Ihre Bildunterschrift verwischt wesentliche Unterschiede:
Statt "alter und neuer Präsident" hieße es genauer: "vormaliger Diktator und jetziger gewählter Präsident". Ob aber die Legitimation durch Wahl ihn zum besseren Menschen gemacht hat, oder ob ab jetzt die Teilung der Staatsgewalt seine bisherigen Gepflogenheiten hindern wird, darüber darf spekuliert werden.
steffenu
War es wirklich eine faire Wahl.
Das Wahlergebnis lässt daran zweifeln, da es aus Sicht des europäischen informierten Politik-Interessierten keinen wirklichen Grund gab Jospeh Kabila als Präsidenten wieder zu wählen. Seit dem Attentat an seinen Vater, womit sein politisches Engagement begang, hat sich die Lage in Kongo weiterhin verschlechtert
Liest man aufmerksam die in Europa erscheinenden Artikel weiß man, dass es um Kabila ein korruptes System gibt, welches sich, auf Parasitismus beruhrend, auf die nationalen Ressourcen stürzt ohne, dass das Volk in Kongo daraüber zu wissen scheint.
Die teuerste Wahl aller Zeiten! War sie sinnvoll?
Ohne Zweifel: Ja!
Denn nun konnte man auch mal in einem größeren Kontext (größer als Liberia) eine afrikanische Wahl mit verfolgen, bei der sich gezeigt hat, dass viele Afrikaner ihr demokratisches Recht einsetzen möchten.
Eigentlich gibt es keine Hinweise auf eine gefälschte Wahl. Und zudem muss erwähnt werden, dass diese Wahl in unseren Augen vielleicht verfälscht aussieht, weil wir es sind die die nötigen Informationen erhalten haben, die das kongolesische Volk noch leider nicht erhalten konnte.
Was lernen wir daraus? Dass die Voraussetzung für eine "wahre Wahl" freie/gute Medien sind.