Diplomatischer Dissens: Die Kanzlerin verlangt Eindringlichkeit im Umgang Syrien

Empfang des syrischen Außenministers

Merkel über Steinmeier verstimmt

Der Außenminister empfängt seinen syrischen Amtskollegen und verärgert damit die Kanzlerin. Auch aus Washington und Beirut verlautet Kritik. Frau Merkel vermag bei den Syrern keine ernstzunehmende Bereitschaft für einen Frieden im Nahen Osten erkennen.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Januar 2008 16:24

Seltsam

Bernd Hafenberg (Bernie0711)

Seltsam, daß niemand die Kanzlerin darauf aufmerksam macht, daß sie den syrischen Außenminister allein schon aus Gründen der Höflichkeit empfangen muß, und sei es auch nur für zwanzig Minuten. Das gehört sich in der internationalen Diplomatie so. Daß man über politische Einzelfragen verschiedener Meinung ist, spielt dabei keine Rolle. Aber Unhöflichkeit hinterläßt immer tiefe Spuren, die man vermeiden sollte.

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19. Januar 2008 15:28

@Herr Skalski

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Ick bitte Ihnen, mit Diktaturen kommen Israel und der Rest der westlichen Freiheits- und Menschenrechtsmischpoche bestens zurecht, wie man an der Mubarak- Diktatur Ägypten und dem Hashemitischen Königreich Jordanien sieht. Und wer wie Israel selber Staatsterror betreibt - basierend auf Parlamentsbeschlüssen und ausgeführt von Uniformträgern und beamteten Mossad- Agenten - darf sich nicht wundern, wenn die konventionell militärisch hoffnungslos unterlegenen Widersacher nach allem greifen, was sich ihnen bietet. Übrigens war den Gründervätern Israels Terrorismus als Waffe auch nicht ganz fremd; sie müssten sich also ganz gut in die Palästinenser hineindenken können.

Das mit Land für Frieden habe ich noch nicht ganz verstanden: welches Land hat Israel jemals wem gegeben? Meinen Sie etwa den Gazastreifen, aus dem man sich aus militärischen Kosten- Nutzen- Erwägungen und unter peinlicher Vermeidung irgendwelcher Vereinbarungen mit den Palästinensern einseitig zurückgezogen und ihn in ein Freiluftgefängnis verwandelt hat, das derzeit in manchem an das Warschauer Ghetto erinnert? Wer das "Land für Frieden" nennt, vergissst geflissentlich, dass Frieden etwas mit Gerechtigkeit zu tun haben muss - sonst findet er halt nicht statt.

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18. Januar 2008 09:12

Wer ist denn der Chef?

Jonathan Geiss (john316)

Also ich darf keinen Vertreter anderer Firmen einladen, wenn damit mein Chef nicht einverstanden ist. Also bitte Herr Steinmeier, ziehen Sie an einem Strang und führen Sie den Deutschen Karren zusammen mit Frau Merkel weiter aus dem Dreck.

P.s.
Ich hofffe, dass Israel keine Golanhöhen an Syrien zurückgibt. Syrien hat 2mal ohne Grund Israel angegriffen und eben Land verloren und durch Landrückgabe hat Israel sich noch keinen Frieden kaufen können.

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18. Januar 2008 09:05

Will denn Syrien Frieden mit Israel ?

Markus Teuber (arathorn)

Komisch,daß immer Israel und die USA immerzu und allenthalben die bösen Buben sind,während die anderen Steineschmeisser immer nur Recht, Gerechtigkeit und Frieden im Sinn haben .

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18. Januar 2008 08:08

AN Klaus Meyer

Jan Skalski (Skalski)

Wenn sich Deutschland an dem Aufbau eines demokratischen Iraks beteiligen will, dann ist Deutschland sicherlich willkommen. Wie ich die letzten 30 Jahre betrachte hat Deutschland für das irakische Volk keinen Finger krumm gemacht. Unterstützung für Saddam Hussein (wie jetzt für Syrien) und Ausbeutung des irakischen Volkes durch die UNO Sanktionen war der Fall.

Wie soll Israel mit einer Diktatur und Terrorunterstützer Syrien einen Frieden schließen?
Das Prinzip Land gegen Frieden hat bisher nicht funktioniert.

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17. Januar 2008 19:08

Syrien will Frieden mit Issrael erreichen...

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Zum Frieden machen gehören allerdings immer zwei. Woher nimmt Syrien die Zuversicht, dass Israel diesmal bereit ist, die Chance zum Frieden mit Syrien zu ergreifen? Schließlich hat es bereits mindestens einmal die aus Angst vor Gesichtsverlust diskret eingefädelten Avancen Syriens frustriert. Ist hierzulande wenig bekannt, stimmt aber trotzdem.
Frieden mit Syrien würde natürlich Rückzug vom Golan bedeuten, den Israel im Gegensatz zur Westbank nicht nur besetzt und zersiedelt, sondern formal annektiert hat. Da musss sich zeigen, wie weit der Grundsatz Land gegen Frieden in Israel wirklich trägt, oder ob man hofft, den Frieden noch irgendwann zum Nulltarif bekommen zu können - wenn Syrien mit militärischer Gewalt von der Achse des Bösen zu einem Leuchtturm von Freiheit, Demoratie und Menschenrechten nach Muster Iraqs zurechtgebombt worden ist...

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