Vereinigte Staaten

Bis zu 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan

Admiral Mike Mullen in Kabul

Admiral Mike Mullen in Kabul

20. Dezember 2008 Die Vereinigten Staaten wollen bis zu 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken, um ein weiteres Aufblühen der radikal-islamischen Taliban zu verhindern. Die genaue Zahl der neuen Soldaten stehe zwar noch nicht fest, sagte Admiral Mike Mullen am Samstag vor Journalisten in Kabul. „Nach heutigem Stand werden es aber 20.000 bis 30.000 sein.“

Sie sollten spätestens im Sommer einsatzbereit sein. Der Nato-Oberkommandierende in Afghanistan, der amerikanische General David McKiernan, hat zusätzliche Soldaten angefordert, um vor allem im Süden und Osten des Landes gegen die wiedererstarkten Taliban besser vorzugehen zu können. Der künftige amerikanische Präsident Barack Obama will dem Land mehr Aufmerksamkeit widmen.

Verringerung der Truppen im Irak

Von Amerika geführte Truppen hatten 2001 die regierenden Taliban in Afghanistan kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gestürzt. Derzeit haben die Vereinigten Staaten in Afghanistan 31.000 Soldaten stationiert, die in Teilen unter Nato-Kommando stehen. Zur Nato-Truppe gehören 51.000 Soldaten, darunter rund 3500 der Bundeswehr.

Die Aufstockung ist Mullen zufolge unter anderem deshalb möglich, weil Amerika die Zahl der Truppen im Irak verringern werde. Bislang war in den Vereinigten Staaten diskutiert worden, in den kommenden ein bis zwei Jahren zusätzliche rund 20.000 Soldaten nach Afghanistan zu schicken.

Text: FAZ.NET mit Reuters
Bildmaterial: AP

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