10. November 2009 Einen Tag vor der Trauerfeier für die 13 Toten des Massakers von Fort Hood an diesem Dienstag haben amerikanische Medien über eine mögliche Verbindung des mutmaßlichen Mörders zu einem radikalen Imam berichtet. Danach hat der Todesschütze, der Militärpsychiater Major Nidal Malik Hasan, die gleiche Moschee im Islamischen Zentrum Dar al Hijrah in Falls Church in Virginia nahe Washington besucht, die im April 2001 auch von Nawaf al Hazmi und Khalid al Mihdhar, zwei Attentätern der Terroranschläge vom 11. September 2001, frequentiert wurde.
Auch die Trauerfeier für Hasans Mutter fand am 31. Mai 2001 in der Moschee statt, in der seinerzeit der radikalislamische Imam Anwar Aulaqi predigte. Der Imam lebt seit 2002 im Jemen und muss nach Ansicht des früheren Staatssekretärs im Heimatschutzministerium, Charles Allen, als "Unterstützer von Al Qaida und spiritueller Führer von drei Luftpiraten des 11. September 2001" betrachtet werden. Derzeit untersuchen die Ermittler, ob Hasan Interneteinträge Aulaqis, die dieser im Jemen verfasst, verfolgt hat.
Der Vorsitzende des Heimatschutzausschusses im Senat, Joseph Lieberman, will schon bald in Anhörungen seines Ausschusses untersuchen lassen, ob das Blutbad am Donnerstag in Fort Hood ein terroristischer Angriff gewesen sei und möglicherweise hätte verhindert werden können. Wenn erkennbar gewesen sei, dass sich der Täter zu einem islamischen Extremisten entwickelt habe, hätte er aus den Streitkräften entlassen werden müssen, sagte der unabhängige Senator, der meist mit den Demokraten im Senat stimmt. Zudem solle aufgeklärt werden, ob das Heer "alarmierende Zeichen übersehen" habe.
Text: rüb.; F.A.Z.
Bildmaterial: afp, AP, Reuters