13. Januar 2006 Präsident Bush hat Spanien verboten, Venezuela spanische Militärflugzeuge mit amerikanischer Technik zu liefern. Spanien hatte im November das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte des Landes abgeschlossen.
Verteidigungsminister Bono unterzeichnete in Caracas einen Vertrag über die Lieferung von zwölf Aufklärungsflugzeugen und acht Patrouillenbooten im Gesamtwert von 1,7 Milliarden Euro. Präsident Chavez lobte aus diesem Anlaß Zapatero ausdrücklich dafür, dem Druck der imperialistischen Regierung der Vereinigten Staaten widerstanden zu haben.
Systematische Unterstützung
Der amerikanische Botschafter in Madrid informierte die spanische Regierung in der Nacht zum Freitag von Bushs Entscheidung, die Exportlizenz zu verweigern. Er begründete das mit einem Hinweis auf die potentielle Destabilisierung der Region in Lateinamerika. Chavez sei zwar demokratisch gewählt worden, unterdrücke jetzt aber systematisch die Institutionen des Landes.
Verteidigungsminister Rumsfeld hatte Bono schon im vorigen Jahr in einem Brief darauf aufmerksam gemacht, daß Chavez aus undurchsichtigen Gründen aufrüste und auch schon hunderttausend russische Kalaschnikow-Sturmgewehre bestellt habe. Die Spanier blieben bei ihrem Plan und rechtfertigten den Verkauf nichtmilitärischer Flugzeuge zur Küstenüberwachung als Beitrag zu dem Kampf gegen das Rauschgift.
Nach Angaben spanischer Fachleute wäre es möglich, die amerikanischen Sensoren, Kameras und Radargeräte durch europäische zu ersetzen. Es sei aber fraglich, ob das Geschäft dann noch für Madrid rentabel sei.
Text: wie. / F.A.Z., 14.01.2006
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