Zitat von M Teubner:
"Und bei der Standfestigkeit der SPD in Sachen Linkspartei wird dieser Hugo allerdings sicher bald in Deutschland mit Ehrenappell empfangen werden.
Damit auch die Deutschen endlich wieder einen "Großen" Kommunisten sehen!"
Die Kritik, meinersets sogar vernichtende Kritik, an alle, die Terroristen allzugerne fördern, findet meine Zustimmung.
Auch ATTACK ist großer Freind von Chaves. ATTACK, mit sehr vielen CDU-Mitgliedern, wie z. B. Heiner Geissler und eine Unmenge von Industriellen, die sich gerne als Rote Baronen, als Robin Hoods mit Checkbuch sehen und verstehen. Viellelicht ist sogar auch unsere Angela M. Mitglied von ATTACK. Jedenfalls hat sie sehr auffällig mit den Typen geturtelt.
Diese Modeerscheinung, für Terroristen Patrtei zu ergreifen ist eine 68-er Krankheit, die uns leider noch lange begleiten wird. Die heutigen Jugendlichen halten nichts von "antiautoritär", sie sind sachlicher und konsequent friedliebender als ihre Väter....
Ivanfi (Rostock)
In der juengsten Vergangenheit bin ich sehr oft nach Venezuela und nach Kolumbien geflogen.
Wir sollten doch hier mal ein paar Tatsachen festhalten:
Die FARC ist offiziel als terroristische Vereinigung anerkannt und hat sich in einen besonderen Namen gemacht, im Bereich Entfuehrung, Erpressung, Mord und anderen Delikten gegen die Menschlichkeit. Es ist desweiteren eine anerkannte Tatsache, dass Venezuela und in einem minderen Maasse auch Ekuador die FARC direkt und indirekt unterstuetzen.
Um eine Analogie auf Europa zu machen: Was wuerde man in Deutschland sagen, wenn Frankreich die RAF finaziell und logistisch unterstuetzt.
Dass Kolumbien eine Terroristenlager der FARC in Ekuador bombardiert hat, ist zwar eine Grenzverletztzung, ist gegenueber der forlaufenden Unterstuetzung (bzw Tolerierung) der FARC durch Ekuador und Venezuela ein "Kavaliersdelikt" welches eigentlich unsere Unterstuetzung verdient.
Hanno Klausmeier
Frankreich
Ach so ,der venezulanische Schreihals !
Das ist doch der "Vorzeige-Kommunist" ,dem es trotz gewaltigen Ölreichtums seines Landes mit Links gelingt,dasselbige völlig zugrunde zu richten.
Und der "amerikanische Oberbösewicht" soll (in den Augen so macher -immer noch oder schon wieder-närrisch angehauchter Zeitgenossen) auch wieder dabei sein?!
(Wie kommen die "bösen Yankees" aber auch dazu ,zu glauben,sie hätten das Racht,sich gegen Islamisten-Terror -am Hindukusch- oder ölige,auf der Sozialismuswelle daherreitende Drogenbarone -in Südamerika- wehren zu dürfen?)
Wenn man allerdings sieht,wie willfährig und realitätsverleugnend sich in der Zwischenzeit sogar in Deutschland nicht wenige vor den sozialistischen Eselskarren spannen lassen,sollte man sich da wirklich darüber wundern,daß im ungleich impulsiveren Südamerika seit mehr als 50 Jahren immer der gleich Typ sozialistischer Hahnrei an die Macht kommt,der alles verspricht,aber nichts hält ?
Der nichts kann als alles noch tiefer in den Sand zu setzen ?
Und bei der Standfestigkeit der SPD in Sachen Linkspartei wird dieser Hugo allerdings sicher bald in Deutschland mit Ehrenappell empfangen werden.
Damit auch die Deutschen endlich wieder einen "Großen" Kommunisten sehen!
Ich seit 5 Jahren in Kolumbien und kenne das Land von Reisen vor dieser Zeit.
Das Land hat seit der Amtsübernahme Uribes einen unglaublichen Sprung nach vorne gemacht. Inflation und Arbeitslosigkeit sind auf historischen Niedrigständen und der Grossteil der Bevölkerung lebt wieder sicher. Laut Meinungsumfragen hier sind in dieser Krise mehr als 80% der Bevölkerung auf der Seite Uribes. Uribe ist ohne Frage konservativ, aber seine Politik hat zu mehr Wohlstand und Sicherheit geführt.
Uribe hat eine Vergangenheit mit Nähe zu den Paramilitärs. Das war allerdings zu einer Zeit, als der kolumbianische Staat praktisch vor der Guerilla kapituliert hatte und die Sicherheit seiner Bewohner nicht garantieren konnte. Seit seinem Amtsantritt haben sich die Paramilitärs aufgelöst.
Seit geraumer Zeit zieht sich die Guerilla nach Kämpfen auf venezolanisches oder ecuatorianisches Gebiet zurück und wird dort nicht behelligt. Deshalb ist der Angriff nach Meinung fast aller Kolumbianer gerechfertigt. Der Tot von Raul Reyes hat hier Freude und Erleichterung ausgelöst, es handelt sich schliesslich um mehrfach verurteilten Drogenhändler, Menschenentführer und Mörder. Von ideologische Zielen hat sich die FARC schon vor Jahrzehnten verabschiedet.
Wie freundlich die Agenturen mit den Terroristen umgehen, möchte ich mit folgender Fiktion ausmalen:
Und wenn die FARC-Terroristen verbreiten würden, eben gerade, 5 Minuten vor dem Tod von Reyes hätten sie alle Geiseln freizulassen beschlossen – was jetzt natürlich leider, leider, hinfällig ist, dann hätte AFP diesen tendenziösen Stuß von Hokuspokus freudestrahlend und ungeprüft als mediale Schützenhilfe für die Terroristen gemeldet.
Und wenn morgen in den AFP-AP-dpa- AGENTUR-MELDUNGEN steht, die FARC ist für das Kyoto-Protokoll, geg. Wahlfang, geg. die Abholzung von Regenwälder, gegen Atomkraftwerke und Castor-Transporte, die FARC kämpft für die weltweite Red. vom CO2-Emissionen, die FARC ist für das Mehrwegsystem, für rauchfreie Gaststätten, für Umweltzonen, für Muslime, für Migration und Microkredite und vor allem die FARC ist gegen NOKIA – dann hat die FARC im Sturm die Herzen D.ns erobert und Uribe kann reumütig einpacken.
Am besten kampflos, weil Abertaus. Freiwillige, rekrutiert aus D.ns zig Tausend Umweltverbänden auf dem Weg in den Dschungeln Kolumbias unterwegs sind, um in den Fußstapfen der Spanien-Kämpfer den kolumbianischen Reaktionisten das Fürchten zu lehre
Kolumbien hat mit dieser Aktion zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen:
1. hat man die Freilassung weiterer Geiseln miniert und
2. hat man die links-orientieren Regierungen in Ecuador und Venezuela unter Druck gesetzt.
Bei so viel "Schläue" könnte man glatt meinen, dass der große, nordamerikanische Mentor der kolumbianischen Regierung dahinter steckt.
Also ein Militareinsatz von Soldaten Kolumbiens auf fremden Boden ohne irgendwelche Abstimmungen fuhrt ganz schnell zu Missverstandnisse und diese Art von Missverstandnisse fuhrten in der Vergangenheit zu Krieg. Kolumbien muss sich offizell entschuldigen und um Verzeihung bitten und Schadenersatz leisten, denn sonst droht Krieg und Krieg ist das letzte, was diese armen Menschen brauchen. Ecuador darf auf den Rucktritt des Befehlshaber pochen, der diese Militaraktion gestattet hat. Im Grunde ist das ein unglaublicher Vorfall und gewohnlich ist diese Art von Militarspielen den USA vorbehalten. Kolumbien sollte beide Lander in den Kampf gegen den Drogenkrieg mit einbeziehen.
Über Chavez darf man geteilter Meinung sein. Immerhin ist er aber ein (noch)demokratisch legitimierter Präsident. Auch wenn seine Tedenz populistisch sein mag, so tut er dennoch etwas für die Ärmsten in, die unter rechten Regierungen in Armut leben. Ein wenig Vorsicht zu der Berichterstattung in Deutschland (und anderswo) über Chavez lohnt es sich zu bewahren, häufig wird missliebige Politik auch hierzulande über die Medien diskreditiert. Zu Uribe ist zu sagen, dass er Paramilitär war. Dies ist wie die Verstrickungen von Paramilitärs, Militär und Politik in Kolumbien allgemein bekannt. Ebenso die Massaker, die von den Paramilitärs begangen wurden. Amnesty International berichtete. Eine linke Gesinnung (z.B. Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft) bedeutet in Kolumbien Lebensgefahr.
Wie ist eine Regierung zu sehen, in der ein ehemaliger Angehöriger einer terroristischen Organisation Präsident ist? Uribe gibt sich geläutert. Dies aber vor diesem kriegerischen Akt gegen Ecuador, wie ein Angriff auf fremdes Territorium wohl bezeichnet werden muss.
Die FARC u.a. haben sich von Guerilla- in terroristische Verbrecherorganisationen gewandelt.
Der kolumbianischen Bevölkerung der Frieden zu wünschen, und mehr soziale Gerechtigkeit.
Die Sympathien des Führers Hugo Chaves gehören eindeutig der marxistischen Terrororganisation. Deren Geiseln haben für ihn politischen Wert. Er erhöht mit seinem Freilassungsverhandlungen seinen politischen Stellenwert und seinen Führungsanspruch.
Die Wertschätzung der Terrororganisation FARC ist für Chaves so hoch, dass selbst Krieg als Fortsetzung der Politik versprochen wird. Chaves ist daran interessiert, aus der FARC und den Geißeln Nutzen zu ziehen. Im Grunde macht sich der "Befreier" damit zum Hehler des Diebesgutes "Geißel".
Die Vorwürfe wegen des militärischen Aktes des kolumbianischen Staates sind interessant. Dem berechtigten Vorwurf, dass die Souveränität des Nachbarlandes verletzt wurde steht gegenüber, dass der Nachbar sein Territorium Terroristen zur Verfügung gestellt hat. Kolumbien sei aber der Terroristenstaat. Dabei unterscheidet sich Kolumbien nicht von den übrigen Staaten in der Region.
Die Guerrilleros seien im Schlaf überrascht worden? Das Überraschungsmoment ist doch gerade die Stärke von Partisanenorganisationen wie FARC selbst. Da hat deren eigener Wachdienst wohl gepennt? Selbst schuld, wer Krieg mit Abenteuer im Dschungelcamp verwechselt!
Der Guerillero hat in Lateinamerika eine wirklich heroische Strahlkraft. So einen darf man nicht einfach im Schlaf überraschen. Dieser darf aber sehr wohl Menschen umbringen und sie ihrer Freiheit berauben nach Lust und Laune.
Durch den "Export" aller erdenklich ekligen Gestalten aus den europäischen Diktaturen des Anfangs des 20. Jahrhunderts ist Europa nicht ganz unbeteiligt an diesen Entwicklungen, da sich aus den Jahrzehnten der Diktaturen in Lateinamerika nur solche Heldenepen generieren konnten, nicht aber Demokratie. Für den Rest haben amerikanische Versuche der Einflußnahme gesorgt.
Was sich dort abspielt ist wirklich unerträglich und traurig zugleich. Da werden Terroristen aus falsch verstandenem Pathos verehrt und im eigenen Land gehätschelt, sodaß sie dem Nachbarn so gut wie möglich schaden. Es herrscht schon ein merkwürdiges Staatsverständnis in diesen Ländern. Schade ist nur, daß man den Ausgang schon erahnen kann, den ein Regime Chaves u.a. nehmen wird.
Chavez kam durch die Inkompetenz und der verheerenden Korruption der etablierten Parteien an die Macht. Geschickt hat er populistisch sich als der Retter des Volkes dargestellt. Inzwischen ist es klar was er wirklich ist: Ein Nationalsozialist lateinamerikanischer Prägung, getrieben von Hass und Minderwertigketskomplexen, unfähig mit dem fruchtbaren Land seine Bevölkerung zu ernähren. Ohne Erdöl wäre der Spuk schon längst in sich kolabiert. Leider wird er was es an Infrastruktur im Lande gab bald vernichtet haben. Populistischer Blödsinn hat noch nie ein Land dauerhaft nach vorne gebracht, auch wenn die Linke und Teile der SPD das weismachen wollen
Rolf Lehmann
Herr Joansson, sie haben den Artikel aber schon gelesen, oder?
Ihr Kommentar hat nur etwas mit dem Artikel zu tun, wenn man ein wenig Fantasie aufbringt. So leicht lässt sich das Geschehen ja nicht pauschalisieren und mit unserer Geschichte bzw. mit bei uns verbreitetem Gedankengut gleichsetzen.
Ihr Beitrag gehört denke ich in eine andere Rubrik.
Ob ein Land links oder rechts ist, ob es Terroristen oder Befreiungskämpfer sucht, ob es mit Amerika paktiert oder nicht .... diese Punkte sind zunächst einmal zweitrangig in dem aktuellen Vorfall.
Es geht ganz einfach darum, dass durch das (wiederholte!!) Eindringen kolumbianischer Soldaten in Ecuador dessen territoriale Ansprüche verletzt wurden und werden und das sich ein Staat dessen erwehren muss. Dass hierzu Ecuador militärisch nicht in der Lage ist, liegt auf der Hand (Kolumbien wird von den USA ausgerüstet). Der Protest des ecuadorianischen Präsidenten ist daher als Hilferuf zu verstehen.
Wie ein Vorredner bereits andeutete ist Ecuador schon häufiger Opfer (während des 2. Weltkriegs und ca. vor 10 Jahren) von Überfällen und illegale Besetzung von Territorium (durch Peru) geworden. Dies hat freilich niemanden interessiert, es ging ja nicht um Öl (aber das ist ein anderes Thema!).
Welcher Staat würde sich das gefallen lassen? Deutschland?? Siehe Terroristentransportflüge der USA...
...auf dieser Achse sind diskrete Emissäre im linksradikalen Spektrum tätig.
Kann man in Foren und auf diversen Homepages nachlesen.
Das Problem was in Südamerika besteht ist das Fehlen einer emanzipierten, kritischen Öffentlichkeit, die dieses Caudillo-Gebahren jeglicher Couleur ermöglicht.
Wenn Chávez einen mächtigen ausländischen Partner und geschulte Geheimdienste hinter sich hätte dann wären pinochet-sche Verhältnisse in Venezuela nicht abwegig.
.. ist eben doch nicht ganz der Heilige, für den unsere Linken ihn halten. Wenn ich das aber meiner 17-jährigen Tochter erzähle, muss ich mit wütendem Protest rechnen. Denn in der Schule lernt sie sehr, sehr simple "Wahrheiten": Rechts ist immer ganz, ganz böse und links ist immer, aber auch wirlich immer gaaaanz toll!
Ach ja, und das gilt natürlich auch fürs wirtschaftliche Verständnis: Jeder, der auch nur entfernt mit Wirtschaft zu tun hat (also zum Beispiel ich), ist ein ganz schlimmer Ausbeuter. Toll dagegen sind Attac, G-8-Gegner oder "Globalisierungsgegner", gern auch gewaltbereit - das gilt unter der Lehrerschaft offenbar als eine Art Notwehr gegen den bösen, faschistischen Polizeistaat.
Und dann war doch die DDR: Ein wunderbar kuscheliges, sehr soziales Land mit vielen glücklichen Bürgern... Und erst der Umweltschutz, der hatte ja eine ganz hohe Priorität im Arbeiter-und Bauernparadies... Mauer, Schießbefehl? Nie gehört!
Wundert sich noch jemand, wieso dieses Land sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zu einer Hochburg der "Linken" entwickelt? Da demokratischer Widerstand von der SPD nicht zu erwarten ist, dürfte die (Zwangs-)vereinigung mit der x-fach gewandelten SED bald folgen - ab in den Sozialismus, super!
