Die amerikanische Außenministerin Rice hat mit einem Besuch im Erdbebengebiet von Sichuan der chinesischen Führung Anerkennung für ihren Umgang mit der Katastrophe ausgesprochen. Seit dem Erdbeben, aber auch seit den Unruhen in Tibet, ist Frau Rice die erste ranghohe Repräsentantin der amerikanischen Regierung, die China besucht.
Gordon Brown hat es nicht leicht: Von seinem Vorgänger Tony Blair hat er viele umstrittene Projekte geerbt - aber nicht die Fähigkeit, sie ans Volk zu bringen. Nun kämpft er ums politische Überleben. Rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt verschärft sich die Krise der Labour-Partei. Von Johannes Leithäuser, London.
Wie die israelische Armee mitteilte, wird der Grenzübergang Sufa geöffnet. Rund 80 mit Lebensmitteln und Hilfsgütern beladene Lastwagen sollten im Laufe des Tages die Grenze passieren. Die Waffenruhe bleibt indes brüchig.
Wer das Wahlkampflied der Regierungspartei nicht beherrschte, dem wurde es mit Knüppeln eingebleut. Der Urnengang in Zimbabwe war die Parodie einer Wahl, doch die internationale Gemeinschaft reagiert wie immer: mit Wortgetöse. Von Thomas Scheen, Johannesburg
Während der UN-Sicherheitsrat nach der Wahlfarce in Zimbabwe Sanktionen ankündigt, lehnt die Afrikanische Union das ab. Vielmehr müssten Präsident Mugabe und die Opposition an einen Tisch geholt werden.
Nach monatelangem erbitterten Wahlkampf Seite an Seite: Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama und seine unterlegene Konkurrentin Hillary Clinton sind zum ersten Mal gemeinsam bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten.
Mehr noch als im Verbotsverfahren gegen Erdogans regierende AKP zeigen sich im unaufhaltsamen Niedergang von Atatürks Republikanischer Volkspartei die Symptome der politischen Krise der Türkei. Zum Schutz der kemalistischen Staatsideologie setzt CHP-Chef Baykal auf Militär, Justiz und Ellbogen. Von Rainer Hermann, Istanbul
Wie angekündigt hat Nordkorea den Kühlturm des Atomreaktors von Yongbyon gesprengt. Damit will das Regime in Pjöngjang demonstrieren, dass es die Vereinbarungen zum Abbau des Atomprogramms einhält. Washington will Nordkorea nun von der Terrorliste streichen, bemüht sich aber den Eindruck vorschneller Zugeständnisse zu zerstreuen.
Genau ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der britische Premierminister Gordon Brown abermals eine schwere Niederlage erlitten: Seine Labour-Partei stürzte in einer Nachwahl zum Unterhaus auf den fünften Platz ab und rutschte damit noch hinter die rechtsextreme BNP.
Ein neues Grundlagenabkommen wollen Russland und die EU bei ihrem Gipfel im sibirischen Chanti-Mansijsk in die Wege leiten. Nach dem Ende der Amtszeit Präsident Putins hoffen die Europäer auf verbindlichere Beziehungen mit dessen Nachfolger Medwedjew.
Waffenbesitz, Guantánamo oder Todesurteile für Kinderschänder: Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat über heikle Themen zu entscheiden, die das Land spalten. Auch die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten müssen Position beziehen. Im Falle seines Einzugs ins Weiße Haus dürfte Obama allerdings kaum einen Linksruck des Supreme Courts bewirken. Von Katja Gelinsky, Washington
In Zimbabwe hat die umstrittene Wahl begonnen, mit der sich Präsident Robert Mugabe im Amt bestätigen lassen will. Der seit 28 Jahren regierende Amtsinhaber ist der einzige Kandidat, nachdem sich Oppositionsführer Tsvangirai wegen der Repressalien durch Mugabes Schergen von der Stichwahl zurückgezogen hat.
Die Provinhauptstadt Peshawar wird weiter von Islamisten belagert, doch die pakistianische Regierung in Islamabad setzt auf verbale Härte gegen die einstigen Friedenspartner. Ob das hilft, ist allerdings fraglich Von Jochen Buchsteiner
Es ist ein erbitterter Streit, der Amerika spaltet. Nun hat die Waffenlobby einen großen Erfolg erzielt. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat entschieden, dass die amerikanische Verfassung ein Individualrecht zum Besitz einer Schusswaffe garantiere. Das befürworten auch Obama und McCain.