Irak

1,8 Milliarden Dollar mehr für die Sicherheit

Für die Sicherheit im Irak soll bald mehr Geld zu Verfügung stehen

Für die Sicherheit im Irak soll bald mehr Geld zu Verfügung stehen

15. September 2004 Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, ihre Ausgaben für Sicherheit im Irak um 1,8 Milliarden Dollar erhöhen zu wollen. Das Budget für Sicherheitsmaßnahmen steige damit auf insgesamt fünf Milliarden Dollar, sagte Unterstaatssekretär Marc Grossman. Auch die Ausgaben für die wirtschaftliche Entwicklung und die irakische Ölindustrie würden aufgestockt.

Die zusätzlichen Mittel werden von den Programmen für den Wiederaufbau der Wasser-, Abwasser- und Elektrizitätsversorgung abgezweigt. Das Geld ist Teil des Etats von 87 Milliarden Dollar, den der Kongreß für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan genehmigt hat. Die Abgeordneten müssen der geplanten Umverteilung noch zustimmen.

Bombenanschlag bei Bagdad

Bei einem Autobombenanschlag südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach Angaben des Innenministeriums zwei Menschen getötet worden. Zehn weitere sollen verletzt worden sein. Der Anschlag sei gegen einen Kontrollpunkt der irakischen Nationalgarde in der Stadt Suwayra gerichtet gewesen, teilte das Innenministerium mit. Irakische Polizei und Sicherheitskräfte werden immer wieder Ziel von Anschlägen von Aufständischen im Irak.

Das amerikanische Militär hat nördlich von Bagdad drei enthauptete Leichen gefunden. Eine Patrouille sei auf einer Autobahn nahe Balad auf die sterblichen Überreste gestoßen, bestätigte ein Sprecher der 1. Infanteriedivision in Tikrit. Das amerikanische Militär ging davon aus, daß die Getöteten irakische Zivilisten sind. Dagegen sprach die irakische Polizei von Ausländern. Sie übernahm die Ermittlungen. Das irakische Innenministerium teilte mit, die Männer trügen Zivilkleidung und seien tätowiert.

Türkische Geisel freigelassen

Ob es sich um die Opfer von Geiselnehmern handelt, war zunächst unklar. Irakische Aufständische halten mehrere ausländische Geiseln gefangen. Immernoch vermißt werden zwei französische Journalisten, zwei italienische Helferinnen sowie mehrere Lkw-Fahrer aus der Türkei und aus Jordanien.

Eine Extremistengruppe hat unterdessen einen vor zwei Monaten entführten Türken freigelassen. Er befinde sich nun in der türkischen Botschaft in Bagdad, sagte der Bruder des Entführten der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Der Entführte war als Übersetzer im Irak tätig gewesen.

Text: FAZ.NET mit Material von Reuters, dpa, AP
Bildmaterial: dpa/dpaweb

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Sie suchen eine günstige Unterkunft für den nächsten Urlaub? Jetzt Ferienwohnungen und Ferienhäuser finden bei Immowelt.de und FAZ.NET!

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche