
Dieser Fall zeigt eindeutig, welche rechtlichen Grauzonen im internationalen Kapitalverkehr existieren und seit vielen Jahren von Privatpersonen und Unternehmen ausgenutzt werden. Problem für die z.B. in diesem Fall hessische Staatsanwaltschaft sind begrenzte Kompetenzen und finanzielle und personelle Mittel, um effektiv und schnell zu ermitteln. Ich halte eine internationale Gesetzgebung und Zusammenarbeit auf diesem Gebiet für den einzigen richtigen Weg. Die G-8 Staaten haben nun auf ihrem Treffen und auch darüber hinaus die Verantwortung tätig zu werden, Einigungen zu treffen und eine Instanz zu gründen, die nationale Institutionen sowohl bei ihrer Arbeit unterstützt und koordiniert als auch nationale Regierungen bei der Umsetzung von rechtlichen Standards kontrolliert und eventuell auch sanktioniert. Ziel sollte eine vollständige Beseitigung von Off-Shorezentren wie u.v.a. Bermudas sein, die im Wesentl. dazu dienen Geld zu waschen, nationale Steuerverpflichtungen zu umgehen bzw. sehr niedrige Versteuerung zu erzielen. Nutzen daraus ziehen überwiegend große Private-Equity Firmen, Banken und illegale Netzwerke. Deren Lobby/Einfluss ist u.a. in USA und GB bereits so groß, dass die Politik keine ernsthaften Maßnahmen ergreift .

Da die EU es so will. bekommt Zypern den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel. Nichts schöneres hätten sich die Geldwäscher wünschen können. Auf wie vielen Augen ist das politische Berlin eigentlich blind?