre, gesellig, offen und tolerant. Auch in Bezug auf Musik. Ja, ich gebe sogar zu, tief ghettoisierten Rap zu hören (also die musikalische Form hinausgezögerter Pubertät). Und Gefühle, ganz gleich, ob sie nachzuvollziehen sind oder nicht, sind zumindest immer ehrlich, ja, sie können gar nicht anders. Aber der Unterschied: Bei Rappern wissen wir vorher, in welcher, auch emtionalen, Zwangssituation sie stecken. Bei James Blunt sieht man es auch durch ihren Artikel.
In England gibt es gute Radiosender die damit werben, keine James Blunt Songs im Programm zu haben. Das sagt wohl alles!
Dito, ich kann mich sowohl dem Bericht als auch dem anderen Kommentar nur anschließen! Allerdings ist auch James Blunt nicht alleine, er steht in einer Riege mit vielen weiteren sog. Popstars (Natasha Bedingfield et al.). Sie bringen leider mit ihrer Musik auch diejenigen in Verruf, die wirklich guten Pop machen oder gemacht haben, so dass "Pop-Musik" mittlerweile fast ein Schimpfwort geworden ist und jemand, der gesteht, gerne Pop-Musik zu hören, nur noch belächelt wird!
Jedes Mal, wenn dieses gutmenschelnde Nerv-Getröte auf WDR2 gespielt wird - und es wird leider sehr oft gespielt!!! - schalte ich diesen grauenhaften Kennst-Du-eines-seiner-Liedchen-kennst-Du-alle-Singsang ab. Ich habe mich bisher stets gewundert, warum diese Einzeller-Musik von aller Welt so hoch gelobt wird.
Nach Ihrem heutigen Kommentar weiß ich zumindest: ich bin nicht allein ;-)
Herzlichen Dank dafür!
