Der Heeresgeneral Volker Wieker wird ranghöchster Soldat der Bundeswehr. Er besetzt den Posten, den Wolfgang Schneiderhan im Streit mit dem Verteidigungsminister abgeben musste. Unterdessen geraten Stück für Stück neue Details über die Geschehnisse des Luftschlags bei Kundus ans Licht.
Bildergalerie Die Funktionäre des sozialistischen Regimes genießen ihre Privilegien, doch die Nordkoreaner kämpfen gegen die Armut. Die Währungsreform hat ihre Ersparnisse vernichtet. Die gepflegte Fassade Pjöngjangs kann den Mangel nicht verdecken. Seltene Einblicke in ein verschlossenes Land. Von Patrick Welter, Pjöngjang
Das Attentat auf Ministerpräsident Silvio Berlusconi hätte tödlich enden können. Doch die italienische Politik hielt im Anschluss nur kurz inne. Der innenpolitische Kampf ist längst wieder aufgenommen. Einer der Vorwürfe lautet, Berlusconi habe sich als Märtyrer gerieren wollen. Von Jörg Bremer
Jahrzehnte der Entwicklungshilfe haben Afrika noch ärmer gemacht. Jetzt entdecken private Investoren den schwarzen Kontinent. Sie kaufen Firmen, investieren an den Börsen und beliefern die kleine, konsumhungrige Mittelschicht. Daraus könnte eine große Wachstumsgeschichte werden. Von Dyrk Scherff
Vier Tage nach der Attacke eines anscheinend geistig verwirrten Mannes hat der italienische Ministerpräsident das Krankenhaus wieder verlassen. Der 73 Jahre alte Berlusconi winkte wartenden Reportern aus der schwarzen Limousine zu, mit der er in seine Privatvilla in Mailand gebracht wurde. Er trug Verbände auf Nase und linker Wange.
Mit der rückwirkend verhängten Sicherungsverwahrung eines Gewaltverbrechers hat die deutsche Justiz gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Berlin zur Zahlung von 50.000 Euro Schmerzensgeld.
Im Süden Mexikos ist einer der meistgesuchten Drogenhändler des Landes bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften ums Leben gekommen. Präsident Felipe Calderón sagte, der Tod von Arturo Beltrán Leyva zeige, dass Mexiko in der Lage sei, der organisierten Kriminalität mit Härte entgegenzutreten.
Der scheidende Bundeswehr-Generalinspekteur Schneiderhan hat Verteidigungsminister Guttenberg vorgeworfen, die Umstände seiner Entlassung falsch darzustellen. Unterdessen teilte das Ministerium mit, das Kanzleramt erst verspätet über einen Bericht von Oberst Klein informiert zu haben.
Der PLO-Zentralrat hat am Mittwoch in Ramallah die im Januar offizielle auslaufende Amtszeit des palästinensischen Präsidenten Abbas verlängert. Er soll nun auf unbestimmte Zeit bis zu den nächsten Wahlen im Amt bleiben. Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem
Die dänische Polizei hat einen Sturm militanter Demonstranten auf das Tagungszentrum des UN-Klimagipfels abgewehrt und 250 Protestierende festgesetzt. Die Verhandlungen gehen nun in die Schlussrunde. Es läuft auf zwei Abkommen hinaus.
Laut einem Magazinbericht soll der deutsche Oberst Klein die Aufklärung der Folgen des Luftschlags nahe Kundus am 4. September erschwert haben. Es heißt, Ermittler vom Regionalkommando aus Mazar-i-Sharif seien vor Ort nicht erwünscht gewesen.
Frankreichs Ex-Justizministerin Dati hat unfreiwillig Vermutungen bestätigt, dass sie ihrem neuen Job als Abgeordnete im Europaparlament nichts abgewinnen kann. Sie vertraute sich einer Freundin an - nicht wissend, dass ein Mikrofon neben ihr noch eingeschaltet war.
Die Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba rückt einen großen Schritt näher: Ein Hochsicherheitsgefängnis in Thompson, Illinois, wird zur neuen Unterkunft für eine bislang unbekannte Zahl von Häftlingen.
An diesem Mittwoch nimmt der Untersuchungsausschuss zur Causa Kundus seine Arbeit auf. Was dort am 4. September geschah, ist weitgehend bekannt. Was sich in den Tagen und Wochen danach in Berlin ereignete, ist indes höchst strittig. Von Eckart Lohse