Besuch im Erdbebengebiet

Rice lobt Chinas Umgang mit der Katastrophe

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29. Juni 2008 Die amerikanische Außenministerin Rice hat mit einem Besuch im Erdbebengebiet von Sichuan der chinesischen Führung Anerkennung für ihren Umgang mit der Katastrophe ausgesprochen.

In der weitgehend zerstörten Stadt Dujiangyan hob Frau Rice hervor, dass die chinesische Regierung auch Hilfe aus dem Ausland angenommen hatte. Dies stünde in Gegensatz zur Lage in Burma , wo die Militärjunta anfangs internationale Hilfe verweigert hat und jetzt nur in geringem Ausmaß zulässt. Durch ausländische Leben hätten dort Menschen gerettet werden können, sagte Frau Rice in Dujiangyan.

Frau Rice besuchte in Sichuan ein Zeltlager für Menschen, die durch die Katastrophe obdachlos wurden und sah eine Vorführung von Schülern im Erdbebengebiet. Bei dem Erdbeben von Sichuan waren 80.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als fünf Millionen wurden obdachlos. Seit dem Erdbeben, aber auch seit den Unruhen in Tibet, ist Frau Rice die erste ranghohe Repräsentantin der amerikanischen Regierung, die China besucht.

Bush bei Olympia

Die amerikanische Regierung hat Chinas hartes Vorgehen in Tibet verurteilt und wünscht, dass die chinesische Regierung Gespräche mit dem Dalai Lama aufnimmt. Präsident Bush will aber an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele trotzdem teilnehmen. Er betrachte die Olympiade als Sportereignis und wolle andere Wege nutzen , um mit Staatspräsident Hu Jintao über Menschenrechte zu sprechen, hat der Präsident erklärt.

Wie aus dem amerikanischen Außenministerium verlautet, wird die Menschenrechtslage in China auch Thema der Gespräche von Frau Rice in Peking sein. Bei den Gesprächen der Außenministerin mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao und dem Ministerpräsidenten Wen Jiabao an diesem Montag dürfte besonders das weitere Vorgehen gegenüber Nordkorea im Mittelpunkt stehen.

Frau Rice hatte am Samstag in Seoul bemängelt, es gebe noch weiteren Klärungsbedarf über Nordkoreas Atomprogramm, vor allem über die Urananreicherung und die von den Vereinigten Staaten vermutete Weiterverbreitung von Atomwaffen durch den kommunistischen Staat. Nordkorea hatte am Donnerstag mit mehrmonatige Verspätung eine Liste seiner Nuklearprogramm übergeben und am Freitag den Kühlturm seiner Atomanlage gesprengt. Die Angaben Nordkoreas müssten jetzt gründlich überprüft werden, sagte Frau Rice. Am Ende müsse die Beseitigung aller Programme , Waffen und Materialien stehen.



Text: P.K.; F.A.Z. sowie Reuters
Bildmaterial: afp

 
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