
Ist das die Frage, die man sich beim Lesen des Artikels stellen soll? Es war zumindest meine erste Assoziation... Und muss ich mit mit 32 Jahren alt fühlen, wenn ich für Blogs, Bildchen- und Musikplattformen keinerlei Begeisterung / Bewunderung aufbringen kann?

Als ein Subjekt des letzten Jahrhunderts (Baujahr 1953) versuche ich (auch über die FAZ!) Gedankenwelten, Wert- und Zielvorstellungen der nach mir Geborenen zu verfolgen und zu verstehen. Obwohl ich seit 1980 eigene Computer besitze und intensiv nutze, wird mir aufgrund deren Auswirkungen auf die Jahrgänge nach mir mulmig zumute, denn ich beobachte: „Freundschaften“ werden verwechselt mit „Kontakten“ in Outlook. Texte und Fotos dienen dem Narzißmus des Verfassers. Bindungen in Form traditioneller Lebensgemeinschaften (Ehe) werden tendenziell selten. Soll ich Lisa nun bewundern oder bedauern? Oder bin ich nur ein alter Trottel, der die Welt nicht mehr in ihrer bunten Vielfalt versteht? Warum hätte ich Sie suchen sollen? In neun verschiedenen Portalen? Mir scheint, das Anliegen von „Pro Reli“ (Seite 33 des gleichen Feuilletons, unten) zielt genau in diese Richtung: Gebt den folgenden Generationen das Grundwissen über unsere Entwicklung schon in der Schule zur Verkostung! Egal ob sich das Fach Reli oder Ethik nennt, aber es muß Pflicht sein.

Auch bei Twitkrit ist Lisa Rank natürlich schon aufgefallen - und wir haben Wesentliches zu ihrer realen Welt beizutragen.

Welche Spuren hinterlasse ich, was bleibt im virtuellen Raum vom Selbst? Und welche Vorstellung bildet sich von einem Menschen?