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Terrorurteile von Madrid

Nach Recht und Gesetz

Was weder nach dem 11. September in den Vereinigten Staaten noch später in London gelang, geschah nun in Madrid: Auf einer soliden Beweislage wurden mehrere islamistische Terroristen verurteilt. Leo Wieland kommentiert.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. November 2007 12:58

Nach Recht und Gesetz?

Peter Schönau (PeterSchoenau)

Es bleibt festzuhalten, daß nach dem Urteil immer noch nicht klar ist, wer der "Mastermind" des Attentates ist und daß die Formel, daß Angeklagte bei Vorhandensein eines vernünftigen Zweifels freizusprechen seien, einen Interpretationsspielraum bietet, der aus Recht auch Flucht vor der Entscheidung (der 3 Richter) machen kann - aus welchen Gründen auch immer (ich habe noch keinen Richter getroffen, der seine (Nicht)entscheidungen nicht gut zu begründen wußte.

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01. November 2007 12:30

Respekt!

Christian Janssen (maceath)

Die Spanier haben gezeigt, dass man selbst solch verabscheuungswürdigen Taten, wie den Anschlägen von Madrid, mit rechtsstaatlichen Mitteln begegnen kann.

Für mich ist das ein Meilenstein in der europäischen Justizgeschichte und absolut richtungsweisend. Vor allem aber ist es auch ein Schlag ins Gesicht aller Scharfmacher.

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01. November 2007 09:27

Drei Tage nach dem Anschlag...

Josef Bujtor (Mramorak)

Ich glaube, dass der Schreiber oder Kommentator es sich viel zu leich mit der Schuldzuschreibung macht. Aber das ist ja auch "modern" und auch globalisiert. Und in unserem Land ist es hochmodern! Hier wurde die Schuld auch an die Adresse der damaligen spanischen Regierung geschick. Aber die damalige Opposition und jetzige Regirung, Zapatero, hat sich die kleider blutig gemacht. Vor der Wahl hat der Zapatero gesagt, dass er die spanischen Soldaten heimholen wird, wenn er die Wahl gewint. Und die Terroristen waren gerne bereit, nachzuhelfen. Selbst wenn der Zapatero und seine Genossen in Europa das schon gemarkt hätten, würden sie es doch nicht zugeben!
Gerecht wurde hier sicher nicht geurteilt. Und der Schreiber hat wohl vergessen, dass dabei vielzuviele Menschen ums Leben gokmmen sind. Auch hat er nicht erwähnt, dass der größte Teil Spaniens unzufrieden ist. Aber in unserer "modernen" und globalisierten Zeit sind die Opfer ja nicht gefragt. Und die Unzufriedenen - ausser sie sind unzufrieden mit einem Kardinal - werden nicht gezählt.

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01. November 2007 09:21

Beitrag korrigieren!

Sven Weihusen (highlife)

Der Autor sollte seinen Artikel schnellstens korrigieren! Die Absetzung der Regierung Aznar durch das spanische Volk war eben nicht ein "Erfolg" der Terroristen sondern den Lügen der Regierung Aznar geschuldet, die versucht hat aus dem Tot von 191 menschen Munition im Kampf gegen die ETA zu beziehen. Ohne diese Lügen würde Herr Aznar wohl heute noch regieren. Aber diese Niederlage kann in keinem Fall als Erfolg der Terroristen bezeichnet werden sondern eher als Erfolg der Wahrheit über politsch motivierte Lügen.

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31. Oktober 2007 18:53

Mörder sind Mörder

Peter Reynders (c17867)

Wenn Mörder einen Sonderstatus erlangen, indem wir sie Terroristen nennen und sie mit Sondergesetzen verfolgen, dann dürfen sie sich als etwas Besonderes fühlen. Es ist viel gerechter den Opfern und den Tätern gegenüber, Mörder als Mörder zu verurteilen, egal ob Habgier, Rassismus, sexuelle Perversion oder ein anderes niederes Motiv hinter ihren Taten stand.

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31. Oktober 2007 18:39

Ein Lob den Spaniern!

Francisco Cortes (FranciscoCortes)

Die spanische Bevölkerung hat die Teilnahme an dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA & Co. gerichtet gegen den Irak sofort beendet und vernünftiger Weise die damalige Regierung abgewählt.

Die spanische Bevölkerung hat sich dafür entschieden, nicht mehr am vermuteten Massenmord und an Kriegsverbrechen im Irak teilzunehmen.

Gleichwohl könnte das Urteil der spanischen Justiz durchaus richtungsweisend für noch abzuhaltende Justitzverfahren gegen die Initiatoren völkerrechtswidriger Angriffskriege und deren Folgen sein.


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