
"warum sind hier soviel iraner nach deutschland geflüchtet???"
Das dürfte auf der Hand liegen.
Wer es sich leisten kann (Mittelstand),
aber nicht reich genug ist,
sich im Iran in eine Parallelwelt zurückzuziehen
(Teheraner Oberschicht), wandert möglichst aus.
Das erkennen Sie schon daran,
dass die meisten Deutsch-Iraner bzw. Exilianten
akademischen Berufen angehören.

Herr Meissner,
im kern Ihre Einschätzung kann ich Ihre Meinung Teilweise zustimmen.
Aber in der wirklichkeit ist es nicht so einfach.
1. Wer sagt, dass die westliche kultur die bessere ist?
2. sobald im iran eine kurze öffnung staatfindet, mischen sich die westen ein und machen alles schlimmer.
3. solange die westen sich nicht an die eigene nase fasst und sich im hintergrund nicht die terroristen und undemokratischen oppositionellen unterstützt, wird das land sich kaum aus ihre hölle wagen.
4. der westen mördet, zensiert und benutzt die Gewalt aber im gegenzug wirft den anderen statten anwendung der gewalt und Terror vor.
Iran muß sein eigene politische kultur entwickeln und er wird es auch.
Nun dazu brauchen wir weder die hilfe vom aussen noch die einmischung vom aussen.
Aber auch die Iraner selber müssen es endlich begreifen, dass nicht alles was aus dem westen kommt ist gut.
Denn der westen hat bis jetzt nichts als Gewalt, Leid, Krieg und... gebracht.
Aber, es gibt auch positive Aspekte im Westen!

Als Erstes kam mir der Begriff "Doppelmoral" in den Sinn! Die Vergangenheit hat uns schon gezeigt, daß alle Staaten, die große Moralvorstellungen haben, diesen nicht gerecht werden können. Siehe das Beispiel der U.S.A. - der nach meinen Informatione der weltgröße Produzent von Hardcore-Pornos ist!
Mir tut Zahra Amir Ebrahimi einfach nur sehr leid - wie froh bin ich, daß ich als Frau in einem "zivilisierten" Land leben darf!

Man muss schon schmunzeln:
Offiziell ist die gesamte iranische Gesellschaft zutiefst empört.
Der schnellen Verbreitung des Films nach zu urteilen, herrschte aber dennoch allgemein ein reges Interesse daran.
Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich auch Ajatollah Chamenei die Aufnahmen angesehen hätte. Selbstverständlich nur um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Iraner der Diskrepanz von Anspruch und Wirklichkeit in ihrem Land bewusst werden und der Fall Ebrahimi zum Anlass einer Wandlung der von oben verordneten Gesellschaftsordnung genommen wird. Denn wie man sieht, handelt es sich beim Iran um eine (zumindest teilweise) westliche Gesellschaft hinter einem islamisch-fundamentalistischen Schleier.
Es ist schlicht alles nicht mehr als eine Inszenierung!
Mit freundlichen Grüßen
Hanno Meissner, Wolfsburg