Bush: Auf gute deutsche-amerikanische Beziehungen

Kanzlerin im Weißen Haus

Bush mit Zeit und Lob für Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach ihrem ersten Gespräch mit dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush seit ihrem Amtsantritt von einem „neuen Kapitel in den Beziehungen“ gesprochen. Das ungewöhnlich lange Treffen im Weißen Haus nannte sie „offen und ehrlich“.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Januar 2006 13:07

@ Anita Rodi-Nohr betr. Guantanamo

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Im Gegensatz zu Ihrer Unterstellung, dass Guantanamo in der Pressekonferenz "offensichtlich nicht zur Sprache" kam, kann ich Ihnen mitteilen, dass es die ALLERERSTE Frage war, die zur Sprache kam. Frau Dr. Merkel betonte
in ihrer Antwort, dass sie das Thema mit Bush diskutiert habe, und Bush erwiderte, dass die Gerichte bereits dabei seien zu entscheiden, ob die Gefangenen vor ein Zivilgericht oder ein Kriegsgericht gebracht werden sollen.

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14. Januar 2006 00:27

Neues, altes Kapitel in der deutschen Aussenpolitik

A. Ro-Nori (Steuerzahler)

Klartext von Frau Merkel in Sachen Guatanamo hat die Amerikaner wohl nicht sonderlich beeindruckt und kam in der Pressekonferenz offensichtlich nicht zur Sprache.

Mehr als ein leises Geflüstere beim Nachmittagstee war aussenpolitisch nicht möglich, allerhöchsten eine kleine Scherzbemerkung im Nebensatz - denn wer die Lacher auf seiner Seite hat, wirkt sympatisch.

„Sie hat einen gewissen Geist, der mir sehr zusagt", so Bush. Das kann ja auch so interpretiert werden, dass Frau Merkel als sonniges Gemüht anzusehen ist.

Wirtschaftlichen Austausch und die Forschungskooperationen will sie mit den USA vorantreiben. Das kann ja nur heißen, reger Import von genmanipulierten Nahrungsmitteln und einen intensiven Einstieg in die Genforschung. Über Lizenzen wird später verhandelt.

Auf jeden Fall bestätigt sich für das deutsche Volk das, was das Ausland schon lange wußte. Ein neues, altes Kapitel der aussenpolitischen Verständigung zwischen USA und Deutschland wurde manifestiert.

Die Bauernopferrolle auf dem Petro-Schachbrett ist für Deutschland besiegelt und weitere Anweisungen folgen prompt und geheim.

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13. Januar 2006 17:39

Angela Merkel in den USA

Stefanie Neubert (contactsteff)

Erstmal eine vollkommen unpolitische und hoch-persönliche Anmerkung.
So ganz als Frau gesprochen bin ich ja schon ein bisschen stolz auf unsere Bundeskanzlerin. Oder darf ich das jetzt wieder nicht sein???

Frau Merkel scheint mir einen ganz vernünftigen Kurs einzuschlagen. Nur aus dem Irak soll Deutschland möglichst die Finger raus halten. Das ist erstens ein "zweites Vietnam" für die USA, motiviert aus den falschen Gründen und mutet momentan noch mehr wie ein Bürgerkrieg an, in dem die Truppen der USA etwas verloren auf dem Schlachtfeld herumstolpern (man beachte Senator Murthars Kommentar dazu). Und der Iran macht es der Welt ja nun auch nicht gerade einfach, Verständnis für den Islam aufzubringen. LEIDER!
Ach ja, und wenn wir dann endlich noch zu einer vernünftigen Diskussion um die durch die USa so stark unter Druck geratene UNO kämen - wunderbar. Dann bestünde ja vielleicht doch noch eine Hoffnung für diese heillos chaotische Welt.
In diesem Sinne: gutes Gelingen!

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