Zapatero, König Juan Carlos und Chávez: Solidarisierungswelle nach den rhetorischen Attacken

Chávez Ausfälle gegen Juan Carlos

König und Caudillo

Hugo Chávez hat mit seinen Ausfällen gegen Juan Carlos die spanische Monarchie gestärkt und zugleich zwei politische Erzfeinde, Ministerpräsident Zapatero und dessen konservativen Vorgänger Aznar, einander näher gebracht. Von Leo Wieland, Madrid.

Lesermeinungen zum Beitrag

16. November 2007 19:08

"Mr. Chávez besitzt einen guten Spürsinn..." !

Leon Feltrinelli (Feltronelli)

Danke @Francisco Cortes für den Hinweis:

"Chávez besitzt aber wohl einen guten Spürsinn. Ich erinnere mich daran, wie er bei der letzten UN-
Vollversammung der Staats- und Regierungscheffs bei G. W. Bush "Schwefelgeruch" ausgemacht haben wollte.
Es handelte sich wohl um eine Anspielung auf die schweren Verbrec hen gegen die Menschlichkeit, für welche Herr Bush vermutlich verantwortlich ist (Massenmord im Irak, Kriegsverbrechen u.v.a.m.)."

Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Szene vor der UN-Vollversammlung. Man mag es kaum glauben, aber nach einem obligatorischen Besuch von Herrn Bush in Mittelamerika, bei indogenen Einwohnern eines Dorfes haben diese nach saeinem abgang sogleich ein umfangreiches "Reinigungsritual" vollzogen. Es ging damals durch die welrpresse.

Mann sieht, die Worte von Herrn Chávez werden in der Bevölkerung gehört.

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16. November 2007 11:39

Was einige nicht wissen ...

Andreas Seidl (ASeidl)

... die historischen Verdienste von Juan Carlos. Er hat den Plan Francos ins Gegenteil verkehrt und Spanien unblutig von der Diktatur befreit und in eine moderne Demokratie geführt. Ihn mit Vorgängern aus der Zeit der Conquista zu vergleichen ist absurd.

... Chávez geht es einzig und alleine um ihn selbst, nämlich um die Verfassungsänderung, die ihm erlaubt bis zu seinem Lebensende anzutreten. Angesichts anhaltender Proteste auf den Straßen, Prominenter und treuer Gefolgsleute in Venezuela wollte er klein Simon Bolivar rauskehren und zeigen wie toll er ist.

... Spanien hat zu diesem Gipfel eine Menge Geld (habe 150.000.000 gehört) mitgebracht um Projekte in LAM zu fördern. Diese "Wohltat" dürften klein Simon Bolivar, der sich gern als "Befreier" aufspielt, nicht recht sein.

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15. November 2007 20:04

Ein Relikt aus dem Mittelalter, ich meine die "spanische Monarchie"...

Albert Beerenbaum (Beerenbaum)

...ist heute doch wohl so überflüssig wie ein "nasser Kropf".

Mit dem Begriff "spanische Monarchie" sind seit Jahrhunderten verbunden "Elend, Leid und Unterdrückung"
von Menschen in Süd- und Mittelamerika.

Dass Herr "Juan Carlos", der heutige König von Spanien, weitaus weniger gewalttätig als seine vorgänger der vorangegangenen jahrhunderte ist, das ist keine frage.

Dennoch sind Vorbehalte gegenüber spanischen Europäern, wie von Herrn Chávez geäußert, durchaus berechtigt.

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15. November 2007 16:44

Juan Charlos hat richtig gehandelt

Harm Puvogel (NiedersachseInHessen)

Was war den der Ursprung dieses Vorfalls? War es die generelle Diskussion um das Thema Monarchie und Juan Charlos' Nicht-/Berechtigung im 21. Jahrhundert an solchen Gipfeln ein Land wie Spanien in Lateinamerika zu vertreten? Oder war der Ursprung des Ganzen, dass Chavez (!!!!!!!!) andauernd, und zwar mit ausfallenden und beleidigenden Bemerkungen, die Rederzeit von Zapatero unterbrochen hat. Herr Chavez hat offenbar nicht gelernt andere in Diskussionen ausreden zu lassen und dabei persoenliche Angriffe unter der Guertellinie zu unterlassen.
Und wenn ich dann noch lese, dass der eine oder andere hier im Forum behauptet, dass man sich nur dann so verhaelt wie Juan Charlos, wenn man keine Argument mehr hat, dann hat derjenige entweder die Rede von Zapatero inkl. der dauernden, ruepelhaften Unterbrechungen von Herrn Chavez nicht gesehen/gehoert oder verfremdet das Geschehene boesartig! Der Koenig hat lediglich das getan, was man von ihm erwarten kann, er ist seinem Regierungschef beigesprungen, damit dieser endlich zuende reden kann. Das haette man sich schon frueher von der der Praesidentin Chiles gewuenscht, die die Leiterin der Diskussion war - und dabei jaemmerlich versagte.

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14. November 2007 21:48

Zu einigen der unteren Beiträge....

Christoph Ritzmann (CRitzmann)

Richtig, Juan Carlos wurde wurde von Franco aufgezogen, ausgebildet und zum Nachfolger bestimmt.

Gleichwohl hat er nicht das frankistische Regime fortgeführt sondern Spanien in eine Demokratie verwandelt. Er war der Garant der Transiion und hat wahrscheinlich nach Francos Tod und mnach dem Putschversuch 81 eine Bürgerkrieg verhindert.

Er hat sich wohl als einziger Monarh der Welt seine Krone wirklich verdient.

Im Gegensatz zu Chavez ist er ein wirklicher Demokrat.

Aznar muß man nicht mögen, aber niemand in Spanien zweifelt seine demokratische Haltung an.

Dazu diesen narzistischen Selbstdarsteller Chavez in seine Grenzen zu weisen, kann ich nur sagen: Ab ime pectore bravo.

Wer meint, die Menschen in Venezuela seien frei, möge die Reformen von Chavez und die Lage der Presse in Venezuela studieren.

Wer schon wieder Bush (wenn einem nichts einfällt, dann hilft immer etwas Bush - Bashing) anführt, der möge sich die Lage der Menschenrechte im Irak unter Saddam Hussein, hilfsweise in Kuba oder in Tschetschenien ansehen.

Chavez erinnert mich immer mehr an Trujillo aus "Das Fest des Ziegenbocks" von Mario Vargas Llosa.


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14. November 2007 19:03

Schmunzeln

Bernfried Loosen (B.Loosen)

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, daß Herr Chávez wahrscheinlich eher recht hat.

Dass die Spanier heutzutage mit einem "König" nach Süd-America fahren ist wohl auch nicht mehr zeitgemäß. Zumal der ja wohl auch nicht von seinem Volke gewählt worden ist, sondern eher mitbestimmt von Generale FRANCO!

Und gerade dieser Umstand ist vermutlich der Grund, weshalb "Juan Carlos" in Südamerika grundlos ausrastet.

Sehr geehrter König von Spanien "Juan Carlos". Nehmen sie bitte zur Kenntnis, daß die Menschen in Südamerika heute überwiegend frei sind (im Gegensatz zur Zeit der Unterdrückung durch u. a. der spanischen "Eroberer").

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14. November 2007 18:30

Diskussionskultur

Christian Tauber (CJTauber)

@Herr Aram

Der spanische König hat Herrn Chávez nicht den Mund verboten, sondern lediglich erreichen wollen, daß der spanische Ministerpräsident Zapatero seinen Satz endlich beenden konnte. Aber dieser kleine Unterschied scheint linken Diktatoren eher nicht einzuleuchten.

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14. November 2007 18:10

Well done, Juan Carlos

Michael Portmann (puente)

Die Herren Kommentatoren vom ultra linken Flügel, die die Ausfälle von Chávez begrüßen und den König kritisieren, scheinen vergessen zu haben oder wissen einfach nicht, welche Verdienste sich Juan Carlos bei der Verteidigung der im Aufbau befindlichen spanischen Demokratie nach Franco erworben hat.
Eine scheinheilig angemahnte political correctness ist hier fehl am Platz. So geht man mit Volkstribunen vom Schlage Chávez um, die ihr Land in den Ruin treiben.

Michael Portmann

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14. November 2007 09:39

Sinn für Realität?

Josef Bujtor (Mramorak)

Der Chavers hat sicher KEINEN Sinn für Realität, sonst würde er sein land nicht ruinieren. Aber der Spanische König hat diesen Sinn - sogar ausgeprägt.

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14. November 2007 02:49

mangelhafter Respekt und Anstand

Serkan Sapmaz (SerkanSapmaz)

Wieder einmal bewies Chavez, daß er nicht weiß, wie man demokratisch Kritik übt. Zumal er dabei jeglichen Respekt und Anstand verlor...mit all den Verschwörungstheorien, die sich Diktatoren und autoritär eingestellte Menschen aneignen, kann man in festen Demokratien nicht punkten; nur in instabilen Staaten, wo die Bevölkerung eine autoritäre Fünrungsperson wünscht..

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14. November 2007 00:15

Mal ehrlich - so ganz ernst nehmen kann man einen solchen "König" ja wohl nicht

Hafis Aram (hafisaram)

Das Argument - "halten sie den Mund" - bekomme ich immer wieder dann zu hören, wenn meine Einwände zutreffend sind und die "Gegenseite" ansonsten nichts mehr argumentativ vorzubringen hat.

So ist es wohl auch in diesem Fall. Auf eine wohltuend erfrischende Art stellt er die doch vorhandene "Doppelmoral" mancher Zeitgenossen an den "Pranger". Und dies ist garnicht so verkehrt.

Man sollte auch nicht vergessen, daß die frei gewählten Regierungen in Südamerika durchaus massiv durch einen möglichen "Staatsterrorismus" ausgehend von den USA bedroht sind.

Ich erinnere nur an die 70er und 80er Jahre d. v. J., als z. B. in Mittelamerika Länder verwüstet worden sind (Stichwort: Iran/Contra-Affäre). Die Vereinigten Staaten von Amerika sind seinerzeit wegen unangemessener Gewaltanwendung vom Internationalen Gerichtshof verurteilt worden (es betraf die Verwüstungen in Nicaragua), auch zu Schadenersatz. Gezahlt haben die Us-Amerikaner nach meinen Informationen bislang allerdings nicht.

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13. November 2007 21:39

Chàvez erreicht das Gegenteil

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Manchmal geht der Schuss, den man sorgfältig vorbereitet hat, unversehens nach hinten los.
So ging es auch Osama ben Laden, als er vor 3 Jahren am Vorabend der US-Wahl neue Drohungen verkündete und damit Bush die Wiederwahl garantierte. Ohne Osamas Drohungen hätte vermutlich Kerry gewonnen.

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13. November 2007 20:47

Es lebe Juan Carlos!

Werner Kühn (IusGentium)

Gut, dass jemand es gewagt hat, diesem Clown die Stirn zu bieten. Chávez ist eine Schande und eher ein Rückschritt für Lateinamerika.

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13. November 2007 19:42

Ein spanischer König (wieder mal) in Südamerika

Karl Tischlinger (Tischlinger)

Mannomann, Herr "Juan Carlos" hat nichts dazu gelernt.

Seine Argumentation auf süd-amerikanischen Boden:

"Haltan sie en Mund!"

Chávez hat mit seiner (polemischen) Kritik an Aznar durchaus überwiegend recht.

Aznar ist einantdemokrat, der den willen seines volkes mißachtet hat z. B. in Sachen Irakkrieg mir den bekannten Folgen. Meiner Meinung nach gehört auch Aznar vor ein internationales Gericht gestellt.

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13. November 2007 18:36

Mr. Chávez besitzt einen guten Spürsinn...

Francisco Cortes (FranciscoCortes)

Zunächst einmal liegen die "Monarchien" wohl fast überall im Sterben. Dieses "Kasperletheater" ist doch wirklich überflüssig, in jedem Falle aber wohl zutiefst undemokratisch.

Chávez besitzt aber wohl einen guten Spürsinn. Ich erinnere mich daran, wie er bei der letzten UN-
Vollversammung der Staats- und Regierungscheffs bei G. W. Bush "Schwefelgeruch" ausgemacht haben wollte.
Es handelte sich wohl um eine Anspielung auf die schweren Verbrec hen gegen die Menschlichkeit, für welche Herr Bush vermutlich verantwortlich ist (Massenmord im Irak, Kriegsverbrechen u.v.a.m.).

Die Welt benötigt mehr Politiker mit einem Sinn für die Realität.

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