Irak

Raketenangriffe auf „Grüne Zone“ in Bagdad

31. März 2008 Aufständische haben am Montag die „Grüne Zone“ in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Mörsern angegriffen. Augenzeugen sagten, das streng abgeriegelte Gebiet, in dem unter anderem die amerikanische Botschaft und das Parlament liegen, sei von zahlreichen Mörsergranaten getroffen worden. Zu möglichen Opfern lagen keine Angaben vor.

„Die Raketen sind in der Nähe des Kontrollposten explodiert. Ich habe fünf Menschen gesehen, die am Boden lagen, darunter zwei amerikanische Soldaten“, sagte ein Augenzeuge. Die amerikanische Armee wollte dazu vorerst keine Stellungnahme abgeben.

Zuvor war in Bagdad die Ausgangssperre teilweise aufgehoben worden, nachdem der radikale Schiiten-Prediger Muqtada al Sadr seine Anhänger am Sonntag aufgefordert hatte, die Waffen niederzulegen.

Amerikaner töten 41 Aufständische

Die amerikanischen Truppen meldeten unterdessen einen Erfolg gegen Aufständische der schiitischen Mahdi-Miliz: 41 Iraker seien getötet worden. Das Militärkommando berichtete, im Osten von Bagdad seien am Sonntag allein bei einem Angriff der amerikanischen Luftwaffe 25 „Kriminelle“ ums Leben gekommen, die zuvor amerikanische Soldaten attackiert hätten. Die meisten Toten gab es bei den Gefechten zwischen der Mahdi-Miliz, die seit vergangenem Dienstag gegen die irakischen Regierungstruppen und gegen die Amerikaner gekämpft hatte.

Nach Angaben des amerikanischen Militärs töteten Aufständische am Sonntag nördlich von Bagdad einen amerikanischen Soldaten. Ein weiterer Soldat erlag seinen Verletzungen, die er am Samstag in der Anbar-Provinz erlitten hatte. Die Armee meldete weiter, in der Nähe der Stadt Balad seien am Sonntag sechs Polizisten von Al- Qaida-Terroristen getötet worden, die sie in einen Hinterhalt gelockt hätten.

Bei den Kämpfen in der südirakischen Stadt Basra sind in der vergangenen Woche nach Angaben der Regierung mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach am Montag von 210 Toten und 600 Verletzten.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

 
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