26. Juli 2005 Der Mörder des niederländischen Islamkritikers und Filmregisseurs Theo van Gogh muß für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Ein Gericht in Amsterdam befand den 27jährigen Mohammed Bouyeri am Dienstag für schuldig, van Gogh am 2. November vergangenen Jahres aus religiöser Überzeugung getötet zu haben.
Nach niederländischem Recht ist bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe keine vorzeitige Entlassung möglich. Weil der Angeklagte ausdrücklich gesagt habe, in Freiheit würde er wieder so handeln, müsse die Gesellschaft dauerhaft vor ihm geschützt werden, hieß es in der Begründung.
Revision wird nicht erwartet
Das Gericht bezeichnete Bouyeri als voll schuldfähig. Er betrachte es als seine religiöse Pflicht, alle zu töten, die Gott oder den Propheten beleidigten. Bouyeri wurde außerdem verurteilt für mehrfachen versuchten Mord bei seiner Verhaftung und für Todesdrohungen gegen die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die deswegen untertauchen mußte.
Der Angeklagte, ein Niederländer marokkanischer Herkunft, habe in terroristischer Absicht gehandelt, und das Gefühl von Angst und Unsicherheit verbreitet, erklärte der Richter. Bouyeri kann Revision einlegen, doch hat er es bislang stets abgelehnt, sich zu verteidigen.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa/AP
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