Atomstreit mit Iran

China lehnt härtere Sanktionen ab

Livni: “Wir können uns einen nuklearen Iran nicht leisten“

Livni: "Wir können uns einen nuklearen Iran nicht leisten"

30. Oktober 2007 China hat schärfere Sanktionen gegen Iran wegen dessen umstrittener Atompolitik abgelehnt. Während des Besuches von Israels Außenministerin Zipi Livni in Peking sagte der Sprecher des Außenministeriums, Liu Jianchao, am Dienstag, eine Lösung der Atomfrage auf diplomatischem Wege sei „der beste Weg“. Iran suche derzeit selbst das Gespräch. „Deswegen sollten wir nicht Sanktionen verhängen, die die Situation verschärfen könnten.“

Nach ihren Gesprächen mit Ministerpräsident Wen Jiabao und Außenminister Yang Jichi wiederholte Livni ihre Forderung nach einem schärferen Vorgehen gegen Teheran. „Wir glauben, dass sich die Welt einen nuklearen Iran nicht leisten kann.“

Iran habe keine Angst vor Drohungen

Unterdessen glaubt der iranische Präsidenten Mahmud Ahmadineschad, dass die jüngsten, von den Vereinigten Staaten gegen sein Land verhängte Sanktionen keinen Erfolg haben werden. Die Strafmaßnahmen könnten weder Iran Schaden zufügen, noch würden sie von anderen westlichen Staaten unterstützt, zitierte ihn das iranische Staatsfernsehen. Die Vereinigten Staaten hatten vergangene Woche die weitreichendsten Sanktionen gegen Iran seit der islamischen Revolution vor fast 30 Jahren verhängt und damit im Alleingang den Druck auf Teheran weiter verschärft. Iran habe keine Angst vor Drohungen und werde weiter sein Atomprogramm verfolgen. Die iranischen Streitkräfte bezeichnete er als „heilige Krieger, die für den Weg Gottes kämpfen“.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist zu einem Besuch nach Teheran gereist. Dort will er mit Ahmadineschad zusammentreffen, sagte Lawrow vor seiner Abreise in Moskau. Lawrow will auch Fragen zur Fertigstellung des von Russland gebauten Atomkraftwerks in Buschehr erörtern. Moskau hatte die Lieferung von Kernbrennstäben für den ersten iranischen Atomreaktor an eine lückenlose Überwachung seitens der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geknüpft.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP

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