Ein deutscher Soldat beobachtet die Ausschreitungen

Kongo

Oberstes Gericht in Kinshasa in Brand gesetzt

In der kongolesischen Hauptstadt kam es vor dem Obersten Gericht zu einer Schießerei zwischen der Polizei und Anhängern des unterlegenen Präsidentenkandidaten Bemba. Dort wurde gerade Bembas Einspruch gegen das Wahlergebnis verhandelt.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. November 2006 12:11

Das Herz der Finsternis

Sascha-Dominik Bachmann (sashalee)

Es beginnt wieder zu brennen im Kongo (DRC) und das war vorhersehbar. Daß dabei auch deutsche Soldaten betroffen sein würden, war ebenfalls klar (vielleicht nicht so sehr den politisch (Un-)"Verantwortlichen"). Man kann jetzt nur hoffen, daß unsere Jungs (und Mädels) richtig ausgerüstet, gedrillt und geführt werden. Die Bundeswehr hat 1998 in Tirana, Albanien, bewiesen, daß Mut und Einsatzfreude immer noch in der Truppe vorhanden sind, auch im scharfen Gefecht (ohne daß die Leistung unserer Soldaten in anderen Einsatzgebieten geschmälert werden darf). Unser Einsatz im Kongo wird jetzt erst interessant und wir werden hoffentlich zeigen dürfen, was wir zum friedlichen Miteinander der Völker beitragen können, wenn man uns läßt. Ein Abzug der internationalen Truppen darf sich nicht wiederholen, wenn man sich verdeutlicht, daß in Rwanda und DRC fast fünf Millionen Menschen massakriert wurden. Unser Einsatz in dieser Region ist für uns Deutsche geboten, wollten wir der Welt beweisen, daß der Holokaust uns moralisch "verbessert" hat.

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