Chinas Vorgehen in Tibet

SPD fordert Wirtschaftssanktionen

Der Vorsitzende der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Johannes Pflug, hat auf der Suche nach Strategien im Umgang mit China einen Handelsboykott vorgeschlagen. Unterdessen scheint sich die Lage in Tibets Klöstern zu verschärfen. Die EU ist „tief besorgt“.

Lesermeinungen zum Beitrag

31. März 2008 15:25

schöner Film

Jochen König (fazjoli)


Die Tibetereignisse werden mir schon ein schöner Film. Und zwar, wie man die Entwickelung eines verstäckernden Lands verhindern könnte.

Was ich gehört habe ist nur Meinung, keine Tatsache; was ich gesehen habe ist nur Sichtweise, nicht die Wahrheit.

Bitte, die Medien Leute und die Politiker, bitte nicht mehr weiter lügen.

Die Französen sehen es klarer als die Deutschen. Viele Französen wissen schon, das ein politisches Spiel ist. Aber die deutschen Bevölkerung nehmen es sehr ernst und lassen sich sehr gerne betrügen.

Aber Politik ist Politik. Darf man nicht vorher den Leute Bescheid sagen, dass wir ein Spiel, eigentlich einen Krieg, gegen China spielen. Dalai Lama und Tibet sind nur unsere Instrumente oder Waffen.

Leider sind die meisten Leute dumm und glauben den Medien. Ich? Ich kann vielleicht nur mitgucken.

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29. März 2008 11:04

Boykott also...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Wird man dann auch Sanktionen gegen Großbritannien und die USA verhängen? Beide Staaten führten und führen völkerrechtswidrige Angriffskriege gegen den Irak, Afghanistan und Jugoslawien. Achso Hoppla bei letzteren beiden machen wir ja munter mit. Aber was scheren uns auch ein paar Araber und Serben. Hauptsache die moralisch so sauberen tibetischen Mönche bekommen ihre Aufmerksamkeit.

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28. März 2008 14:39

Antwort an Herrn Pital

Rene Meyer (matrix1329)

Sie konnten mich zwar immernoch nicht wirklich überzeugen, daß deutsche Firmen "Freiwild" sind, sobald sie in China Joint Ventures eingehen, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Vielleicht könnten Sie mir einmal ihre Diplomarbeit schicken? Meine Email ist meyr2@web.de

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27. März 2008 10:27

Internes Chinesisches Problem - Der Westen ist schuld!

Gabor von Zoltan (Putinras)

Richtig. China hat tatsächlich ein grosses internes Problem. Ganz unabhängig von Tibet, welches aus seiner Geschichte heraus durchaus auf seinen Autonomiestatus - wenn nicht gar Unabhängigkeit - pochen darf.

Ändert aber nichts daran, dass China ein riesiges internes Problem hat. Das lässt sich bereits sehr gut aus den chinesischen Kommentaren in diesem Forum lesen: Die unterdrückte Meinungsfreiheit führt ja nicht nur dazu, dass die meisten Chinesen nicht einmal darüber nachdenken können, wie sich wohl die okkupierten Tibeter fühlen müssen.

Die vom Regime kontrollierte Presse führt ja auch innerhalb Chinas dazu, dass die Chinesen selber nichts über die Ungerechtigkeiten erfahren, die den EIGENEN Landsleuten wiederfahren: Giftprodukte, Kinder, die wie Sklaven gehalten werden, die Enteignungen rund um die Staudammprojekte, die Opfer der unvorstellbaren Umweltverschmutzung, korrupte Lokalregierungen, Gerichte, die verhindern, dass Rechte auch nur zur Sprache gebracht werden, verfolgte religiöse Gemeinschaften, etc., etc.,etc.... Alles interne Probleme!

Es ist die Schuld des Westens gegenüber jenen mutigen Chinesen, die nicht erst seit dem Tien-an-men-Massaker gegen diese Mißstände ankämpfen, dem Profit zuliebe wegzusehen.

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26. März 2008 20:57

@Horst Pital

Rene Meyer (matrix1329)

Diese Sache mit dem geistigen Eigentum ist meiner Meinung nach auch keine Sache, die irgendeine Strafaktion (so klingt das nämlich) gegen China rechtfertigen würde. Das wird erstens von den deutschen Medien hochgepuscht, was sie feststellen werden, wenn sie mal überlegen, wieso die doch so geschröpften Konzerne und Mittelständler immernoch in China investieren, wenn sie doch so viel Verluste machen, und zweitens haben die Chinesen in China die größten Probleme mit dem Schutz des geistigen Eigentums: Wenn man sich nicht mehr sicher ist, ob der Markenschnaps, oder noch schlimmer der Markenreisessig oder die Sojasauce, die man im kleinen Laden kauft, wirklich echt ist (und damit auch sicher!), dann ist das für diese Hersteller ein sehr großes Problem. Ich würde also den deutschen Firmen nahelegen, sich einen guten chinesischen Anwalt zu besorgen, wenn sie Probleme haben und damit vor Gericht zu ziehen, und ansonsten darauf warten, daß sich von Seiten der chinesischen Unternehmensverbände im Land genug Druck aufbaut. Das wird passieren, kann aber nur bei weiteren freien Wirtschaftsbeziehungen klappen.

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26. März 2008 15:21

@Mohrhoff

Rene Meyer (matrix1329)

Immer wieder besetzt in den letzten Jahrhunderten? Also soweit ich die chin. Geschichte kenne, gehörte Tibet pro forma zum chinesischen Kaisserreich bis 1911, das wurde auch von den Briten in verschiedenen Verträgen anerkannt. Die entsprechenden Beamten in Lhasa hatten auch das offizielle Siegel des Kaiserhofs. Nur: de facto kam ja kaum jemand nach Tibet, deshalb war es defacto unabhängig in seinen Entscheidungen, und tibetisch selbstverwaltet. Den Rest habe ich in einem anderen Post kurz zusammengefaßt. Ich weiß nicht, woher sie ihre Geschichtskenntnisse haben.

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26. März 2008 15:17

@ Dai Luhua

Rene Meyer (matrix1329)

Ich glaube, die Geschichte der Beziehung von Tibet zu China ist ungefähr so: Bis zur Yuandynastie war Tibet ein unabhängiges Großreich (z.B. in der Tangdynastie), dann wurde es von den Mongolen besetzt, welche übrigens auch den Posten des Dalai Lama schufen. Danach ging es in der Mingdynastie auf (1368-1644), allerdings im Rahmen der Suzernität: Es war pro forma ein Teil des chinesischen Reichs, allerdings intern war es völlig autonom, ein Status den Tibet heutzutage nicht mehr so direkt hat. Dann kamen die Qing, da ging es genauso weiter. 1910 wurde die Qingarmee aus Tibet vertrieben, und es war de facto bis 1950 unabhängig (wenn auch nicht international anerkannt), v.a. weil die Republik China anderweitig Probleme hatte (erst den zweiten Weltkrieg, dann mit den Kommunisten). Dann kam die Volksbefreiungsarmee, und hat Tibet entweder befreit oder besetzt, das hängt vom Standpunkt und der jeweiligen Gehirnwäsche ab. Ist das ungefähr richtig?

Am Ende hängt die Frage der Zugehörigkeit Tibets zu China vom Geschichtsverständnis ab: Pro forma gehörte es zum chinesischen Reich, de facto war es aber autonom.

Das kann man alles auf Wikipedia (die in China ja leider blockiert ist) nachlesen.

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26. März 2008 13:17

Unglaublich !

Bernd Hafenberg (Bernie0711)

Es ist nicht zu fassen: da fordert einer von der SPD einen Handelsboykott gegen China, während eine SPD - Ministerin mehr als 60 Millionen EURO jährlich nach China verschenkt, getarnt als Entwicklungshilfe.
Ist das nun grenzenlose Dummheit, oder ist das kriminell ?
Wie kann man eine solche Politik bezeichnen ?

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26. März 2008 12:11

Glaubwürdigkeit von Informationen?

Rene Meyer (matrix1329)

In diesem Artikel soll uns erzählt werden, daß man die Mönche in den tibetischen Klöstern aushungert. Das mag möglich sein, Beweise gibt es dafür allerdings nicht. Die "zuverlässige Quelle" des Tibet Centers of Human Rights in Indien kann alles Mögliche sein. Es wäre vielleicht gut, einmal derartige Informationen auf Glaubwürdigkeit zu prüfen, bevor man sie verbreitet.

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26. März 2008 11:52

Ihr habt keine Achnung über Tibet

Luhua Dai (FRA-Dai)

Erstens bitte ich die jenigen, die hier über Unruhe in Tibet kommentieren, die Geschichte über Tibet und China zu informieren. Tibet war, ist und wird immer chinesiches Territorium. Es ist eine interne Angelegenheit, genauso wie Kurden in Türkei, Ausländer in Deutschland....... Dürfen Kurden oder Ausländer in Turkei oder Deutschland Menschen töten und lebendig verbrennen, Geschäfte plündern, Terror ausüben? Werden solche Menschen nicht als Verbrecher behandelt? Gerade wenn so was in China passiert, sind solche Leute als friedliche Demonstranten bezeichnet. Bei G8 waren die Polizei hier nicht brutal gegen den Demonstranten???Wie demokratisch ist der Westen!!!! Wir Chinesen müssen zusehen, wie ein paar Verbrecher und Terroristen unseren Bürger töten, lebendig verbrennen, aber dürfen nicht angreifen. Hat jemand hier für die Opfer, die von den Tibeter getötet wurden, interessiert? Nein!!!!!!
Zu der jenigen, die vorschlug, Export aus China zu beschränken, habe ich nur einen Satz, Deuschland ist xxportabhängig und exportiert Waren auch nach China, zwar in großer Menge. Von daher reden Sie nicht darüber, was Sie überhaupt keine Achnung hat.


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26. März 2008 11:07

Völkerrecht

Klaus Mohrhoff (Mohrhoff)

Tibet war in den letzten Jahrhunderten öfter ein unabhängiges Land als mancher Staat Europas.Das Land ist immer wieder anektiert worden.Es hat sich immer wieder selbst befreien können.Ich kann nur hoffen das die Völkergemeinschaft Tibets Freiheitswusch unterstützt.

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26. März 2008 10:08

Tränen

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Rückblickend wird es immer faszinierender, WIE schnell die EU sich zu Sanktionen gegen Österreich hat hinreißen lassen - und dort war der Grund nur die bei einigen unbeliebten Ergebnisse freier, demokratischer Wahlen zu suchen.
;)

Durch die jahrelange Duldung der Menschenrechtsverletzungen - begonnen mit der Anerkennung des Kommunistischen Chinas durch die UN - wirkt jetzt für nahezu jede Regierung jede Reaktion auf die Tibet-Massaker als absolut verlogen.
Es ist für mich schon sehr traurig zu sehen, was der Kommunismus mit dieser uralten, wundervollen Hochkultur angestellt hat.

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26. März 2008 09:26

Die SPD fordert

Eberhard Ottlinger (Ottlinger)

Kommt mir bekannt vor. "Fordern und Fördern", Schröder´s geniale Weisheit.
Wir fordern von den Chinesen sich doch geflissentlich ein wenig zurückzuhalten, zumindest bis nach den Olympischen spielen. Wir fördern gleichzeitig das chinesische Wirtschaftswachstum, damit ja alles beim Alten bleibt.
Eberhard Ottlinger

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26. März 2008 09:21

Selbst-Boykott?

Jo Silva (chimero)

Der Vorschlag keine Hochtechnologie-Produkte nach China zu exportieren ist absurd. Das wuerde nur der amerikanischen Wirtschaft nutzen, zumal der Dollar jetzt schwach ist. Oder denken Sie die Ameroikaner haben solches Feingefuehl und werden in Solidaritaet zu Europa auf Milliardenauftraege verzichten?
Der Boykott sollte anders lauten: Den Import von chinesischen Guetern zu beschraenken, dies wuerde China schmerzvoller treffen. In kurzer Zeit wuerde man auch merken, wie sich die europaeischen Unternehmen erhohlen und Arbeitsplaetze geschaffen werden wuerden.
Man sollte auch strenger gegen Marken und Patentsverstoessen vorgehen und damit zeigen, dass China nun endlich nach den Spielregeln aller handeln muss!

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