
........in der Regel die Antwort, die er nicht hören will.
DE ist doch souverain genug, eigenständig nach Abwägung zu entscheiden.
Was soll denn das Schielen nach Washington, ob das "Weiße Haus deutsche Soldaten im umkämpften Süden wünscht?".
Auf diese Weise ist verantwortungsvolle und nach Außen hin erklärbare Politik nicht unter einen Hut zu bringen.

Hier wird von globaler Sicherheit & den vielen armen Menschen dort (& überall) gesprochen, die unter der Diktatur von Religion & Kultur leben müssen. Als letztes wird freilich von Interessen gesprochen - nämlich darin, die Welt friedlicher & demokratischer zu machen. Und das alles von Ländern, die diese sogenannte Demokratie immer mehr beschneiden (Regulierung des tägl Lebens, Überwachung, Patriot Act II etc.). Die Interessen der Herren sind ganz andere. Die um Eigenansprüchen rudernde Marionettenregierung in Kabul verteilt die Aufbaugelder an beteiligte "Partner", sodass kaum etwas davon wirklich im Land bleibt, über multible Kanäle sorgt man für den Absatz der Opiumernten (oder wer glaubt, dass die armen Bauern das Zeug selbst auf den Markt schwemmen & reich werden) & offiziell beschützt man die Felder unter dem Argument "Ja, sonst haben sie ja gar keine Lebensgrundlage". Und zusätzlich versucht man mit Druck Platz zu schaffen, damit das Oel zu den Häfen im Süden kommen kann. Insofern ist das doch alles sowas von (ecklig) scheinheilich. Hass & Gewalt kommt immer von Armut & Ungerechtigkeit. Der Norden hat damit die Taliban erweckt & sorgt weiter für deren Fortbestand. Besser: Armee raus, 50% der Gelder rein=Armut & Taliban weg

Deutschland will wieder wer sein auf dem internationalen Parkett. Wirtschaftlich sind die BRD-Konzerne weltweit ja schon "Big Player", das hat das Konzernergebnis der Deutschen Bank ja beispielhaft bewiesen. Wenn die BRD jetzt auf einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat spekuliert, muß sie zeigen, daß sie auch zu militärischem Engagement weltweit in der Lage ist. Da ist es vorbei mit den Sandkastenspielchen, da wird es ersthafte "Verluste" geben, wenn die Kugeln pfeifen und die Minen explodieren. Unsere Großväter haben uns davon erzählt, wie es war, als "Deutschland" schon einmal der größte "Player" werden wollte. Wir werden sehen, ob und wieweit die deutsche Bevölkerung da mitspielt.

Es geht um die "Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline"
Bei Wikipedia kann man unter dem v. g. Stichwort die ganze Geschichte nachlesen.
Hier ein kleiner Auszug:
"Gleichwohl ist die Umsetzung des Bauvorhabens derzeit weitestgehend auf Eis gelegt: Die Arbeiten am durch Turkmenistan verlaufenden Abschnitt sollten zwar 2006 aufgenommen werden, die Durchführung des gesamten Projekts steht allerdings zur Disposition, weil der südliche Abschnitt der Pipeline durch Gebiete verlaufen würde, die nach wie vor de facto unter Kontrolle der Taliban sind."
Die Krieg führenden Parteien deutschlands sollten sich darüber im Klaren sein, daß die Bevölkerung Deutschlands mehrheitlich diesen "Wirtschaftskrieg" der "Amerikaner" ablehnt.

Also in den USA ist sich offenbar auch niemand mehr so richtig klar über die richtige Anredeform für die Deutschen. Denn die Mischung aus Frust und Angst vor einer weiteren Absage aus Berlin ist nun einmal berechtigt.
Wer die Absicht hat, auf Dauer eine Mauer durch Afghanistan zu ziehen, liegt natürlich auch falsch. Dennoch sind Mauern nicht nutzlos und deshalb wird er Frust über die Deutschen immer robuster.

Dem Druck auf die deutsche Regierung zur Entsendung von Kampfverbänden in den Süden sollten Herr Steinmeier wie auch Frau Merkel nicht nachgeben. Immerhin wurden zu Beginn des Afghanistan-Einsatzes die Zuständigkeiten klar verteilt und alle waren einverstanden. Daher kann nicht wenn es in einer Region problematisch wird der Schwanz eingezogen und um Unterstützung gebeten werden. Jede Nation sollte in Ihrem Bereich entsprechend Verantwortung zeigen.
Zudem sollten deutsche Interessen auch dahingehend betrachtet werden, dass die Sicherheitslage hier in Deutschland selbst sich bei einem aktiven Eingreifen unter Umständen dramatisch verschlechtern könnte. Ob das gewollt ist halte ich für fraglich.

Dieser Spruch trieb seinerzeit unter Kaiser Willi die deutschen Truppen von einer Kolonie in die nächste; nun ist es also wieder soweit, mit einer kleinen Änderung: nicht am deutschen Wesen alleine, nein, am NATO-Wesen soll die Welt genesen...
Als Anmerkungen seien noch gestattet, das damals die deutsche "Heilsbotschaft" in den Ländern, in denen sie verbreitet wurde, Angst, Terror und Zerstörung bedeutete und einem Größen- und Herrschaftswahn Ausdruck verlieh, der schon bald dazu beitragen sollte, dass von Deutschland gleich zwei Mal in Folge die "Unheilsbotschaft" eines Weltkrieges ausging.
Aus diesem Grund stehe ich so wohl militärisch überbrachten "Genesungswünschen'" als auch der aufkeimenden, säbel- und stimmklirrenden "Mer sinn widda weä" - Mentalitäten, milde gesprochen, skeptisch gegenüber.

Der Druck aus Europa (Deutschland) sollte nicht nachlassen, gewissen Angehoerigen des Ostkuestenestablishments klar zu machen, dass die Zeit ihrer Vorherrschaft vorbei ist. (Fred Kaplan, Los Angeles Times :'Downsizing our dominance'). Dem ist nichts hinzuzufuegen! - www.americaforgermans.com