Wie lange bleiben sie wirklich?

Irak

Amerikaner planen ihren Rückzug

Noch hofft George W. Bush, der Lage im Irak durch mehr Truppen Herr zu werden. Sollte auch diese Strategie scheitern, erwägen die Amerikaner ihre Soldaten rasch abziehen - ein Rückzugsplan liegt vor. In Israel führt das zu Unruhe.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. März 2007 00:56

2 mal Fehler bedeutet -2 Erfolg

Thomas Mecha (Alimekka)


Der militärische Einzug in den Irak, welcher auch gleichzeitig ein wirtschaftlicher war, wurde insgesamt genommen weltweit als Fehler und unmoralisch bewertet.
Das unscheinbare Ziel an das Erdöl zu gelangen wurde schnell "scheinbar" und Amerika sah ich mit viel globaler Kritik konfrontiert.
Dies konnte jedoch freilich nichts am Tun Amerikas ändern.

Nun, nach ein paar vergangenen Jahren Besetzung, Krieg und Bürgerkrieg wird der Ruf nach einem Fazit laut. Dieses sollte dann natürlich auch Folgen haben...:
Lage im Irak: Katastrophal
Amerikas Rolle (milde ausgedrückt): Unfunktional
Fazit: Rückzug....?


Bitte...
Wieso sollte ein Rückzug gerade in der schwierigsten Zeit richtig sein ?... Amerika hatte vor das Land zu stabilisieren...und hat nun wohl das Gegenteil bewirkt. Sollte man da aber gleich aus dem Land rausgehen und den zerstrittenen Irakern die Verantwortung zurück geben...?
Sollte man sich da nicht der eigenen Verantwortung bewusst werden, die Lage analysieren und die die UN um Hilfe bitten....
Rein Raus... ohne die Tür wieder zu zumachen...eröffnet das Potential für weit größere Probleme.

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14. März 2007 11:19

Augenwischerei

Peter Szameitat (MAKSAS)

Ein taktisch rethorisches Geplaenkel, das nun nach der blamablen Suedamerikareise vorgefuehrt wird, um Kritiker, vor allem in den USA selbst, den Friedenswillen zu demonstrieren. Die Regionen des Irak sind so zerstoert und destabilisiert, das es Jahre, wenn nicht gar mehr als ein Jahrzehnt benoetigt, das Leben wieder zu normalisieren. Bleiben wird man aber schon alleine darum, um die Grenze zum Iran zu schliessen und Einsatztruppen fuer den Iran zu stationieren. Nach der "National-Securyti-Strategie"(NSS) von 2006 mit der Ergaenzung des 'belligrent response", die Iran als die groesste Gefahr eines Einzelstaates fuer die USA sieht, ist ein Abzug ausgeschlossen. Man wird aber auch den Taliban keinen Vorwand liefern wollen, ihren Druck in Afghanistan zu erhoehen. Hinzukommt die sich drastisch verschlechternde wirtschaftliche Situation der USA und ein moegliches Desaster des US$. Drei grosse Hegdefonds kurz vorm Absturz, die Hypothekenfonds jetzt schon und das Misstrauen zum US$ waechst. Die Staerke des $ wurde aber auch damit begruendet, das es in den USA keine sozial bedingten Unruhen geben wird, ein moeglicher Trugschluss! So muss die USA-Administration nach aussen sich als starke Macht zeigen, also weiter Krieg dem Terrorismuss!

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14. März 2007 07:44

volkswirtschaft und rohstoffkrieg?!

thomas schön (meinseindu)

könnte man nicht annehmen das solch ein krieg und die erforderlichen investitionen nicht auch ein positiven einfluss auf die volkswirtschaft haben? wenn man die summe von 2 billionen dollar liest würde mir der gedanke kommen, und die basen bauen bestimmt keinen irakischen firmen ohne amerikanischen hintergrund bzw es bauen diese basen amerikanische firmen.
und wenn man diese investition sieht und dann noch die rohstoffknappheit in der zukunft dann könnte dies eine doppelfolge haben. die usa bekommen ihr öl sozuagen aus dem "eigenen land" und müssen es nicht fremd teuer kaufen und brauchen keine angst haben das plötzlich durch politische problem jemand ihnen den ölhahn zu dreht. und die amerikanische wirtschaft wird massiv angekurbelt.
der krieg im irak war der erste schritt der rohstoffkriege und die usa haben sich dort einen sitz gesichert der ihnen die möglichkeit gibt auf die grössten ölvorkommen zu zu greifen. die muslime verfolgen der krieg des glaubens und provitieren wirtschaftlich von der amerikanern und die amerikaner verfolgen den krieg der geldes.
man sollte sich mal ansehen wieviel geld die familie bin laden in den usa investiert hat, und ein sohn dieser familie ist der "anstifter des terrors" und geldgeber.

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13. März 2007 22:15

Uncle Dagobert

walter kothe (nawerwirddenn)

Nun muss Dagobert Duck mit brennendem Bürzel die Flucht antreten. Unterwegs wird er noch sämtliche Ölfässer verlieren, die er sich um den Arm geklemmt hat. Da wird auch der GI nichts daran ändern, der in seinem Zylinder steht und über den aufgeklappten Hutboden knattert, was die Rohre hergeben. Was für ein Kontrast zu der geplanten Selbstdarstellung, in der die US-Boys mit stolz geschwellter Brust, umjauchzt von fähnchenschwingenden Jubelirakern, dentalweißem Lächeln und als Helden den geordneten Rückzug antreten wollten. Nun wird es nichts mit der Ehren- und Siegesparade unter Mitnahme sämtlicher Ölrechte und der ewig zementierten Monopolstellung für all diese dicken Cheynies. Jetzt brennen der Hintern und der Hut!
Daheim erwarten den Onkel Dagobert ein leerer Geldspeicher und die Panzerknacker im Rollstuhl und auf Krücken. Die hat er nämlich versucht, im Irak zu verheizen, mit all den anderen Unterschichtlern. Sic transit gloria mundi (so geht der Ruhm der Welt dahin)! Zum Abschied winkt ein pechschwarzer Block unierter Schiiten aus dem Südirak, dem Iran und den ballernden Hisbollerern, die Israel, die arabische Halbinsel und damit die wichtigsten Ölhähne wie eine riesige Zange umgreifen. Toll, Onkel Dagobert. Unübertroffen.

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13. März 2007 21:36

Irak wird dauerhaft US-besetzt bleiben

Harald Obloch (germanlibre)

Die USA werden sich ganz sicher nicht aus dem Irak zurückziehen; sie werden dort noch in Jahrzehnten mit einer gewissen Truppenstärke present sein. Sie wollen lediglich keine Kampfhandlungen mehr, weil ihnen die Verluste und Kosten zu hoch sind.
Um sicher zu sein, dass der Irak immer eine US-freundliche Regierung behält und als Stützpunkt im Nahen Osten, um andere einzuschüchtern usw. sind größere Basen im Irak dauerhaft notwendig.
Der zweite Weltkrieg ist seit 62 Jahren, der Kalte Krieg seit gut 15 Jahren vorbei. Trotzdem gibt es in Deutschland noch zigtausende US-Truppen und die USA denken nicht im Traum daran, die quasi exterrtorialen Stützpunkte wie Rammstein u.a. an Deutschland zurückzugeben.
Diese Truppen sind ein wichtiger Beitrag um Deutschland und Europa us-abhängig zu halten.

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13. März 2007 16:03

schweren Stand

uwe mildner (recfarm2)

Freiheit, die wir genießen und wahrnehmen, kommt nicht von selbst. Freiheit hat immer einen schweren Stand. Wer ist bereit dafür zu zahlen und dafür einzustehen? Die vielen Daherredner wissen nicht dass sie das nur in dieser Freiheit so können. Es gibt in der Welt, der die USA und Präsident Bush verteufelnden Länder und Personen viele ganz andere Beispiele. Wer nie in einem Land gelebt hat, wo ihm willkürlich die Freiheit genommen werden kann, jederzeit, kann das sicher schwer verstehen. Freiheit heißt natürlich auch Verantwortung wahrnehmen.

Israel hat eine extrem schwierige strategische Lage in der Welt. In Israel wir zur Zeit die Entwicklung im Iran sehr misstrauisch gesehen. Wenn Rede und Handeln eine Einheit bilden ist es egal warum Ahmadinejad in seiner Sprache anheizt. Da verlangt das israelische Volk zurecht von seiner Administration Schutzmechanismen, die bezahlbar sind anzuwenden. Wehret den Anfängen heißt es. Es ist ein sehr hässliches Spiel, was da getrieben wird.

Es ist gut dass es die Amerikaner gibt, wir im alten Land sind zu schwach uns im Verbund zu schützen, geschweige denn andere.

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13. März 2007 15:10

vielen Dank für den Trümmerhaufen

Oliver Thamerus (OliverTde)

Na ich möchte mal hoffen, der Vorkommentar von mir echt behalten wird. Allerdings gebe ich yu bedenken, dass die Amerikaner schon in vietnam sehr horende Ausgaben hatten und trotzdem abgezogen sind.
Daher kann ich nur sagen, Herzlichen Dank für das Trümmerfeld Nahost!
Herr Bush hat es wirklich geschaft, mit seiner tölpelhaften Politik, in weiten Teilen der Welt Chaos anzurichten und wir, na wir müssen den Mist nun aufräumen. Warum? Nun weil man sich eine instabile Lage in Teilen der Welt auf dauer nicht leisten kann.
Im Prinzip, haben die US-Streitkräfte mit ihrer nicht vorhandenen Stratgie und Denkweise absolut versagt. Das kommt ebend avon, wenn man Soldaten in den Irak schickt, die die Wahl haben zwischen Knast oder Armee. Dazu kein bischen auf eine andere Kultur und Sprache vorbereitet werden.
Aber immerhin hatte Herr Bush ja seinen kleinen privaten Krieg und sein Vater "gerächt". Natürlich geht mein "Dank" auch an alle "Joe Sixpacks" im Bibelbelt, die diesen ach so kompetenten Herrn gewählt und sogar wiedergewählt haben.
Daher viel Brimborium und Geschei und am Ende ein trümmerhaufen um den sich dann gefälligst andere zu kümmern haben.

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13. März 2007 14:09

Naive Denkweisen...

Karl-Heinz Lieblich (khlieblich)

Nach meinen Informationen sind die US-Amerikaner gerade dabei, größere Luftwaffenbasen im Irak, zum Zwecke einer langfristigen Nutzung (zumindest in den nächsten Jahrzehnten), auszubauen.

Auch der finanzielle Aufand für die Angriffskriege und anschließende Besatung von Afghanistan und dem Irak sind immens:

So schätzt der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz in einem Artikel vom 04.02.2007 auf ABC-News, die Gesamtkosten auf über 2 Billionen - 2.000.000.000.000 - US-Dollar.

Für die Eroberung und Besetzung Afghanistans und des Iraks wird, von dieser Zahl ausgehend, in einem Jahr umgerechnet für jeden einzelnen Menschen in diesen beiden Ländern fast 37.000 US-Dollar ausgegeben worden sein. Jeder US-Bürger wird rechnerisch fast 7.000 US-Dollar dazu beigetragen haben - gleichgültig, ob in Form von Steuern oder letztlich ebenso zu tragenden Schulden. Statt diese beiden Kriege zu führen hätten die USA jedem Menschen auf der Erde rund 300 US-Dollar zahlen können.

Man tötet nicht vemutlich 100.000de von Menschen im Irak, um dann wieder "unverrichteter Dinge" abzuziehen.

Ein Abzug aus dem Irak kommt für die US-Amerikaner u. a. aus den v. g. Gründen nicht in Frage.

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13. März 2007 11:39

Dumme Selbstzerstümmelung

Norbert Pütz (nevergiveup)

Warum werden die einzigen Kräfte, die sich an Gesetz und Ordnung halten, bei uns verurteilt und die Terroristen und Terrorstaaten freigesprochen? Ist es wohl Unkenntnis, die dazu führt oder pure Feigheit und Angst vor dem wirklichen Feind? Mir bekannte Libanesen betonen immer wieder, wie unmenschlich der Terror von arabischer Seite ist und dass dagegen keine Verhandlungsangebote und Zugeständnisse nützen. Diese Libanesen loben Präsident Bush und sagen, dass er einer der wenigen sei, die etwas gegen den islamischen Terror vor Ort - in Nahost - tun! Das ganze Volk der Juden soll ermordet und Nichtmuslime in vielen Ländern sollen als Menschen zweiter Klasse gehalten werden und wir in Europa tun so, als sei Präsident Bush und die USA der Urheber dieses Terrors. Sollen wir demnächst in Nahost zusehen, wie Millionen Unschuldige genauso wie im Sudan und anderen Ländern unter islamischer Attacke niedergemetzelt werden?
Europa wird dann dran sein, wenn diese Gewaltideologie durch Eroberung weiterer Staaten die Macht gewonnen hat und sich bei uns auch islamische Mehrheiten in der Bevölkerung finden.

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13. März 2007 10:14

Natürlich wird Amerikas agressive Politik scheitern...

Servet Kizilkaya (Sergen)

Aber was ist nach dem Rückzug?Wahrscheinlich würde sich die Lage verschlimmern.Und die Hauptverantwortlichen (Mr.Bush,Blair) werden wahrscheinlich unbestraft davon kommen.

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