Libanon

Zwischen göttlichem Sieg und Café au lait

Fünf Tage genügten der Hizbullah, um der vom Westen unterstützten Regierung Siniora deren Machtlosigkeit zu demonstrieren. In den Bergen und in Beirut kam es zu den schlimmsten Kämpfen seit dem Bürgerkrieg. Die schiitische „Partei Gottes“ beweist eindrücklich ihre militärische Überlegenheit. Von Markus Bickel, Beirut

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Mai 2008 12:37

Folgen von 1982

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Was wir jetzt erleben sind die Spätfolgen des isrealischen Überfalls von 1982 und der darauffolgenden Besatzungen und Folter. Man erinnere sich einmal: Als Israel damals den Libanonen überfiel stand die shiitische Mehrheit fast geschlossen zur israelischen Armee, doch dann begann dies Schiiten zu ermorden, zu entführen, zu foltern und deren Dörfer und Städte ein zuäschern. Daraus und Splittergruppen der prosysrischen Amal, entstand die proiranische Hisbollah. Israel gelang es in der Folge nicht diese Gruppen militärisch zu zerschlagen, weder während der Zeit der Besatzung noch beim erneuten Überfall von 2006. Stattdessen führte dies zur logischen Stärkung der Hisbollah. Dies ist ein Merkmal aller Guerilla-Organisationen. Sie sind nur politisch zu bekämpfen bzw. einzubinden. Nun erreicht die Hisbollah die Phase einer Revolutionären Armee und wenn man jetzt nicht beginnt zu verhandeln, öffnet man Tor und Hof für einen Flächenbrand im Nahen Osten.

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13. Mai 2008 11:54

wie konnte das nur passieren... ?! oder warum passiert das alles...?!

Mehmet Mantikli (logisch74)

Erst wurde Syrien durch den Druck des Westens zum Rückzug aus dem Libanon bewegt, dann hat Israel (einfach ohne sich sorgen um die internationale Reaktion zu machen) fast ganz Libanon in schutt und Asche gebomt, dabei haben sie überhaupt keine Rücksicht auf Zivilisten genommen. Schließlich hat die UN nach Libanon internationale Soldateneinheiten geschickt.! Vergessen wir nicht, dies alles wurde gemacht um angeblich die Hizbullah zu schwächen oder wie Israel es vor hatte, zu vernichten. Trotzdem ist die Hizbullah stärker geworden und nun wird auch noch Beirut fallen. Ich glaube, man hat Syrien aus Libanon verdrängt um dieses Land zu destabilisieren. USA/Israel wussten das die Hizbullah so noch stärker wird, wenn sie das Land in schutt und Asche Bomben. Die Regierung und die reguläre Armee von Libanon wurden blassgestellt, einzig die Hizbullah hat die israelische Armee zurück gedrängt. dann hatte die UN eine Aufgabe zu erledigen bekommen. Unter dem Druck von USA/Israel hat die internationale Gemeinschaft zu bestätigen, das der Iran hinter der ganzen Sache steht. So wird sie mit eingebunden "ganz völkerrechtlich" ein Krieg gegen Iran mitzutragen, den USA und Israel sich überhaupt nicht mehr trauen ohne die ABC-Waffen einzusetzen.!

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13. Mai 2008 11:10

Der Libanon war einigermaßen stabil...

Christian Erkelenz (Christian_030)

... und zudem wirtschaftlich aufstrebend bis Israel im Jahre 2006 dort ohne Kriegserklärung und wegen fadenscheiniger Gründe die halbe Infrastruktur zerschlagen hat. Für jede selbstgemachte Hizbullah Rakete sind 10 mehrstöckige Häuser ausgelöscht worden, etliche zivile Einrichtungen wurden völlig grundlos vernichtet. Für all diese Verbrechen, welche das empfindliche ethnische Gleichgewicht aus der Balance bringen mussten (oder sollten?), hat "der Westen" Israel dann auch noch eine kostenlose Küstenwache spendiert. Herzlichen Glückwunsch. Was erwarten wir, welche Kräfte sich bei einem solch unglaublichen Grad an Brutalität und Verlogenheit im Nahen Osten durchsetzen? Müssten wir dort leben und wären wir Schiiten, so sähen wir die Hizbullah mit Sicherheit auch als Helden an.

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13. Mai 2008 07:55

Göttlicher Sieg

Dieter Erkelenz (d.erkelenz)

Fast die gesamt westliche Medienwelt, gläubig an dem System Sinioria hängend, respektvoll die Hizbullah bedienend, hat sich täuschen lassen. Der Durchschlagskraft der im Iran unterstützten fundamentalistischen Hisbollah wurde nicht nur von den westlichen Medien unterschätzt, sondern wird auch den ewig zerstrittenen Parteien im Libanon den Garaus geben. Dieses Land kommt - wie gesamte Nahe Osten - nie zur Ruhe und für Israel ensteht - wiederum - eine gefährliche Nordfront. D. Erkelenz

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13. Mai 2008 02:36

Sie irren, Jerry Stiller (JerryStiller), ...

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

... dieses Szenario ist die Folge westlicher, sondern östlicher Einmischung: die Hisballah ist ein Erfüllungsgehilfe der Interessen von Iran und Syrien.

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12. Mai 2008 23:31

Lieber Herr Andresen

Gabor von Zoltan (Putinras)

Richtig. Aber aufgeklärt wird leider nur, wer aufgeklärt werden will. Dafür liefern nicht zuletzt die Amis (der Bibelgürtel; im Biologieunterricht rund um Darwin gern mal enger zu schnallen) leider das beste Beispiel. Als Erstes muss also in jedem Fall der Wille zur Weiterentwicklung; zur Überwindung der vorzivilisatorischen "Und bist Du nicht mein Brüderlein, so schlag ich Dir den Schädel ein"-Haltung, gegeben sein. Da scheint mir vom Iran und Syrien her - ganz salopp gesagt - das Interesse relativ gering.

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12. Mai 2008 20:51

Wieder mal eine Folge westlicher Einmischung

Jerry Stiller (JerryStiller)

Alles deutet darauf hin, daß auch dieses Szenario eine Folge westlicher Einmischung ist.

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12. Mai 2008 17:31

Der schiitisch-sunnitische Wahnsinn

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

kann dauerhaft nur dadurch verhindert werden, daß den als Kanonenfutter mißbrauchten Massen eines beigebracht wird: Bildung, Ausbildung und Aufklärung.

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