Mazedoniens Außenminister Milososki

„Balkan in die Nato statt Nato auf den Balkan“

Auf dem Nato-Gipfel in Bukarest soll kommende Woche über den Nato-Beitritt Mazedoniens entschieden werden, aber Griechenland leistet Widerstand. Mazedoniens Außenminister Antonio Milososki über die griechische Drohung und die Stabilität der Region.

Lesermeinungen zum Beitrag

31. März 2008 00:10

Historische Ignoranz

Theodor Tirilomis (tirilomis)

Herr Milososki, was ist so überraschend, dass die Namensfrage die Griechen interessiert während andere Nationen sich von ihr nicht tangiert fühlen? Sie sind zwar, wie Sie selbst sagen, kein Historiker, aber Sie wissen ganz genau, dass diese Frage nur die Griechen betreffen kann!
Es geht um die Fortsetzung einer Provokation, welche mit Tito begann und nach den Zusammenbruch von Jugoslawien bewußt in das Grundgesetz Ihres neu geschaffenen Landes formuliert wurde. Fast 18 Jahre lang hatte Ihr Land und seine politische Führung Zeit gehabt einen Fehler aus der Zeit des Kalten Krieges zu korrigieren und was haben Sie daraus gemacht? Mußte auf der Suche nach einer Identität für Ihr Land ein historischer Name und die (recht glorreiche) Geschichte eines anderen Volkes herhalten? Mißbraucht und verfälscht werden? Vielleicht war das im 19. Jahrhundert unter anderen Voraussetzungen verständlich aber heutzutage ist es Anachronismus und Wiederholung von historischen Fehlern!
Es ist schön, dass Sie Alexander dem Großen Respekt zollen, aber bitte respektieren Sie auch das Selbstbestimmungsrecht von Millionen (echter) Makedoniern und spielen Sie nicht mit der Geschichte und den Gefühlen eines anderen Volkes!

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28. März 2008 09:48

Soweit ich weiss....

Andreas Dellis (crozet)

hat Griechenland schon für einen Kompromiss mit "Mazedonien" zugestimmt solange der Name eine zusätzliche Komponente enthält.Ich denke es geht hier nicht nur um Namen sondern auch Geschichte.Eine simple Anerkennung als "Mazedonien" würde auch geschichtliche Konsequenzen haben da in der Zukunft die "Mazedonier" sich als Erben des antiken Mazedoniens zu profilieren versuchen werden.Ausserdem sollte man auch nicht verkennen das in Nordgriechenland das Gebiet auch Mazedonien heisst und über 2 Mill. Menschen beheimatet.Also sogar mehr als in slawischen "Mazedonien".
Ich glaube die "Mazedonische" Regierung sollte auch zu Kompromissen bereit sein und einen gemischten Namen akzeptieren.Nur so kann eine saubere Trennung von beiden Gebieten erfolgen und jegliche zukünftige monopolisierung der Geschichte sowie irredentistischen Gefühlen und Handlungen vorgebeugt werden.

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28. März 2008 01:26

Unsinniger Streit

Dirk Wiesemann (lilskp)

Eine dumme toerichte Diskussion. Mazedonien ist Mazedonien so wie Berlin nicht der Amerikanische Sektor war sondern Berlin; und dito fuer den Sowjetischen Sektor.
Es gibt wichtigeres fuer dieses Land. Und man kann's kaum glauben: Wichtigeres als die NATO und EU.

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