Auf der Lauer: bewaffnete Schiiten in den Straßen Beiruts

Kämpfe im Libanon

Hizbullah übernimmt Kontrolle in Westen Beiruts

Nach der Eskalation der Gewalt im Libanon herrschte am Samstag zunächst Ruhe in Beirut. Dennoch ist in der sunnitisch-schiitischen Auseinandersetzung vorerst kein Einlenken der Konfliktparteien in Sicht. Iran wies Vorwürfe des Westens zurück, Teheran schüre - zusammen mit Syrien - die Gewalt. Von Markus Bickel

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Mai 2008 15:20

Die Saudis lernen schon

Torsten Klier (TorstenKlier)

Herr von Zoltan. Und die Syrer auch, Herr Rüger. Im letzten Libanonkrieg 2006 haben die Saudis das Verhalten der Hisbollah verurteilt; zwar leise, aber für saudische Verhältnisse (die sagen doch sonst nie was) außergewöhnlich. Und wie man hört, ist Herr Erdogan gerade als Makler zwischen Israel und Syrien tätig. Und der Makler wird ja nur angerufen, wenn beide Seiten (zumindest langfristig) eine Vereinbarung anstreben. Diese Vereinbarung kann sich nur gegen die Hisbollah richten. Andere gemeinsame Interessen haben Israel und Syrien nicht.

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10. Mai 2008 11:14

Keine Ruhe

Herbert Rohrer (100WorteReporter)

In diesem Teil der Welt wird es so schnell keine Ruhe geben. Wie auch? Das Konfliktpotential ist viel zu groß und läßt sich auch nicht so einfach wegdiskutieren. www.100WorteReporter.de verfolgt die Situation.

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09. Mai 2008 15:39

Wäre schön, wenn die Saudis was draus lernen würden.

Gabor von Zoltan (Putinras)

Nun sinkt sie also wieder dahin, die Schweiz des Nahen Ostens. Absehbar war das längst. Schon vor Monaten wurde die Entwicklung hin zum Bürgerkrieg als Explosion "in Zeitlupe" bezeichnet. Der Feuerball wird nun gemächlich grösser und grösser werden. Eine Tragödie! Ich schliesse mich der Meinung des Vorkommentators an, dass sich die Syrer wohl so wenig darüber im Klaren sind, wie einst die Amis mit den Taliban, was für Nattern sie da aus machtpolitischen Gründen glauben füttern zu müssen. Mindestens ebenso wichtig wäre aber, dass die reichen Saudis, welche den ganzen Wiederaufstieg tatkräftig mitfinanzierten, sich endlich Gedanken machen, warum es in prosperierenden Gesellschaften angesagt ist, Religion und Politik zu trennen, Verbrechen ernshaft zu untersuchen (gerade wenn Teile des Staates im Verdacht stehen, mitverantwortlich zu sein), Rechte und Pflichten für alle gelten zu lassen - unabhängig von Stellung und Bekenntnis. Sie hätten dies als Geldgeber nicht nur im Libanon nachdrücklicher einfordern können, sondern haben im ganzen Nahen Osten - und insbesondere bei sich zu Hause - allen Grund mit dem Aufbau echter zivilgesellschaftlicher Strukturen anzufangen, anstatt durch das Schmusen mit Fanatikern alles zu vernichten.

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09. Mai 2008 12:11

Zahlmeister

Markus Teuber (arathorn)

Wie oft haben denn nun die Libanesen (oder politisch-religiöse Quertreiber ) ihr Land in Schutt und Asche gelegt? Diesmal sollte Deutschland aber dorthin kein Geld mher zum Wiederaufbau schicken. Wenn die anderen Europär wollen,bitte -ihr Problem! Aber wir haben bis auf Weiteres kein Geld ,um die mutwillige Zerstörungswut marodierender Banden immer wieder aufs Neue zu heilen ! Ich hoffe,daß sich Herr Steinbrück hier auch so unzugänglich gibt,wie er es in Bezug auf das Thema "Steuererleichterung in Deutschland" ist. Es genügt schon,daß Deutschland noch immer Entwicklungshilfe an das immer reicher werdende China zahlt! Noch mehr Unsinn ist eben nicht mehr drin .

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09. Mai 2008 10:38

Syrien

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Syrien dürfte die Hisballah bald zu groß werden. Das säkulare, von Alewiten geführte Regime in Damaskus züchtet seit Jahren in frankenstein'schen Überschwang ein Monster heran, dass sich früher oder später seinem Meister entwachsen wird. Noch immer ist der Libanon - insbesondere aufgrund seines hohen christlichen Bevölkerungsanteils - ein Leuchtturm arabischer Kultur. Ein Machtgewinn der Hisballah würde das Land vollends ruinieren.

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