Planmäßiger Start der “Chandrayaan 1“ am Weltraumbahnhof Satish Dhawan

Raumfahrt

Indiens erste Mondmission

Es ist ein kleiner Schritt für die Raumfahrt, und womöglich nicht einmal ein großer für Indien: Delhi hat seine erste Mondmission gestartet. Doch die Finanzkrise stiehlt ihr die Schau. Die aufstrebende Nation ist unsicher geworden. Von Jochen Buchsteiner, Delhi

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Oktober 2008 10:08

Aufstrebende Wirtschaftsmacht und Entwicklungshilfe !?!

Rolf Huchthausen (huchthausen)

Die größte Demokratie der Welt und aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien? So langsam müssen wir uns beim Anblick von Ländern wie Indien, China, Rußland, Brasilien, etc. daran gewöhnen, dass diese uns ein neues Gesellschaftsmodell vorleben. Nämlich, dass nur der Leistungsfähige überlebt. Der Rest kann sehen, wo er bleibt. Oder die Länder, die Entwicklungshilfe geben, sollen sich gefälligst darum kümmern. Sollte der Rest mal ein besteuerungsfähiges Einkommen haben, dann geht es ihm an den Kragen. Für was? Raketen auf den Mond?! Ich denke, die indische Gesellschaft hat größere Probleme als zu wissen, wie sich die Mondathmosphäre zusammensetzt. Zumal das längstens bekannt ist, und so wichtig nicht mehr sein kann. Es gibt Milleniumsziele der UNO. Das Bekämpfen von Hunger, Armut, Krankheit, Zugang zu Wasser, etc.. Interessiert das nur die Geberländer? Entwicklungshilfe für Indien ist genauso überflüssig wie indische Mondraketen!

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22. Oktober 2008 09:46

Toll

Werner Neustock (altego)

Millionen Inder hungern, Hunderttausende verhungern!! Aber zum Mond fliegen und Nuklearmacht sein. Das darf doch alles nicht wahr sein. Welch eine Wahnsinnsstaatsführung des Ghandi-Landes.

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22. Oktober 2008 08:50

Entwicklungshilfe für eine Atommacht?!

Thomas Waßmann (thwassmann)

Eine Atommacht, die mehrere Flugzeugträger unterhält und zum Mond fliegt, braucht keine Entwicklungshilfe, sondern einen kräftigen (politischen) Tritt in den Hintern, wenn sie lieber Milliarden in Rüstung und Raumfahrt, statt in die Grundversorgung ihrer Bevölkerung steckt! Zum Mond fliegen, wenn etwa die Hälfte der Kinder unterernährt sind? Perverser geht es nicht! Dafür hat Mahatma Ghandi bestimmt nicht gekämpft!

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22. Oktober 2008 08:01

Ich bin entsetzt !

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Unglaublich: >Mehr als 200 Millionen Bürger hungern, und fast jedes zweite Kind – 47 Prozent – ist unterernährt. Die Kindersterblichkeit ist höher als in Eritrea, und die Verhältnisse im Bundesstaat Madhya Pradesh[], ließen sich nur noch mit denen in Äthiopien oder in Tschad vergleichen< Dem entgegen stehen ein paar 'lustige' Zahlen: Indien erhielt aus der Kasse der EU von 2002-2006= 225Mio€, zusätzlich 33 Mio€ für diverse Studienprojekte indischer Studenten. Die Zusagen laufen noch von 2008 bis 2010 und nennen dort eine Höhe von 260Mio€, davon 64Mio aus D! –Quellen: BMZ, tagesschau.de, DBundestag/wirtschaftliche Dienste)- Das ganze macht natürlich eigene (indische) finanzielle Quellen frei für ein Nuklearwaffen(!)- und Mond-Programm! Mit der Entlastung des eigenen Haushaltes fühlt sich die indische Regierung offensichtlich auch von der moralischen Verpflichtung befreit, die Bewältigung der (über-)lebenswichtigen Probleme im eigenen Land in Angriff zu nehmen. (Die bürgerkriegsähnlichen Zustände in den Ost-Provinzen ('faz.net v. 03.09.08 ' Flächenbrand in Orissa')- immerhin ca. 36Mio Einw.) Nun unterstütze ich sehr Entwicklungshilfe für Indien, aber erwarte vom ind. Staat auch sinnvolle Innenpolitik.

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22. Oktober 2008 06:50

Falsche Prioritaeten?

Frank Geiser (geiser123)

Ich nehme an das ein Land wie Indien natuerlich dran interessiert ist seine Bevoelkerung aus dem Sumpf zu holen. Sind denn nun keine Bodenschaetze vorhanden dann geht es nur ueber Know-How (siehe Deutschland). So gesehen macht die Investition in die Raumfahrt erst mal Sinn. Es waere auch fuer Deutschland sinnvoller mehr in die eigene Forschung zu investieren als Kohle und Landwirte zu subventionieren.

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21. Oktober 2008 18:15

Und Deutschland stockt die Entwicklungshilfe fuer Indien auf!

Gerd Bungartz (gerdbungartz)

Ich denke, dass auch nach moralischen Totalniederlagen, wie Deutschland eine erfarhen hat, wir nicht verantwortlich sind alles Leid und Unrecht auf der Welt zu beseitigen. Vielmehr finde ich es falsch, dass wir Chnia und Indien Entwicklungshilfe zahlen; in Deutschland gleichzeitig 20000 Abiturienten nicht zu Uni gehen, weil es denen zu teuer erscheint (und dann brauchen wir indische Informatiker), und Deutschland ein eigenes Mondprojekt wegen der Kosten verschiebt!! Die indische Regierung ist die erste, die verantwortlich ist fuer die Armut im eigenen Land! Es ist nicht zu fassen....

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