Teheran hat eine Frist der Internationalen Atomenergiebehörde verstreichen lassen, ohne sich zu deren jüngstem Vorschlag im Atomstreit zu äußern. Moskau dagegen billigte ausdrücklich den Entwurf des IAEA-Generaldirektors El Baradei.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat Iran, Russland und Frankreich bis Freitag Zeit gegeben, den Entwurf eines Rahmenabkommens zu prüfen.Teheran lässt Bereitschaft erkennen, sich vom Großteil seines bisher angereicherten Urans zu trennen.
Die westlichen Staaten gehen mit geringen Erwartungen in die Sechsergespräche zum iranischen Atomkonflikt in Genf. Iran will dort nicht über sein Atomprogramm sprechen. Die Sechsergruppe wird abermals mit schärferen Sanktionen drohen.
Zum Abschluss seiner Raketentests hat Teheran Mittelstreckenraketen erprobt, die mit einer Reichweite von zweitausend Kilometern israelisches Gebiet erreichen könnten. Interessantes Timing, denn Israel begeht heute das größte Fest im jüdischen Kalender: den Versöhnungstag.
Iran verfüge sehr bald oder bereits jetzt über genug niedrig angereichertes Uran, um in relativ kurzer Zeit eine Nuklearwaffe zu bauen, sagt Washingtons Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde. Teheran bietet indes Gespräche an.
Brief an den UN-Sicherheitsrat: Nordkorea ist dabei, nukleare Brennstäbe wiederaufzuarbeiten. Das gewonnene Plutonium werde für Atomwaffen verwendet. Washington nennt das Geständnis besorgniserregend. Von Petra Kolonko, Tokio
Weil Bundeskanzlerin Merkel in einem F.A.Z.-Gespräch weitere Sanktionen gegen Teheran erwogen hat, will das iranische Parlament die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland überprüfen. Der iranische Abgeordnete Karami bezeichnete die Bemerkungen Merkels als Psychokrieg gegen sein Land.
Nach der Begnadigung der beiden amerikanischen Journalistinnen in Nordkorea, hat Präsident Obama das kommunistische Land abermals aufgefordert, sein Atomprogramm aufzugeben. Bill Clintons Reise dorthin bedeute keine Lockerung des Drucks.
Spezial Nordkorea hat nach der Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen seinen jüngsten Atomtest mit dem Bau weiterer Atomwaffen gedroht. Kurz zuvor hatten die Vereinten Nationen - mit Unterstützung Chinas - Pjöngjang dazu aufgefordert, sein Atomprogramm sofort zu stoppen. Die Resolution 1874 kann notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il hat Medienberichten zufolge seinen jüngsten Sohn als Nachfolger bestimmt, was offiziell nicht bestätigt wird. Zudem trifft das Regime anscheinend Vorbereitungen für einen weiteren Raketentest.
Das kommunistische Nordkorea trifft nach Medienberichten Vorbereitungen für den Test einer Interkontinentalrakete, die theoretisch die Vereinigten Staaten erreichen könnte. Washington verlegt Kampfjets nach Japan.
Das internationale Entsetzen wegen seines Atomwaffentests am Montag lässt Nordkoreas Diktator Kim Jong-il offenbar kalt: Er provoziert die Welt weiter - und ließ am Dienstag abermals zwei Kurzstreckenraketen testen. Der UN-Sicherheitsrat, der den Atomtest scharf verurteilt hatte, arbeitet nun an einer weiteren Resolution gegen Nordkorea.
Nordkorea jagt die UN-Inspektoren aus dem Land. Auch Iran hält an seiner Nuklearpolitik fest. Obama aber spricht von einer atomwaffenfreien Welt. Die netten Töne des neuen Präsidenten finden wenig Wiederhall. Wie lange kann er diese Strategie noch verfolgen? Von Klaus-Dieter Frankenberger
Nordkorea hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde alle UN-Inspektoren des Landes verwiesen und reaktiviert seine Atomanlagen. Washington fordert, provokative Drohungen zu unterlassen.