18. August 2005 In der nächsten Woche steht ein weiterer Wahlgang an zur Bestimmung eines neuen Patriarchen von Jerusalem. Der amtierende Patriarch Ireneos wurde zwar gegen das Kirchenrecht abgesetzt. Aber er kann auch nicht weiter amtieren. Nun könnte ihm jener Erzbischof T. nachfolgen, der stets schon Patriarch werden wollte.
Er soll nach den Belegen palästinensischer Anwälte daran beteiligt gewesen sein, daß es israelischen Unterhändlern gelang, einen juristisch fragwürdigen Kaufvertrag über zwei Hotelgrundstücke am Jaffa durchzusetzen; über einen mittlerweile geflohenen Mittelsmann von Ireneos. Über die Hotels wird derzeit zwischen palästinensischen und israelischen Anwälten verhandelt.
Im Patriarchat wird gekämpft
Der israelische Jerusalem-Minister Hanegbi möchte von der griechischen Kirche Grundstücke erhalten. Wenn sich schon die fragwürdigen Hotels nicht erwerben lassen, läßt sich vielleicht die in Korruption verstrickte Kirche dazu bringen, den Vertrag über die Grundstücke der Knesset um weitere 99 Jahre zu verlängern, weil der jetzige in 39 Jahren ausläuft?
Im Patriarchat wird gekämpft. Längst ist nicht mehr eindeutig, wer auf welcher Seite steht. Ireneos wurde im Frühling von seiner Synode entmachtet. Israel, die Autonomie und Jordanien, - die drei Obrigkeiten, die den Patriarchen anerkennen müssen, denken unterschiedlich über Ireneos. Israel ist der Mann egal, so lange es Land erhalten kann.
Die Autonomie hat sich vor Monaten von Irenios distanziert. Sie warf ihm vor, die beiden Hotels verkaufen zu wollen. Seither haben zwar palästinensische Anwälte herausgefunden, daß das nicht stimmt. Dennoch will die Autonomie ihr Urteil nicht revidieren. Interessierte Kreise sollen Jordanien mit Geld dazugebracht haben, sich gegen Ireneos zu stellen. Es gibt noch eine weitere Macht, die ihren Einfluß spielen läßt: Griechenland will vor allem eines, der Patriarch von Jerusalem muß weiter ein Grieche sein.
Alles eine Frage des Geldes
Die griechische Kirche verfügt über enormen Grundbesitz in Jerusalem und in Israel. Das macht sie interessant für die Israelis, die diese Stadt mit ihrem vielfältigen Charakter vorrangig jüdisch machen möchte. Israelische Grundstückshaie, meist Siedlergruppen mit ausländischem Geld, und ihre Anwälte entdeckten die griechische Kirche als eine korrupte Institution, in der man mit Geld seine Ziele erreichen kann. Das wurde nur möglich, weil die griechische Führung dieser ältesten Kirche auf Erden ihre Bindung zur Gemeinde und zu deren Land verloren hat.
Die arabischen Kirchgänger sind ohne Einfluß. Sie würden die Intrige um den Griechen Ireneos gerne dazu nutzen, den palästinensischen Belangen mehr Geltung zu verschaffen. Längst ist der zweifelhafte Verkauf der beiden Grundstücke am Jaffa-Tor ein Thema für die Politiker. Ein Ratgeber und Anwalt von Premier Scharon, rief vor Wochen bei der palästinensischen Regierung in Ramallah an und bat, alles dafür zu tun, damit die Affäre Ireneos nicht zu einem Fall für die Polizei wird. Alles sei eine Frage des Geldes.
Verträge ungültig?
Dick ist mittlerweile die Akte Ireneos, voll gespickt mit Daten, Augenzeugenberichten, Zahlen und Namen, die vorerst ungenannt bleiben sollen. Da liegen auch vier rechtlich unhaltbare Kaufverträge, mit denen der griechische Gewährsmann des Patriarchen Ireneos, Papadimos am 16. August 2004 das Imperial-Hotel am Jaffa-Tor für 1,25 Millionen Dollar und am selben Tag auch das Petra-Hotel für 400.000 Dollar auf 99 Jahre an eine Off-Shore-Gesellschaft abtrat. Am 19. August gab er ein weiteres, kleineres Grundstück für 55.000 Dollar und am 23. August 2004 das vor 15 Jahren bereits von Siedlern besetzte St. Johannes-Hotel im Muristan für 500.000 Dollar ab.
Nach Daten und Vollmacht sind diese Verträge ungültig. Sie wurden auch nie von den Käufern für abschließend gehalten; denn bis vor Wochen noch forderten sie den Patriarchen zur Kooperation auf und boten dafür Hilfe an, seinen Patriarchen-Stuhl zu retten. Das war freilich ein durchsichtiges Manöver. Offenbar stehen hinter der Off-shore-Firma nicht nur israelische Siedler und Anwälte aus den ersten Kanzleien des Landes, sondern auch der griechisch-orthodoxe Erzbischof T., der gerne selbst Patriarch geworden wäre.
Freund Arafats
T. galt nicht ohne Grund als der israelische Kandidat für die Amt. Er war bei Ireneos-Vorgänger Diodoros der Generalsekretär der Kirche und ist bei verschiedenen Geschäften mit Israelis zu einem wohlhabenden Mann geworden. T. und die israelische Propaganda machten Ireneos vom Tag seiner Wahl im September 2001 das Leben schwer. Zwei Jahre lang konnte Ireneos nicht agieren, weil ihn Israel ohne viele Belege als Freund Arafats und Antisemit anklagte und nicht anerkennen wollte.
Die Herren im Büro seines Vorgängers hatte zudem die Kasse geräumt und ihm offenbar dazu noch 20 Millionen Dollar Schulden hinterlassen. Ireneos konnte keinen Scheck unterzeichen, keinen Vertrag - und vor Gericht konnte er seine Kirche nicht vertreten. Er mußte vielmehr seinen ärgsten Gegner im Patriarchat, den Generalsekretär seines Vorgängers, Erzbischof T., als seinen Vertreter zu Gericht schicken. Zugleich aber verstrickte sich Ireneos auch in eine Intrige und warf T. vor, ihn ermorden zu wollen.
Anerkennung des Patriarchen
In so einer Situation sucht jeder händeringend nach Freunden. Da begab sich eines Tages der griechische Militärattache aus Tel Aviv zum griechisch-orthodoxen Bischof von Nazareth, der im Ruf stand, das Vertrauen von Ireneos zu genießen. Es gebe da einen jungen fähigen Griechen in Tel Aviv, berichtete der Attache, der leider in der Botschaft nicht beschäftigt werden könne. Vielleicht habe der Patriarch einen Posten. Der Patriarch schlug ein und überließ dem vertrauenswürdigen Mann die leere Kasse.
Über die Monate fand der Patriarch immer mehr Vertrauen zu dem jungen Papadimos. Der wohnte in Tel Aviv in demselben Gebäude wie X., der den durch politische Ämter einflußreich gewordenen israelischen Anwalt S. gut kannte. Der Patriarch wurde mit Rechtsanwalt S. bekannt gemacht. S. wurde vor allem gebeten, bei der israelischen Regierung endlich die Anerkennung des Patriarchen durchzusetzen. Das schaffte der Anwalt Anfang 2004.
Vermietung eines gewissen Grundstücks
Er machte sich damit für den Patriarchen unverzichtbar und strich auch gehörig Geld für die Beratung ein. Zugleich begann er, sich ein genaueres Bild über die Immobilien des Patriarchats zu machen und bot sich als Vermittler bei Verkäufen an. Dabei ging es zunächst um Land in der Nähe des King David-Hotels im Herzen von Jerusalem, aber auch schon um den Vorschlag, die beiden Hotels am Jaffa-Tor langfristig in Erbpacht abzugeben, um den Patriarchen endgültig aus seiner Geldverlegenheit zu helfen. Ireneos lehnte ab.
Doch der Anwalt gab nicht auf. Im März 2004 erbat der griechische Buchhalter des Patriarchen, Papadimos Ireneos um die Unterschrift zur Vermietung eines gewissen Grundstücks in der Altstadt. Ireneos hatte Vertrauen, unterzeichnete, obwohl er nicht einmal den englischen Text lesen konnte. Anwalt S. bekam nach eigener Auskunft eine Kopie, eidesstattlich bestätigt durch den israelischen Notar M. Obwohl Anwalt und Notar wußten, daß der Patriarch die Hotels nicht abgeben wollte und bisher jedes Grundstücksgeschäft abgelehnt hatte, meldeten sie sich nach Kenntnisnahme der Unterschrift nicht beim Patriarchen.
Illegale Geschäfte?
Hätte es sie nicht stutzig machen müssen, daß da in der eidesstattlichen Erklärung steht, Papadimos sei generell berechtigt, jedwedes Grundstück langfristig zu vermieten. Daß der Patriarch dies bei wichtigeren Grundstücken ohne seine Synode gar nicht kann, störte die beiden israelischen Juristen auch nicht. Eine Woche nach der Unterschrift trafen sich Patriarch und Anwalt S.. Aber der Anwalt schwieg.
Erst im Oktober 2004 kam im Patriarchat das Gerücht auf, der Vertraute von Ireneos, Papadimos handle sonderbar und sei in illegale Geschäfte verwickelt. Im Nachhinein ist klar, wer diese Gerüchte streute. Der erzbischöfliche Neider T. begann offenbar, über das Werkzeug Papadimos seinen Widersacher im Amt anzuschwärzen. Ein griechischer Journalist reiste an und warnte Ireneos vor Geldverwalter Papadimos.
Der griechische Anwalt Q. aus Athen folgte mit seinen beiden Söhnen und versuchte, den Gerüchten auf den Grund zu gehen. Sie erfuhren von Papadimos, daß der israelische Anwalt S. eine Verfügungsermächtigung des Patriarchen aufbewahre. Sie reisten wieder ab, nicht ohne den Patriarchen zuvor vor Papadimos zu warnen.
Papadimos auf der Flucht
Nur Tage vor Papadimos` Flucht nach Kanada - wo man den vermeintlich Gesuchten telefonisch erreichen kann - wurde der Patriarch mit einem der Söhne des Anwalts aus Athen auf der Rückfahrt von Tel Aviv in einen Unfall verwickelt: Auf der Autobahn stößt ein Wagen von hinten auf den Volvo des Patriarchen und rast davon. Tage darauf meldete sich ein Mitglied der griechischen Botschaft beim Patriarchat, die Frau von Papadimos sei am Flughafen vom Zoll aufgegriffen worden, weil sie Schmuck und 120.000 Euro in Bar undeklariert ins Ausland bringen wollte.
Der Patriarch bürgte für die Ehefrau; er ließ aber zugleich den Safe der Kirche sichern. Papadimos befand sich nun offenbar auf der Flucht. Er ließ einen Freund bei dem bekannten israelischen Geschäftsmann und Ex-General R. nach Unterschlupf fragen. R. fragte mit seinen guten Beziehungen in der palästinensischen Autonomie in Ramallah nach. Zwei Tage später war Papadimos verschwunden. Der Patriarch fand heraus, daß weiteres Geld abhanden gekommen war und bat seinen israelischen Anwalt S. um Hilfe. Doch der hielt sich offenbar zurück.
Mr. Cohen
Ende 2004 ließ der Patriarch zwei, bis heute ihm getreue Archimandriten kommen, um ihm bei der Verwaltung in dem für ihn undurchsichtig gewordenen Patriarchat zu helfen. Nach einem Empfang durch den israelischen Präsidenten Katsav im King David Hotel kommt es in der Nähe der Rezeption zu einem wichtigen Treffen. Ein Mr. Cohen stellt sich dem Patriarchen vor und bietet sich als Helfer an. Er erweist sich als Kenner der Immobilien des Patriarchats und gibt beste Beziehungen zur israelischen Regierung vor. Er regt an, ähnlich wie der Heilige Stuhl im Vatikan könne er dazu beitragen, daß Israel auch mit der griechischen Kirche in bilaterale Verhandlungen eintritt. Das hört sich interessant an, finden Patriarch und seine beiden Archimandriten.
Mißtrauisch sind sie nicht. Etwa zwei Wochen später, Anfang 2005, traf der Patriarch nach einer Feier für den Chef der Polizei in der Altstadt beim Hauptquartier am Jaffa-Tor wie durch Zufall Mr. Cohen wieder. Der hatte offenbar vor dem Polizeigebäude auf ihn gewartet. Es wäre doch gut, daß man sich treffe: Die Dinge kommen voran. Es sei sinnvoll, sich nochmals im King David zu sehen, meinte der Unbekannte. Ireneos schlug ein.
Wir machen keine Geschäfte
Mr. Cohen kam diesmal mit zwei weiteren Personen; es wurde wieder über griechisch-orthodoxe Grundstücke in ganz Israel gesprochen. Zwei Wochen später wurde ein weiteres Treffen angesetzt; und dabei wollte es der Zufall, daß Mr. Cohen und ein Anwalt Eytan den einen Archimandriten zur Seite nahmen. Der Dritte im Bunde beim Patriarchen beging da den Fehler, plötzlich Cohen als Matti zu sich zu rufen. Da fiel dem Patriarchen ein, daß sein flüchtiger Verwalter Papadimos stets von einem Matti gesprochen hatte.
Nun war klar, daß die Immobilienhaie keine liebenswürdigen Vermittler waren. Vielmehr versuchten Papadimos frühere Partner nun direkt bei Ireneos zu erreichen, was sie seit Papadimos´ Flucht nicht mehr über jenen erreichen konnten. Matti Cohen erläuterte daraufhin dem Patriarchen, er habe mit Papadimos verschiedene Geschäfte gehabt, und man wird nun schon einen Weg finden, damit weiter voran zu kommen. Patriarch Ireneos aber wiegelte ab: Wir machen keine Geschäfte.
Es werde keine Grundstücksverhandlungen ohne Einbeziehung der Synode geben. Ireneos sandte einen der beiden Archimandriten, Ireneos jun., zu den Steuerbehörden und zum Grundstücksamt, um dort in Unterlagen über wohlmögliche Einkäufe einzusehen. Doch er fand nichts. Die beiden befragten Anwalt S.; doch der sagte auch nichts.
Drohnungen an den Patriarchen
Im März 2005 kam Matti neuerlich zum Archimandriten Ireneos und stellte dabei einen Herrn L. vor, der sich auch gut bei den Grundstücken auskenne: Wir müssen kooperieren wegen der schon geschlossenen Verträge, sagte Matti. Doch der Archimandrit lehnte ab. Er wisse von keinen Geschäften. L. mischte sich verärgert ein: Sie haben zehn Tage Zeit, die Sache zu klären. Das Verhalten des Patriarchen ist gefährlich; er muß mit uns zusammenarbeiten. Kurz darauf meldete sich Anwalt Eytan wieder und drohte: Es wird im Hof des Patriarchats eine Bombe detonieren, wenn der Patriarch nicht kooperiert.
Am 17. März kam gegen fünf Uhr am Nachmittag nochmals ein warnender Anruf von der Matti-Bande: Wenn der Patriarch jetzt nicht kooperiert, geht die Bombe hoch. Das tat sie am Tag darauf mit dem wohl von Matti gefütterten Beitrag für die populäre israelische Tageszeitung Maariv, in der erstmals über den Verkauf der beiden Hotels am Jaffa-Tor berichtet wurde. Der Beitrag löste im Patriarchat Empörung aus. Im Nachhinein muß die Wut freilich künstlich erscheinen. Die griechisch-orthodoxe arabische Bevölkerung protestierte.
Der Patriarch wurde von allen Seiten bedrängt. Aber er tat zunächst auch nicht mehr, als noch mal seinen Archimandriten Ireneos jun. zu den Behörden zu schicken, um nach Unterlagen für den Verkauf zu suchen. Dieser traf sich auch mit Anwalt Eytan, der Ireneos jun. einen Brief unterschreiben ließ, daß wegen der sensiblen derzeitigen Lage obwaltende Angelegenheiten bis auf weiteres suspendiert seien.
Ireneos verlor Glaubwürdigkeit
Der Archimandrit übersah, daß er durch seine Unterschrift zugab, daß das Patriarchat offenbar tatsächlich in Geschäfte verwickelt war. In den Tagen darauf wurde der Patriarch wieder direkt telefonisch bearbeitet. Seine Gegner mobilisierten sogar seinen alten Freund, einen wohl unwissenden Griechen T. aus London, der anreiste und Irenios bekniete, doch in die Geschäfte einzuwilligen; oder zumindest ein Grundstück beim King David zu veräußern, um die leeren Kassen des Patriarchats zu füllen. Ein israelischer Investor K., der schon in der Zeit des letzten Patriarchen aktiv gewesen war, trat wieder hervor.
Der Freund aus London legte einen abschließenden Entwurf für das Grundstück am King David vor und reiste erbost ab, als der Patriarch neuerlich abwinkte. Am 8. April setzte sich eine palästinensische Anwalts-Kommission erstmals zusammen, um im Auftrag der palästinensischen Autonomie den vermeintlichen Geschäften des Patriarchen auf den Grund zu gehen. Doch die Ermächtigung des Patriarchen traf erst am 5.Mai ein. Diese Frist reichte Erzbischof T., dem Widersacher des Patriarchen, um die Kirche gegen ihren Patriarchen aufzurühren.
Als Ireneos am 6. Mai die Synode einberufen wollte, kamen gerade einmal acht der 17 Mitglieder. Am Nachmittag desselben Tages geschah das noch einmal. Ireneos hatte wegen des Maariv-Artikels seine Glaubwürdigkeit verloren.
Wir Israelis haben alles unter Kontrolle
Doch vermeintlichen Helfer von draußen ließen nicht locker. Jossi und David, bisher Unbekannte, versuchten Ireneos bei mehreren Anrufen am Telefon davon zu überzeugen, doch in die Geschäfte einzusteigen. Sie würden dafür im Gegenzug in der Synode eine günstige Stimmung erreichen können. Wir Israelis haben alles unter Kontrolle, sollte wohl die Botschaft heißen. Tatsächlich wußten die Anrufer einen Tag vor der Absetzung des Ireneos schon über diesen geplanten Schritt und auch im Voraus über die Bildung des Dreiergremiums zur Verwaltung des Patriarchats und die Einsetzung des vorrübergehenden Patriarchen Cornelios.
Derweilen suchte der verstoßene Patriarch weiter nach den Verträgen über die vermeintlichen Grundstücksverkäufe. Die Anwälte wurden nun direkt beim Chef der Steuerbehörde in Jerusalem vorstellig. Der aber ließ erst die oben genannten vier Verträge weiterleiten, nachdem Generalstaatsanwalt Mazuz interveniert hatte. Mazuz griff ein, nachdem ein israelische Radiosender über den Skandal berichtet hatte. Die palästinensischen Anwälte bestehen nun darauf, die Verträge zurück abzuwickeln. Entstandene Kosten würden bezahlt. Aber wird auch das Komplott entlarvt?
Unterschrift des Patriarchen nicht zu bekommen
Nach Auffassung der palästinensischen Anwälte pflanzte Erzbischof T. absichtsvoll den vertrauenswürdigen jungen Papadimos in die Nähe von Ireneos. T. wollte den Patriarchen loswerden und brauchte dazu einen Skandal. Vertraut mit dem israelischen Landhunger nutzte T. seine Kontakte zu führenden israelischen Anwälten, die nahe an der Regierung dem Patriarchen versprachen, für seine Anerkennung in Israel zu sorgen.
Im Gegenzug dafür wollten sie mit ihm über Immobilien ins Geschäft kommen. Der Verwahrer der leeren Patriarchenkasse Papadimos war gefügig und lieferte. Doch die Unterschrift des Patriarchen ist bis heute nicht zu bekommen. Zurück bleibt das irdische Jerusalem, eine wehrlose Immobilie. Am 4. Juli genehmigte das Wohnungsministerium den Bau einer jüdischen Siedlung der Extremisten von Ateret Cohanim im muslimischen Teil der Altstadt.
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