14. Februar 2006 Die russische Regierung hat den von iranischer Seite verschobenen Termin für Atomverhandlungen bestätigt. Die Iraner seien auch am kommenden Montag in Moskau willkommen, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Kisljak am Dienstag in der russischen Hauptstadt.
Die iranische Seite habe den ursprünglich für Donnerstag geplanten Termin aus technischen Gründen verschoben. Die westliche Welt und Rußland hoffen, die iranische Führung noch von der angekündigten Urananreicherung im eigenen Land abzubringen.
Noch keine akzeptablen Forderungen
Moskau hat der Führung in Teheran vorgeschlagen, gemeinsam Uran auf russischem Territorium anzureichern. Nach einem russischen Medienbericht stellt die iranische Führung bislang für Moskau nicht akzeptable Forderungen an das gemeinsame Uranprojekt.
So sollten iranische Spezialisten ständig ungehinderten Zugang zu den Produktionsanlagen in Rußland bekommen, berichtete die in Moskau erscheinende Tageszeitung Kommersant am Dienstag unter Berufung auf einen anonymen Atomexperten.
Zudem fordere Teheran von Moskau die bindende Zusage, nach einer Frist von zwei Jahren im eigenen Land Uran anreichern zu dürfen. Eine Zustimmung sei darüber hinaus an die Bedingung geknüpft, daß Moskau in jedem Fall im Weltsicherheitsrat sein Veto gegen mögliche Iran-Sanktionen einlegt, sagte der Informant.
Text: dpa