
Moral und Legalität sind jetzt das Markenzeichen von Putin geworden. Hätte er doch bei all seinen Handlungen das beherzigt, wäre auch außerhalb Russlands ihm Anerkennung gezollt worden. Gerade eine fehlende Beachtung und Würdigung seines Wirkens kann als Zeichen verstanden werden, dass seine oft mit altrussischer Art durchgeboxten Ziele nicht verstanden wurden. An die Größe von Michael Gorbatschow, gerade auch in intellektueller Hinsicht, wird er nicht heranreichen. Ihm sind Macht und eine daraus abgeleitete Anerkennung als Macher ( Schröder lässt grüßen) völlig ausreichend. Die Menschen, eine plural offene Gesellschaft und ein Wettbewerb um die besten Ideen werden seinem Ziel, Russland wirtschaftlich und militärisch stark zu machen untergeordnet.
Dabei ist gerade eine Aufrüsten ein Rückfall in alte Denkschemata.
Daher ist und bleibt er ein "Krieger", der nicht nur erpressen kann, sondern notfalls das auch gewaltsam in die Praxis umsetzt.
Genauso klar ist aber auch, dass sich durch den auserwählten Nachfolger an Putins Politik der überzogenen Stärke nichts ändern wird.

Danke für Ihre Kommentare.
Den meisten Deutschen und Westeuropäer fehlen die historischen Kenntnissen und die daraus resultierenden Schlußfolgerungen.

Gerne weise ich auch darauf hin, von wo die Akklamation für Putins Welt jeweils am Lautesten klingt:
Ein Hackerl hinter jede Aussage macht jener Leser, der tatsächlich nicht zu wissen vorgibt, wieso etwa die Polen Russland gegenüber allen Grund haben sich zu fürchten (schon ein kurzer Klick zu Wikipedia kann Klärung verschaffen).
Sofern sich Russland der Verantwortung nicht stellt und nicht einmal Verbrechen aufzuarbeiten vermag, die über 50 Jahre zurückliegen, sondern im Gegenteil darauf beharrt, dass ihm alle "Befreiten" zu ewigem Dank verpflichtet seien (siehe manipulierter "Denkmalstreit" im Baltikum), ist es nur zu verständlich, dass diese befürchten bei Gelegenheit wieder "beglückt" zu werden.
Wie war das nochmal mit dem Vertrag zur Teilung Polens? Mit Katyn? Mit dem Warschauer Aufstand, bei dem die Russen bewusst Hilfe verweigerten und zusahen, wie die Polen massakriert wurden? Mit der Westverschiebung Polens, für die 2,5 Millionen Polen vertrieben wurden?
Wer Putin für dessen Weltbild beklatscht (das nur durch gewaltsame Unterdrückung von Debattierkultur, Medien- und Meinungsfreiheit aufrecht erhalten werden kann), wird auch bei sich zu Hause gute Gründe finden, die Sicht der Nachbarn am Liebsten zu ignorieren.

die Einseitige Anerkennung eines unabhängigen Kosovos ausserhalb der legitimän
Institutionen der UN ist nichts anderes als ein trauriges und äusserst verwerfliches Possenspiel in übelster Wiener Kongress-Art.Die Anmassung der westlichen EU-Statten und der USA zeugt von unermesslicher Ignoranz und Arroganz und ist an Unverfrorenheit gegenüber Serbien nicht zu überbieten.Wo reisen wir in den Gewässern der international und global ausgerichteten Politik hin, wenn dieser Tage eine gruppe bestimmter Staaten nach Gutsheeren-Art weltweit Grenzen ziehen kann, wie Sie möchte.Präzendenzfall hin- oder her, es wird eine neue Seite in der Geschichte internationaler Beziehungen geschrieben, diese wird unabsehbar negative Folgen haben, da wir weltweit damit rechnen können, separatistischen Bestrebungen damit zu unterstützen.Zumindest ist nun klar, weshalb die Nato 1999 nicht gescheut hat, völkerrechtswidrig Krieg zu führen, Sie hat sich zur Armee der albanischen Separatisten befördern lassen und ist nun federführend dabei, diesen einen Staat zu geben. Die Losreissung des Kosovos wurde also von langer Hand vorbereitet und soll nun vollzogen werden.Wo ist bei all diesen Fakten, die Unparteilichkeit, Sachlichkeit und Ausgewogenheit geblieben ?

Die positiven Kommentare über Herrn Putin erstaunen mich. Er hält sich mit undemokratischen Mitteln an der Macht, behindert oppositionelle Strömungen und spaltet den Westen indem er wider besseres Wissen den Mini-Raketenschild als Bedrohung gegen Rußland darstellt, wohlwissend, daß Kreise unerer Politiker auf jede vorgeschobene Befindlichkeit Rußlands mehr Rücksicht nehmen als auf berechtigte stratische Pläne des Westens.
Putin ist schlau, aber nicht auf eine Weise, die mir ein Lob abringen könnte.
TF

Erschreckend diese Kommentare von Putin. Er beweisst nur einmal mehr - und er lässt ja wahrlich keine Gelegenheit aus - wie unglaublich weit er von Europa entfernt ist.
Wenn er das Baskenland oder Nordirland mit den von ihm angeführten Konflikten vergleicht, hat er unserer Wertegemeinschaft bloss einmal mehr den Stinkefinger gezeigt.
"Baskia si - ETA no!" stand auf den Transparenten der spanischen Demonstranten gegen den Terror. - Eine Einstellung die in Russland gar nicht erst vorstellbar ist.
Erinnern wir ihn also bitte an seine Rezepte für Tschetschenien... Das er als innerern Konflikt Moskaus verstanden haben will! Dies hat ihn jedenfalls nicht davon abgehalten, dessen Hauptstadt, in welcher Tausende von Russen (ganz abgesehen von den Tschetschenen, die somit ja ebenfalls russische Staatsbürger zu sein haben) wohnten, in Schutt und Asche zu bombardieren.
Der Vergleich mit Europas Umgang mit seinen extremistischen Separatisten ist deshalb eine äussert markabre Beleidigung; seinen Verweis aufs Baskenland oder Irland ein sehr, sehr schlechter Witz.
Oder können Sie sich etwa ernsthaft vorstellen, dass die Royal Airforce ganz Belfast in Schutt und Asche bomben würde, um dabei zu erklären, dies diene dem Frieden?

Man kann ihm nur in allen Punkten zustimmen. Nicht nur, aber auch seine Meinung zur Unabhängigkeit des Kosovo sollte ernst genommen werden. Die westlichen Regierungen, die dem zustimmen wollen, tun dies nur, um die illegale Zuwanderung aus dem Kosovo und auch aus Albanien zu verhindern. Auch in ein unabhängiges Kosovo werden diese Migranten nicht zurück gehen. Ein unabhängiges Kosovo wird auf Dauer am Tropf der EU hängen. Illegale Zuwanderung muß man mit konsequenter Ausweisung beantworten.