Die Lage im Tschad weist einen hohen Mangel an verbaler Kommunikation auf. Die Beziehung zwischen den FUC-Rebellen und der Regierung in N'Djamena spiegelt sich in der tragischen Opferstatistik wieder. Zudem bricht Déby ohne auch Anstrengungen für diplomatische Verhandlungen zu unternehmen die Beziehungen nach Khartoum ab.
Die Kritik Annans mag zwar als Zeichen einer "Nicht-Egal-Haltung" gewertet werden können, jedoch nicht als wirkliches Engagement, das hinsichtlich des schwerwiegendes Konflikts von Nöten wär.
Es muss Verhandlungen geben, die von der UN und der AU, mit besonderer Berücksichtigung Frankreichs als ehemalige Kolonialsherrschaft, geführt werden müssen.
Nur so kann es zu einer fridlichen Lösung kommen.
Wo im Irak Opferzahlen zwischen 5 und 80 zu lesen sind sterben im Tschad bei Gefechten über 500 Menschen.
Damit möchte ich weniger die Medien-Präsenz Iraks kritisieren als die "Medien-UNpräsens" des Konflikts im Tschad.
Jetzt muss bewiesen werden, ob das Engagement im Kongo ein ernsthafter Start eines wirklichen Engagements für ganz Afrika sein soll.
Jetzt heißt es: Ganz oder gar nicht!