Nach dem Kaukasus-Sondergipfel

Moskau: „Die EU hat Vernunft bewiesen“

Nach dem Sondergipfel zum Kaukasus findet der Kreml lobende Worte für die EU: Der gesunde Menschenverstand habe gesiegt, sagte Putin. Es wurden keine Sanktionen gegen Russland beschlossen. Den georgischen Präsidenten Saakaschwili nannte Medwedjew eine „politische Leiche“. Von Michael Ludwig, Nikolas Busse und Reinhard Veser

Lesermeinungen zum Beitrag

08. September 2008 14:23

Das granitene Fundament

Marzo Matto (maerzc)

Hallo Herr Garbe, ich schlage Ihnen vor, daß Sie dieses Kapitel in Joachim Fests Hitler-Biographie lesen sollten. Es gibt bewährte Methoden, wie man sich gegen die Wahrnehmung der Wirklichkeit schützen kann ....und dann vielleicht auch noch in die Weltgeschichte eingeht. Viel Spaß bei der Lektüre!

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08. September 2008 13:53

@Kacha Macharadse (waschli)

Robert Miller (Dr_Rob)

Selten so gelacht, Herr Macharadse! Haben Sie die kleine Zeile mit der Quellenangabe evtl. nicht gesehen oder haben Sie gehofft, dass andere sie nicht sehen werden: "Source: U.S. Department of State" Dem ist doch wohl nichts hinzuzufügen...

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07. September 2008 21:55

@ Olaf Plachetta (Plachetta)

Sönke Peters (soenkepeters)

Herr Plachetta, vorbei sind nun hoffentlich mal die Propagandalügen des KGB-Kremls über den gerade noch vereitelten „Völkermord“ an den Südosseten und seinen angeblichen Tausenden von Opfern! ... 1956 Haben Kreml-Truppen ganz zufällig „Manöver“ an der Ungarischen Grenze veranstaltet und sind dann einmarschiert; ganz zufällig haben Kreml-Truppeen 1968 an der Grenze der Tschechoslowakei „Manöver“ abgehalten und sind dann einmarschiert: und ganz zufällig hat man auch den Polen und der Solidarność-Bewegung mit „Manövern“ an ihren Grenzen natürlich niemals drohen wollen ... und welch Zufall!!!: Als der paranoide, wildgewordene, völlig außer Rand und Band geratene, ami-marionettenfigurierende Saakaschwili ganz plötzlich, aus dem Blauen heraus, Tschinvali (das „schlafende Tschinvali!!“) flächendeckend mit israelischen Raketen beschossen hat (die eigentlich nach Lesart Moskaus ja für den Angriff auf den Iran bestimmt waren), ganz zufällig hatten die Kreml-Truppen da gerade ein „Manöver“ in Nordossetien abgehalten ... Zufälle gibt’s ... Ist schon unheimlich, eh?

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07. September 2008 21:38

@ Robert Miller : Beweise, die Sie vermissen gibt es bei UNOSAT

Kacha Macharadse (waschli)

Nach Angaben von UNOSAT, die öffentlich zugänglich sind, wurden zum 26.08 im Konfliktgebiet 787 Gebäuden komplett zerstört und 243 Gebäuden ernsthaft beschädigt. Davon entfallen 179 komplett zerstörte und 55 ernsthaft beschädigte Gebäuden auf Zchinwali und 608 komplett zerstörte und 188 ernsthaft beschädigte Gebäuden auf die georgische Dörfer nördlich und südlich von Zchinwali. Es wird darauf hingewiesen, dass 1. diese nur durch Satellitenaufnahmen festgestellten Schäden sind und für genaue Schadensanalyse Untersuchungen in betroffenen Gegenden notwendig sind. 2. Die meisten Schäden in den georgischen Dörfern nach der Einstellung der kriegerischen Auseinandersetzungen entstanden sind: sprich die Häuser wurden absichtlich angezündet. Sie können natürlich behaupten, dass die Georgier selbst eigene Häuser angezündet haben. Eine solche Behauptung kann nicht durch Sattelitenaufnahmen entkräftet werden. Aber die Mitarbeiter von Human Rights Watch haben am 12.08 mit eigenen Augen gesehen, wie ossetische Milizen georgische Dörfer geplündert und die Häuser angezündet haben. Auch dagegen können Sie mit der Behauptung wehren, ossetische Milizen seien je keine russischen Soldaten.

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07. September 2008 20:52

Hr.Plachetta, Sie fragen nach der Schuldfrage-Russland hat Georgien angegriffen

Jan Skalski (Skalski)

Sie fragen nach der Schuldfrage - Russland hat Georgien angegriffen, nach dem Muster des Gleiwitzer Senders, das ist doch die einfache Antwort. Gleiwitzer Sender - kennen Sie doch, danach marschierten hunderttausende deutsche Soldaten nach Polen ein. Die Geschichte des 20.Jahrhunderts (Russland und Nachbarn) bestätigt das russische Vorgehen - sehen Sie auch die Besetzung Georgiens im Jahr 1920 und Vernichtung der georgischen Oberschicht, dann den sowj.Überfall auf Polen 1920, 1939, gleichzeitig auf baltische Staaten , Finnland, Tschechoslovakei 1968, Ungarn 1956, etc. Welch Schuldfrage wollen Sie klären ? Dafür sind die internationalen Gerichte, oder die UNO, aber nicht die russsiche Armee. Die Ereignisse nach dem russ.Einmarsch sind doch eine klare Bestätigung der russischen Ziele, auf die sie seit Jahren hingearbeitet hatten. Wie wurde die Klärung der Schuldfragen bzgl. Krieg in Deutschland bisher gelöst ?

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07. September 2008 20:12

An Hr.Grabe, Ich brauche die Geschichte nicht zu biegen,

Jan Skalski (Skalski)

bin im Land aufgewachsen,das die Geschichten nicht zu verdrehen braucht, ausserdem habe ausreichend eigener Erfahrungen.Geschichte zu biegen machen Sie in Ihrem Beitrag.Ich habe in meinen Kommentaren mehrere Fragen gestellt (über D),auf die ich weder von Ihnen noch von Anderen eine Antwort erhalten haben. Hr.Teuber mit Beitrag vom 03.09. 16:30Uhr hat dieses Thema auf den Punkt gebracht. Den 2.WK mit 60 Mio Toten und schlimmen Folgen(Kommunismus in Mittel-Osteuropa) als irgendwelche Folge zu rechtfertigen zeugt von fehlender Aufarbeitung! Wären die Amerikaner nach dem 1.WK in D geblieben, hätte es den 2.WK nicht gegeben. Hätten die Amerikaner (Befreier nicht Besatzer, gegen Besatzer leistet man doch Widerstand,war aber nichts zu sehen)im Jahr1946oder1950 Europa verlassen, hätten Sie(in Westeuropa) einen sowjetischen Angriffskrieg mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen erlebt und dann nach Vernichtung einiger wenigen Widerständler(Widerstand ist nicht gerade eine westeurop.Tugend)einen tausendjährigen Kommunismus gehabt (statt eines tausendjährigen Reiches).Dann hätte es nicht mal für einen Trabi gereicht. Welche wirtschaftlichen Interessen hätten die USA in D durchgesetzt?Wideraufbau von D? Dafür müsste man dankbar sein.

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07. September 2008 14:33

Herr Skalski

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sie biegen sich die europäische Geschichte auch zurecht wie Sie es gerade brauchen. Der 2. WK war die direkte Folge des 1. WK und politischer Kräfte weltweit die sozialistische und sozialliberale Strömungen mehr fürchteten als faschistische und nationalsozialistische Positionen. Dies hatte nichts mit der Abwesenheit us-amerikanischer Truppen in Europa zutun. Die zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht in der Lage gewesen wären es mit irgendeiner europäischen Großmacht aufzunehmen. Der Verbleib von US-Truppen nach dem 2.WK diente zum einen der Besatzung des besiegten Deutschlands und der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen der USA. Das es keinen 3. Weltkrieg gab, liegt einzig und allein in der Tatsache, daß er die Auslöschung der Menschheit bedeutet hättet und in Krisensituationen in beiden Blöcken dann doch die Vernunft siegte. Auch dies hatte nichts mit den US-Besatzungstruppen in Deutschland West oder den sowjetischen in Deutschland Ost zutun. Von beiden wäre im Falle eines Atomschlags nicht viel übrig geblieben.

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07. September 2008 01:03

Wie schnell sich Tatsachen ändern

Olaf Plachetta (Plachetta)

Nachdem ich mir hier nun einige Kommentare "angeschaut" habe , muß ich feststellen, daß mit dem Artikel "Die Schuldfrage im Kaukasus-Krieg" einigen Herren die einseitigen Argumente ausgehen. Vorverurteilungen auf Basis mangelnder oder einseitiger Interpretation von Informationen oder Ignorierung von Tatsachen auf nationalistischer Basis sind damit wohl hoffentlich vorbei. Georgien sollte nun erst einmal wieder auf den demokratischen Weg zurückkehren, bevor es wieder NATO- und EU-Eintritt verlangt. Was mich aber an der ganzen Geschichte erstaunt, ist, wie schnell doch manche Damen und Herren der Politik vergessen, was man Tage vorher erst verlangt hatte und nun schnell eine Untersuchung fordern. Damit hätte man anfangen sollen. Aber warum nicht das Pferd von hinten aufzäumen. Und dann noch der Lapsus mit der Übersetzung (nicht von Rußland gemacht), der eigentlich die russische Auslegung des 6-Punkte-Vertrages als korrekt bestätigt. Aber bestimmt kommt jetzt wieder jemand und sagt, daß der Übersetzer bestochen oder KGB/FSB-Agent ist. Herr Peters, Herr Macharadse, bitte enttäuschen sie mich nicht.

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06. September 2008 20:21

@Hr.Siegen,Warum ist es so kompliziert einfache Fragen über eigenes Land zu bean

Jan Skalski (Skalski)

„Herr Skalski, die Angemessenheit des Aufenthalts amerikanischen Militaers auf deutschen, wie auf europaeischen Boden ueberhaupt bedarf in der Tat der Ueberpruefung, dringender Ueberpruefung.“ Ihr Beitrag ist immer noch keine Antwort auf meine Fragen. Warum ist es so kompliziert einfache Fragen über eigenes Land zu beantworten und über ein fernes Land zu debattieren? Was wollen Sie jetzt überprüfen? Warum haben Sie (bzw. Ihr Vater/Großvater) das vor 50 Jahren nicht gemacht? Dazu empfehle ich den Beitrag von Hr.Teuber vom 03.Sept. 16:30 Uhr. Ich habe noch eine einfache Erklärung für die Stationierung der US-Streitkräfte in (West-)Europa. Nach dem 1.Weltkrieg haben die Amerikaner Europa verlassen, dann hatten wir den 2.WK. Jetzt wissen Sie warum wir in Europa keinen 3.Weltkrieg hatten – weil eben die Amerikaner da sind. Wir werden nicht mehr experimentieren mit Krieg oder Frieden, mit Hr.Siegen. Die US-Truppen bleiben in Europa!

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05. September 2008 22:53

"russische Gräueltaten in Georgien"

Olga Milosch (OlgaPavlova)

Herr Miller, Herr Peters hat uns doch hier mal versprochen (ich zitiere) "hier fehlen die Bilder der von russischen Truppen real ermordeten Kinder, Frauen und alten Männer. Hier fehlen die Bilder der Zerstörung, des Massenmords, die russische Kampfflugzeuge mit Streubomben bereits am 08.08.2008 in Georgien angerichtet haben... wo sind die Photos der Opfer der russischen Säuberung? Wo sind ihre Geschichten? …. Sie werden kommen, Frau Pavlova, ganz gewiss"... Nun ja, offensichtlich dauert es noch eine Weile ... Herr Peters weiss es ja besser. Und meinen Kommentar mit dem Link auf die Fotos von Ossetien hat die Redaktion zensiert. Ist halt in der (eher von der Objektivitaet) unabhaengigen Presse nicht erwuenscht. Inzwischen aber hat militaerische Fuehrung Georgiens den Einsatz von Streubomben ihrerseits in diesem Krieg zugegeben. Das zwar mit dem Vorbehalt, dass sie nicht gegen Zivilisten sondern nur gegen die Militaers eingesetz wurden.

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05. September 2008 19:40

@ Robert Miller (Dr_Rob)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Miller, ich zitiere Sie: „Man spürt, dass Sie (also ich) den kalten Krieg immer noch "schmerzlich" vermissen“. ... Was Sie so verspüren, lieber Herr Miller, ist Ihre Angelegenheit, aber ich weiß, dass Gefühltes nicht unbedingt objektiv sein muss ... einmal abgesehen davon, dass Ihre zweifelsfrei getätigte Unterstellung schier unglaublich, ein widerlicher persönlicher Angriff ist, was ich mir verbitten möchte! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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05. September 2008 17:31

'Warum sind die US-Soldaten seit über 60 Jahren in Westdeutschland da?'

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Herr Skalski, die Angemessenheit des Aufenthalts amerikanischen Militaers auf deutschen, wie auf europaeischen Boden ueberhaupt bedarf in der Tat der Ueberpruefung, dringender Ueberpruefung.

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05. September 2008 15:34

@Herrn Peters

Robert Miller (Dr_Rob)

Werter Herr Peters! Wissen Sie, was mich sehr stark wundert: USA bzw. CIA haben doch unendlich viele Möglichkeiten, die russischen Gräueltaten in Georgien handfest zu beweisen, z.B. mit Hilfe von Satellitenaufnahmen etc. Bis heute ist aber nichts dergleiches passiert. Stattdessen verlässt man sich auf Gerüchte, Mutmaßungen und tatkräftige Unterstützung bei der Verbreitung dieser durch solch "unabhängige" Massenmedien wie die FAZ hier. Wundert SIE so etwas nicht? PS: Man spürt, dass Sie den kalten Krieg immer noch "schmerzlich" vermissen :-(

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05. September 2008 13:31

Ach her Peters

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sie halten offenbar alle Taten des Westens und seiner Verbündeten oder Möchtegernpartner für ausnahmslos defensiv und richtig. Das Motiv einen Völkermord zu verhindern oder einen tatsächlichen zu bestrafen, wurde ja nicht von Russland erfunden, sondern der NATO - Beweise dafür, Fehlanzeige. Doch wie reagierten unsere Medien dabei? In keinsterweise so NATO-feindlich, wie man jetzt anti-russische Reflexe bedient. Da Sie aber auch offenbar die NATO und die Bundeswehr als Maßstab nehmen und davon ausgehen, daß deren Einsatzfähigkeiten das obere Level bestimmen, ist es aus Ihrer Position natürlich verständlich, sich an Luftschlößer zu klammern. Übrigens der Raketenbeschuss Tschinwalis wurde zuerst von westlichen Reporten und Journalisten gemeldet und nicht von russichen Medien oder Militärs.

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05. September 2008 12:21

@ Karl Leck (kleck)

Sönke Peters (soenkepeters)

Ja, ja Herr Leck, Moskau behauptet, einen Völkermord an Südosseten gerade noch verhindert zu haben , kann aber keine Ermordeten vorweisen, Andere posaunen, Saakaschwili hätte als verfrühter Sylvesterscherz eines Irren Tschinvali mit Raketen eingeebnet und Putins Truppen seien dann als Reaktion darauf vom Himmel gefallen, wären sie doch so unglaublich einsatzbereit, wie einst die DDR-Grenztruppen ... und jetzt kommen Sie: Putin hätte die israelischen Angriffsvorbereitungen auf den Iran im Hafen von Poti vereitelt. ... Das, lieber Herr Leck und bei allem Respekt, ist wohl das Irrwitzigste, was von Putins Speichelleckern und Propagandisten hier je hervor gebracht worden ist!

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