
Es tut gut zu sehen, daß der in Deutschland wichtigste politische Posten nach langer Durststrecke wieder von jemanden besetzt ist, der im Ausland durch ihr deutlich erkennbares Format besser wahrgenommen wird, als das bei der derzeitigen polit. Konstellation als Ergebnis der Wahl 2005 im Inland nur allmählich geschieht.
Die neue Sachlichkeit, gepaart mit realer Zukunftseinschätzung und dem Willen, dies auch international mit Partnern umzusetzen, verdient hohen Respekt. Möge die Kanzlerin auch die erforferliche Fortune haben, ohne die auch die besten Vorsätze nicht immer gelingen können. Gutes Gelingen und viel Glück.
MfG
WoHau

Ich bezweifle, daß ein Nahost-Quartett wirklich zur Beilegung der tiefgreifenden Schwierigkeiten in der region effektiv beitragen kann, denn es bestehen ähnliche Probleme wie bei der Uno in diesen Fragen: die Mitglieder differerieren einfach zu weit in ihren Interessen, und ihre eigene Agenda steht zu sehr im Vordergrund. Möglich wäre vielleicht, mit einem solchen Quartett ein effektiveres Gremium einzusetzen, das aus wirklich einigermaßen neutralen Politikern besteht, "elder statesmen", die nicht mehr ihre eigenen Agenda in den Vordergrund stellen müssen.
Die USA sind ein Teil des Problems im nahen Osten, denn sie betreiben in Bezug zu Israel eigentlich eine versteckte Innenpolitik, schon daher halte ich Forderungen nach ihrer Führungsrolle bei Verhandlungen für problematisch. Wer jedoch eine Rolle bei solchen Verhandlungen spielen könnte, ist Jimmy Carter.

Es ist erfreulich, dass Bundeskanzlerin bei ihren Bemühungen um die Wiederbelegung des Nahost-Friedensprozesses die Unterstützung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush erhalten hat.
Die transatlantische Zusammenarbeit zwischen der EU und Amerika ist zu begrüssen. Durch eine solche Zusammenarbeit können viele Probleme gelöst werden, die an sich wie unlösbar da stehen.
Zwei-Staaten-Lösung kann , wie im Falle Zypern, sicherlich vom grossen Vorteil sein.
Dr-Ing. Hayri Ergun
Privatdozent